25.04.2018

Aromatische Alleskönner Flacher Bauch mit Schlank-Gewürzen

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Schlank-Gewürze

Wussten Sie, dass manche Gewürze beim Abnehmen helfen können? Wir verraten, um welche es sich handelt.
Do, 23.08.2018, 11.24 Uhr

Wussten Sie, dass manche Gewürze beim Abnehmen helfen können? Wir verraten, um welche es sich handelt.

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Puh, lauern jetzt wieder viele Verlockungen! Das ist kein Grund zur Verzweiflung. Denn eigentlich kann sich unser Körper gut gegen zusätzliche Pfunde wehren – und diese Gewürze unterstützen ihn dabei. Das beweisen sogar Studien!

Unser Körper kann zu Höchstformen auflaufen und ist durchaus in der Lage, überschüssiges Fett abzubauen. Dafür müssen wir nur seine Schlank-Kräfte aktivieren. Hier sind ein paar super aromatische Helfer: Mit diesen Schlank-Gewürzen kurbeln Sie Ihre Fettverbrennung ganz schön an.

Schlank-Gewürze machen den Pfunden Feuer

Gerade die Verdauung kann mit diversen Gewürzen angeregt werden, was schnell einen flachen Bauch zaubert. Aber auch auf lange Sicht lässt sich dem Körper sich mit den folgenden Geschmacksgebern Gutes tun. Dazu gehören auch Entgiftung der Leber oder Muskelaufbau. Das Beste daran: Wenn Sie Ihrem Essen mit diesen Schlank-Gewürzen noch mehr Pepp geben, schmeckt's gleich nochmal besser.

1. Zimt

… kommt vom Baum

Zehn bis zwölf Meter wächst der tropische Zimtbaum in die Höhe. Gut so! Denn für das Gewürz werden nicht die blassgelben Blüten oder die Blätter gebraucht, sondern die zarten inneren Rindenschichten vom Stamm.

… spart das Kalorienzählen

Was wie ein kleines Wunder klingt, hat eine Studie in London tatsächlich bewiesen: Durch den täglichen Einsatz von Zimt reduzierten Patienten ihren Bauchumfang, obwohl sie an ihren Ernährungs-Gewohnheiten ansonsten nichts geändert hatten. Wie das funktioniert? Das Gewürz stabilisiert den Blutzuckerspiegel und hält dadurch das Dickmacher-Hormon Insulin unter Kontrolle. So wird – bei gleicher Kalorienmenge – weniger Energie aus der Nahrung als Fett eingelagert.

Probieren Sie das Wasser

Eine Prise Zimt kann man jederzeit einfach über Dessert, Kuchen oder sogar pikante Essen streuen. Noch einfacher ist aber diese Null-Kalorien-Anwendung: ½ TL Zimtpulver in einen Teefilter aus Papier geben, mit 200 ml heißem (nicht mehr kochendem) Wasser überbrühen und 10 Minuten ziehen lassen. Zwei Gläser pro Tag (am besten morgens und nachmittags) sind genug. Für Zimt gilt: Mehr hilft nicht mehr und eine Überdosis sollte man wegen des Pflanzenstoffs Cumarin (kann in großen Mengen die Leber schädigen) vermeiden.

2. Ingwer

… hat Wurzelkraft

Über der Erde sieht die Pflanze ähnlich unspektakulär aus wie Schilf, unter der Erde hat sie es in sich. Ihre Wurzeln wachsen bis zu 50 Zentimeter in die Breite und stecken voller wirksamer ätherischer Öle.

… bremst den Hunger auf Nachschub

Übergewichtige Männer in New York haben es ausprobiert: Bauten sie Ingwer in ihr Frühstück ein, hielt das Sättigungsgefühl deutlich länger – weitere Snacks waren bis zu sechs Stunden überflüssig! Diese natürliche Hungerbremse funktioniert selbstverständlich auch wunderbar, wenn es um den Süßigkeiten-Nachschub geht.

Trinken Sie den Tee

Lassen Sie den Kaffeeautomaten ruhen und brühen Sie stattdessen nach dem Mittagessen eine Kanne Ingwer-Tee. Für einen Liter 70 bis 100 g frische Ingwerwurzel schälen und fein hobeln. In den Siebeinsatz (oder einen Teebeutel) geben und mit kochendem Wasser übergießen. 15 Minuten ziehen lassen. Praktisch: Der Tee schmeckt und wirkt auch lauwarm oder kalt – Sie können die Menge also über den ganzen verlockenden Nachmittag verteilen. 7 weitere Ingwer-Rezepte finden Sie bei uns. Und mehr rund ums Thema Ingwer hat unsere Themenseite.

Scharfes für die Verdauung

3. Chili

… von Kolumbus entdeckt

Wie die meisten anderen Nachtschatten-Gewächse (z. B. Kartoffeln, Tomaten) kamen auch die Schoten vom Chili-Strauch mit dem Entdecker Christoph Kolumbus zu uns nach Europa. Die Faustregel von damals gilt noch heute: Je kleiner die Schote, desto brennender die Würze. Eine Form von gemahlenen Chilis ist übrigens Cayennepfeffer.

… greift Fettpolster an

Besonders bei fettem Essen hilft eine ordentliche Prise Chili. Ein Test mit 13 japanischen Frauen zeigte: Der Scharfstoff Capsaicin erhöht die Wärmebildung im Körper deutlich. Das heißt: Mehr Energie wird verbraucht und mehr Fett aus den Polstern geholt. Kanadische Forscher sind außerdem überzeugt: Capsaicin regt die Ausschüttung von Hormonen an, die den Appetit regulieren. Eine Studie mit Cayennepfeffer zum Beispiel hat gezeigt, dass der Appetit auf Fettes, Süßes oder Salziges zurückging.

Nutzen Sie die frische Würze

Ein bis zwei Teelöffel Schärfe pro Tag sind vor allem in kalorienreichen Zeiten eine gute Idee. Am besten stellen Sie eine Chili-Mühle auf den Tisch und würzen Ihre Mahlzeit damit kräftig nach. Die Schärfe passt wirklich zu allem – schmeckt sogar als Extra in Kakao oder Punsch.

4. Schwarzer Pfeffer

... Pfeffer ist ein Weltgewürz

Ursprünglich aus Indien, wird Pfeffer heute in verschiedenen Erdteilen angebaut. Die Pflanze ist recht robust und trägt bis zu 30 Jahre lang Früchte. Jährlich werden rund 200.000 Tonnen Pfeffer produziert. Die Früchte werden grün, weiß, rot oder eben schwarz geerntet – je nach Zeitpunkt variiert das Aroma.

... hemmt die Fettaufnahme

Die erstaunliche Schlank-Wirkung von Pfeffer haben koreanische Forscher auf der Suche nach einem Medikament gegen Übergewicht entdeckt. Sie "züchteten" Fettzellen im Labor und beobachteten, wie sie auf den Wirkstoff Piperin aus Pfeffer reagieren. Tatsächlich nahmen alte Zellen auf der Piperin-Grundlage weniger Fett auf und gleichzeitig wurden weniger neue Zellen gebildet.

Am besten frisch: Rezept zum Ausprobieren

Tauschen Sie den Pfefferstreuer gegen die Pfeffermühle oder den Mörser und nutzen Sie das Gewürz immer frisch. Zum Beispiel auf unserem schnellen Pfeffersteak:

1 TL Pfefferkörner mit dem Mörser zerstoßen. 150 g Hüftsteak von beiden Seiten damit einreiben. 1 TL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und Steak darin von beiden Seiten je 2 Minuten kräftig anbraten. Hitze reduzieren und weiter braten (medium von beiden Seiten noch einmal 2 Minuten).

220 kcal, 10 g F, 0 g KH, 32 g E.

Sie suchen tolle, schlank machende Pfeffer-Rezepte? Klicken Sie sich doch mal durch diese Galerie:

Kräftige Gewürze schmelzen den Bauchumfang

5. Kumin: Kreuzkümmel

… seit Urzeiten beliebt

Schon in der Bibel wird beschrieben, wie die Kreuzkümmel-Pflanze (eine Verwandte der Petersilie) gedroschen wird, um die Samenkörner zu gewinnen. Und heute ist Kreuzkümmel ein echtes Trend-Gewürz zum Abnehmen! Kumin steckt z. B. als wesentlicher Geschmacksstoff in Chili con Carne oder Falafel.

… schmilzt viel Fett

Genau dort abnehmen, wo die Polster am meisten nerven? Wie man das schafft, haben Forscher der medizinischen Universität in Teheran entdeckt. Übergewichtige Frauen, die jeden Tag drei Gramm (das ist ein knapper Teelöffel) Kumin aßen, schmolzen dreimal so viel Körperfett und Bauchumfang wie eine Kontrollgruppe ohne das Gewürz.

Löffeln Sie den Snack

Machen Sie es einfach wie die Studien-Teilnehmerinnen. Verrühren Sie jeden Tag 150 g Natur-Joghurt (3,5 %) mit 3 g Kumin – fertig ist ein Vor- oder Nachmittags-Snack mit enormer Schlank-Kraft.

6. Senf

… wächst wild

Gewusst? Senf mit seinen verschiedenen Sorten gehört wie Rosenkohl oder Brokkoli zu den Kreuzblütlern und gedeiht auch bei uns wunderbar, sogar als Wildpflanze. Das grüne Kraut mit gelben Blüten wird bis zu zwei Meter hoch. Verwertet werden seine gelben (eher mild) oder braunen und schwarzen Saatkörner (eher scharf).

… stärkt den Stoffwechsel und die Muskeln

Schon ein Teelöffel reicht! Englische Forscher haben nachgemessen: Essen Versuchspersonen diese Menge, erhöht sich die Stoffwechselrate nach 30 Minuten um erstaunliche 25 Prozent. Der Effekt hält einige Stunden an und hilft süße Sünden schneller wieder auszugleichen. Vermutlich liegt es am Allylsenföl, das auch für den typischen Geschmack verantwortlich ist.

Je mehr stoffwechselaktive Muskelmasse wir haben, desto mehr Fett wird auch im Ruhezustand verbrannt. Und den Anteil der schlanken Zellen kann man offensichtlich nicht nur durch reichlich Sport erhöhen. Laborversuche an der Rutgers-Universität (New Jersey) haben gezeigt: Wirkstoffe (sog. Homobrassinolide) aus Senfsamen-Extrakt steigern den Muskelaufbau, erhöhen dadurch die stoffwechselaktive Magermasse, verbessern auch Kraft- und Fitnesswerte.

Verteilen Sie den Schlankstoff

Und zwar auf dem Brot! Sparen Sie sich die zusätzlichen Dickmacher Butter oder Mayonnaise und ersetzen Sie den fetten Aufstrich konsequent durch Schlank-Gewürz Senf. So belasten Sie Ihr Kalorien-Konto nicht und kurbeln den Stoffwechsel an. Vorsichtig dosiert schmeckt Senf übrigens auch als Dip zu Pommes oder Chips – oder eben in der Salatsoße sowie als Joghurt-Dip und leckerer Soße zum Fisch:

Rezept: Fischfilet mit Senfsoße

1 kleine Zwiebel fein würfeln. 1 TL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und Zwiebelwürfel darin glasig dünsten. 1 TL scharfen Senf und ½ TL Mehl einrühren. 50 ml Milch (1,5 %) und 50 ml Instant- Gemüsebrühe unter Rühren langsam zugeben. Mit frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Salz abschmecken und 5 Minuten milde köcheln lassen. 160 g Kabeljaufilet mit etwas Zitronensaft beträufeln und mit frisch gemahlenem Pfeffer würzen. 1 TL Öl in einer beschichteten Pfanne erhitzen und Fisch darin von beiden Seiten ca. 3 Minuten braten. Soße noch mal aufkochen und mit dem Fisch servieren.

250 kcal, 13 g F, 6 g KH, 27 g E.

Mit noch mehr tollen Schlank-Gewürzen geht's weiter auf Seite 2!

 

Mit Pflanzen gegen Fett

7. Rosmarin

... bringt Mittelmeer-Feeling in den Garten und auf den Teller

Rosmarin ist immergrün und strahlt schon von weitem seinen aromatischen Duft aus. Die Mittelmeer-Verbindung kommt nicht von ungefähr, denn von dort stammt das leckere Schlank-Gewürz. Es wächst und gedeiht aber auch wunderbar auf heimischen Böden und ist daher essenzieller Bestandteil von selbst angelegten Kräutergärten.

... bremst Dickmacher-Hormon Insulin

Den Gewürzstar aus dem Süden haben die Universitäten in Avignon (Frankreich) und Valencia (Spanien) genauer unter die Lupe genommen. Dabei entdeckten sie, dass Rosmarin die Gewichtszunahme trotz einer fettreichen Diät bremsen kann. Wahrscheinlich liegt es daran, dass die Wirkstoffe den Blutzuckerspiegel stabil halten und dadurch weniger vom Dickmacher-Hormon Insulin produziert wird.

... aromatisiert mit Mittelmeer-Aroma und verbreitet Urlaubs-Feeling

Rosmarin ist perfekt, um Gemüse-Beilagen ein raffiniertes Mittelmeer-Aroma zu geben, zum Beispiel Kartoffeln. Fein gehackt schmecken die nadelschmalen Blättchen auch in Reis und natürlich zu Fleisch und Fisch vom Grill.

Ein Rezept zum Ausprobieren: Rosmarin-Kartoffeln

Backofen auf 200 Grad vorheizen. 200 g kleine, festkochende Kartoffeln waschen, trocken reiben und längs halbieren. Blättchen von 1 Zweig Rosmarin zupfen und fein hacken. Mit 1 TL Olivenöl, frisch gemahlenem Pfeffer und etwas Salz in eine Schale geben und vermischen. Kartoffeln darin wenden. Backblech mit Backpapier auslegen und Kartoffeln mit der Schnittfläche nach unten darauflegen. Im vorgeheizten Ofen ca. 35 Minuten backen. Zwischendurch einmal wenden.

190 kcal, 5 g F, 31 g KH, 4 g E.

8. Koriander

... seit Jahrtausenden beliebt

Erste Hinweise auf den geschmacklich gewöhnungsbedürftigen, aber interessanten Koriander finden sich schon 5000 v. Chr. Essbar sind sowohl Samen als auch die grünen Pflanzenteile, beides unterscheidet sich geschmacklich stark.

... beruhigt den Bauch und wirkt antibakteriell

Manchmal ist der Bauch auch nur unangenehm aufgedunsen, weil die Verdauung nicht ordentlich funktioniert. In diesem Fall empfehlen auch moderne Wissenschaftler ein altes Heilmittel aus der Chinesischen Medizin: Koriandersamen. Studien in Japan und den USA konnten zeigen, dass die enthaltenen ätherischen Öle die Darmmuskeln entspannen, Darmbewegungen fördern und auch noch antibakteriell wirken.

... verleiht schweren Gerichten die gewisse Leichtigkeit

Besonders als Schlank-Gewürz von schwer verdaulichen Gerichten sind Koriandersamen perfekt. Bei akuten Verdauungsbeschwerden hilft ein Tee aus 1 TL zerstoßenen Koriandersamen und 200 ml heißem Wasser.

9. Petersilie

... "Deko-Kraut" gegen Leberbeschwerden

Petersilie ist das beliebteste "Deko"-Kraut der Welt. Wissenschaftler aus Malaysia sind aber sicher: Es kann viel mehr, als ein bisschen hübsches Grün auf die Teller zu zaubern. Sie haben nämlich herausgefunden, dass Biostoffe aus der Petersilie die Leber unterstützen und den Stoffwechsel aktivieren. Dadurch werden Nährstoffe besser aufgenommen und Fett besser umgewandelt.

... frisch gehackt auf den Teller

Streuen Sie frisch gehackte Petersilie immer großzügig über Suppen, Soßen, Dips, Fisch- und Fleischgerichte, Tomaten- und andere Salate.

Dufte Sache: Stresskilos wegschnuppern

10. Vanille

… ist kostbar

In jeder Beziehung! Denn die Pflanze gehört zu den Königinnen der Blumen. Aber es ist die einzige Orchideen-Art, die aromatische, essbare Fruchtkapseln (Vanille-Schoten) liefert.

… verhindert Stress-Pfunde

Hektik schadet der Figur leider genauso wie Kalorien. Wenn wir unter Druck stehen, befiehlt das Stress-Hormon Cortisol dem Körper nämlich dauernd: "Reserven anlegen!" Als Schutz vor noch schlimmeren Zeiten wird so immer mehr Energie aus der Nahrung in die Fettzellen geschafft und nicht verbrannt. Bestes Gegenmittel ist Vanille-Duft. Denn jede Zweite fühlt sich dadurch sofort entspannter, jede Vierte spürt echte Glücksgefühle. Das heißt: Die dick machenden Stress-Hormone werden allein durch Atmen gestoppt!

Schnuppern Sie das Aroma

Immer wenn Sie das Gefühl haben, "Jetzt wird mir gerade alles zu viel", atmen Sie tief durch und holen Sie Ihre SOS-Hilfe aus der Tasche. Schnuppern Sie an einem Fläschchen Vanilleöl (auch Backaroma tut’s) und schließen Sie dabei kurz die Augen. So versinken Sie am besten in die beruhigende Duftwelt. Als Vorbeugung zünden Sie an hektischen Tagen morgens beim Frühstück und abends beim Fernsehen eine Vanille-Duftkerze an.

Übrigens kann auch das aromatische Wunderkraut Pfefferminze unterstüztend beim Abnehmen wirken. Und wenn Sie sich so richtig entgiften wollen, schauen Sie auf dem nächsten Waldspaziergang doch einmal nach diesen entgiftenden Wildkräutern.

Nicht nur Schlank-Gewürze tun unserem Körper gut. Mehr zum Thema Gewürze hält unsere Themenseite für Sie bereit.

Weitere Verfahren der Naturheilkunde sowie wirksame Naturheilmittel und Hausmittel haben wir ebenfalls für Sie.

Ein Teil dieses Beitrages erschien zuerst in der BILD der FRAU Nr. 21.

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