Aktualisiert: 02.05.2021 - 15:33

Süße Versuchung Acht versteckte Zuckerfallen für Sie enttarnt

Gummibärchen und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker. Aber auch in herzhaften Produkten verstecken sich Zuckerfallen.

Foto: GettyImages / HandmadePictures

Gummibärchen und andere Süßigkeiten enthalten viel Zucker. Aber auch in herzhaften Produkten verstecken sich Zuckerfallen.

Verführungen in Form von Kalorien – und selbst so manche vermeintliche Alternative, wie etwa Süßstoff, entpuppt sich schnell als Illusion. Die acht größten Zuckerfallen haben wir hier für Sie zusammengestellt.

Eigentlich sollte die täglich Zuckermenge nicht mehr als 50 Gramm betragen – so die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Das sind um die 16 Zuckerwürfel. Der tatsächlich tägliche Zuckerkonsum pro Tag liegt in Deutschland jedoch bei rund 95 Gramm pro Person.

Dass der Zuckerkonsum so hoch ist, ist eigentlich kein Wunder, denn wir sind umgeben von dem süßen Stoff. Um etwas mehr Licht ins Dunkel zu bringen, verraten wir Ihnen hier, wo die größten Zuckerfallen lauern und welche Alternativen es dazu gibt.

Vorsicht vor der süßen Versuchung: Hier lauern die größten Zuckerfallen

Zucker wird in unserem Gehirn mit Belohnung und einem guten Gefühl in Zusammenhang gebracht. Doch zu viel des Guten hat Auswirkungen auf unsere Gesundheit. Denn ein Überkonsum an Zucker hat Folgen wie Karies, Übergewicht oder auch Diabetes.

Mittlerweile kann man Zucker jedoch kaum noch ausweichen. Es steckt einfach in so vielen Nahrungsmitteln – allem voran in Süßigkeiten. Doch auch in solchen Produkten ist er versteckt, in denen man das Süßungsmittel eigentlich nicht vermuten würde.

1. Gummibärchen

Zugegeben, eigentlich naheliegend, jedoch suggerieren Aufdrucke von Vitaminen etc. gerne einmal, dass man hier etwas zumindest halbwegs Gesundes nascht. Aber: Diese bunten Freunde, die oftmals nebenher genascht werden, schlagen mit sehr viel Zucker zu Buche. Bildlich ausgedrückt: Es türmen sich etwa 25 Würfelzuckerstückchen pro 100 Gramm Tüte vor Ihnen auf.

Greifen Sie als Snack lieber zu frischem Obst oder Gemüse. Das ist gesund und liefert reichlich Vitamine und Mineralstoffe.

2. Fruchtjoghurt

Er wirkt harmlos, enthält aber jede Menge Zucker: Fruchtjoghurt. In einem 250-Gramm-Becher mit Kirsch-, Pfirsich- oder Erdbeerjoghurt kann die Menge von bis zu 11 Zuckerwürfeln stecken.

Greifen Sie daher lieber zu Naturjoghurt und geben Sie ein wenig frisches Obst dazu.

3. Cornflakes & Müslimischungen

Sie denken, Sie starten mit Cornflakes gesund in den Tag? Nicht unbedingt, denn die gezuckerte Variante enthält durchaus 12 Würfelzucker pro 100 Gramm.

Auch Knuspermüsli und andere Müslimischungen sind oftmals richtige Zuckerfallen, die um die 8 bis 10 Würfelzucker je 100 Gramm enthalten.

Also lieber zu ungezuckerten Cornflakes, Müslimischungen oder reinen Haferflocken greifen, zum Beispiel in Form von selbst gemachtem Bircher Müsli oder Porridge.

4. Müsliriegel

Bei Müsliriegeln sieht es mit dem Süßungsmittel nicht besser aus. Eine Menge von um die 3 bis 4 Würfelzucker ist in einem Riegel enthalten. Zwar ist das immerhin weniger als ein Schokoriegel, der auf 5 Würfelzuckerstücke kommt, dennoch ist die Menge beachtlich – zumal man denkt, sich eigentlich etwas Gutes zu gönnen.

Daher sind auch in diesem Fall zuckerärmere und gesündere Snackalternativen die bessere Wahl: zum Beispiel Nüsse, ein Naturjoghurt oder Reiswaffeln.

5. Ketchup

Sie denken, dass Zucker nur in süßen Sachen enthalten ist. Weit gefehlt, denn auch herzhafte Produkte werden häufig mit Zucker versehen. So enthält ein 20-Gramm-Tütchen ca. 4,5 Gramm Zucker oder 1,5 Würfelzucker. Übrigens: Auch herzhafte Fertigsaucen und Fertigdressings entpuppen sich oft als Zuckerfallen. Werfen Sie lieber einmal einen Blick auf’s Etikett oder setzen Sie besser gleich auf selbstgemachte Saucen und Salatdressings.

6. Fertigpizza

Sogar bei Fertigpizza lauert die Zuckerfalle. Bis zu 14 Gramm Zucker können in einer Pizza enthalten sein. Das sind mehr als 4,5 Würfelzucker. Und meist folgt auf so eine Pizza ja noch ein süßes Dessert, wie Eiscreme oder Schokolade. Auch hier lohnt sich das Selbermachen, um der Zuckerfalle zu entkommen.

7. Cola, Soft- und Energydrinks

Auch bei Getränken ist man vor Zuckerfallen nicht sicher. Eine 0,33-L-Flasche Cola kommt auf die Menge von etwas mehr als 13 Würfelzucker. Ähnlich sieht es bei Energydrinks aus und auch bei anderen Softdrinks ist reichlich Zucker enthalten.

Besser: Greifen Sie zu gesunden Durstlöschern, wie Saftschorlen (Vorsicht: Auch in Saft steckt viel Zucker, daher lieber stärker verdünnen), selbstgemachtem Eistee oder Infused Water.

8. Kaffee und Tee

Kaffee und Tee sind zwar von Natur aus ungesüßt, doch die meisten Menschen genießen die Heißgetränke gerne mit einer ordentlichen Portion Zucker – und das meist mehrmals am Tag. Achten Sie einmal darauf, wie viel Teelöffel Zucker bei Ihnen in Kaffee oder Tee kommen. Beim Abgewöhnen hilft übrigens folgender Trick: Reduzieren Sie im Wochentakt immer um einen halben Löffel. Beobachten Sie, welche Menge Süßungsmittel Ihnen reicht.

Übrigens Süßstoff wie die Sucralose ist nicht die bessere Alternative zu Zucker. Obwohl Süßstoff selbst keine Kalorien hat, suggeriert er dem Körper durch die Süße, dass er Insulin zum Abbau von Zucker freisetzen muss. Das Insulin wird nicht benötigt, erzeugt aber nun wieder Heißhunger auf Süßes. Ein Teufelskreis.

Fazit: Augen auf beim Zuckerkonsum

Vielleicht sind Sie nun überrascht, wo es überall an Zuckerfallen lauert. Gut so, denn das animiert Sie vielleicht dazu, aufmerksamer auf Ihren Zuckerkonsum zu achten. Das kommt sowohl Ihrer Gesundheit als auch Ihrem Gewicht zugute.

Lesen Sie Etiketten, achten Sie auf die Menge an zuckerhaltigen Produkten, die Sie tagtäglich zu sich nehmen und tauschen Sie die eine oder andere süße Gewohnheit öfter mal mit einer gesunden Alternative.

Manche Rezepte können wir uns nur schwer ohne Zucker vorstellen, aber wir haben Leckereien für Sie, die keinen Kristallzucker brauchen: auf unserer Zuckerfrei-Themenseite. Und wenn Sie noch mehr Tipps rund ums Abnehmen brauchen, dann schauen Sie auf unserer Themenseite Diäten vorbei.

Quellen:

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