17.08.2010

Diät Trinken - warum es so wichtig fürs Abnehmen ist

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Trinken hat viel mit Gewohnheit und angewöhnten Rhythmen zu tun. Wenn der Körper sich mit einem Durstgefühl meldet, bedeutet dies, dass er bereits im Flüssigkeitsdefizit ist.

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Trinken hat viel mit Gewohnheit und angewöhnten Rhythmen zu tun. Wenn der Körper sich mit einem Durstgefühl meldet, bedeutet dies, dass er bereits im Flüssigkeitsdefizit ist.

Wer abnehmen will, erhält immer den Rat, viel zu trinken. Wir sagen Ihnen, warum das so ist, und wie Sie die empfohlene Trinkmenge täglich schaffen können.

Was soll ich trinken?

Gerade bei der Gewichtsreduktion ist Wasser der ideale Durstlöscher, weil es keine Kalorien liefert. Das muss kein teures Quellwasser sein, auch Leitungswasser erfüllt seinen Zweck und ist wesentlich günstiger. Alternativ eignet sich ungesüßter Früchtetee und Rotbuschtee. Auch Kräutertee können Sie in Maßen genießen. Doch einige Kräuter wie z. B. Pfefferminze, Fenchel, Anis oder Lindenblüten haben eine medizinische Wirkung auf den Körper. In großen Mengen kann daher Kräutertee – je nach Sorte – auch einen unerwünschten Einfluss auf die Körperfunktionen haben.

Saftschorlen sind nur bedingt geeignet, um den Flüssigkeitsvorrat aufzufüllen, denn sie liefern gleichzeitig Energie. Wer viel schwitzt, z. B. beim Sport oder an heißen Sommertagen, kann jedoch mit einer Saftschorle gleichzeitig etwas für seinen Mineralstoffhaushalt tun. Mischen Sie am besten drei Teile Wasser mit einem Teil Saft.

>> Trink-Mythen: Fünf Irrtümer über das Trinken

Wie viel soll ich trinken?

Trinken Sie 1,5 bis 2 Liter energiefreie Flüssigkeit pro Tag. Wenn Sie durch Sauna, Sport oder an heißen Tagen viel schwitzen, müssen Sie diesen Flüssigkeitsverlust natürlich ausgleichen. Pro Stunde Sport planen Sie einen halben bis einen Liter zusätzliche Flüssigkeit ein.

Reicht es, zu trinken, wenn ich durstig bin?

Trinken hat viel mit Gewohnheit und angewöhnten Rhythmen zu tun. Wenn der Körper sich mit einem Durstgefühl meldet, bedeutet dies, dass er bereits im Flüssigkeitsdefizit ist. Bei Wassermangel kommt es zu einem Leistungsabfall, sowohl geistig als auch körperlich, der sich schnell in Kopfschmerzen, Schlappheit und Müdigkeit äußert. Daher sollten Sie bereits vor dem Durst ausreichend trinken. Meistens sind wir durch unsere Arbeit tagsüber so abgelenkt, dass wir das Trinken vergessen. Mit unseren Tipps am Schluss passiert Ihnen das nicht mehr.

Woher weiß ich, dass ich zu wenig trinke?

Nicht nur das Durstgefühl ist ein sicheres Signal dafür, dass Sie zu wenig getrunken haben. Achten Sie beim Toilettengang auf die Farbe Ihres Urins. Je heller, desto besser. Ist der Urin dunkel und riecht, so ist dies ein Zeichen dafür, dass er stark konzentriert ist, also viele Abfallprodukte des Körpers enthält. Mit ausreichend Flüssigkeit wird der Urin verdünnt und dadurch heller.

Kann ich den Flüssigkeitsbedarf auch mit Kaffee decken?

Kaffee galt lange Zeit als Flüssigkeitsräuber. Neue Studien widerlegen jedoch diese Meinung. Wenn Sie regelmäßig Kaffee trinken, Ihr Körper also an Koffein gewöhnt ist, dürfen Sie bis zu vier Tassen Kaffee mit zur Flüssigkeitsmenge hinzu zählen. In dem Maße wirkt er nämlich nicht entwässernd. Für Gelegenheitstrinker und Vieltrinker gilt das allerdings nicht. Trotzdem ist es eine gute Angewohnheit, weiterhin zum Kaffee ein Glas Wasser zu trinken, denn jedes Glas Wasser trägt zur Bedarfsdeckung bei.

>> Hat Espresso mehr Koffein als Kaffee?

Wofür brauchen wir überhaupt so viel Wasser?

Unser Körper besteht zu etwa 70 Prozent aus Wasser. Es erfüllt lebenswichtige Funktionen in unserem Organismus. So dient es als Lösungs- und Transportmittel z. B. für die Nährstoffe aus unserer Nahrung und befördert die Abbauprodukte aus den Zellen zu den Ausscheidungsorganen (Leber, Harnblase). Wasser benötigen wir auch zur Regulierung der Körpertemperatur und Anfeuchten der Atemluft. Durch das Schwitzen wird Flüssigkeit an die Hautoberfläche gebracht und der Körper durch Verdunstung gekühlt. Wasser ist also unentbehrlich für ein reibungsloses Funktionieren unseres Stoffwechsels.

Was hat Trinken mit Abnehmen zu tun?

Wer weniger isst, nimmt weniger Flüssigkeit durch Lebensmittel auf. Natürlich empfiehlt es sich, im Rahmen Ihrer Ernährungsumstellung viel Obst und Gemüse zu essen, denn diese enthalten viel Wasser und bringen damit das Lösungsmittel für die vielen gesunden Inhaltsstoffe gleich mit. Auch Suppen sind optimal geeignet, wenige Kalorien mit viel Flüssigkeit zu kombinieren.

Beim Abbau von Fettpolstern werden Giftstoffe freigesetzt, die der Körper im Fettgewebe gespeichert hat. Flüssigkeit ist notwendig, um diese Stoffe aus dem Körper heraus zu transportieren.

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Unsere Tipps zeigen Ihnen mehrere Möglichkeiten, wie Sie das Trinken in Ihren Alltag integrieren können. Wählen Sie die Ideen für sich aus, die Ihnen in Ihrer Alltagsituation am besten umsetzbar erscheinen. So lernen Sie langfristig, richtig zu trinken.

1. Platzieren Sie an verschiedenen Stellen eine Flasche Wasser: am Bett, im Wohnzimmer, am Schreibtisch, im Auto, in der Sporttasche und evtl. sogar in der Handtasche. So werden Sie immer daran erinnert, zu trinken.

2. Füllen Sie Ihr Glas immer sofort nach, wenn Sie es ausgetrunken haben. So greifen Sie beim nächsten Mal schneller zu.

3. Falls Ihnen pures Wasser zu fade schmeckt, peppen Sie es mit ein paar Spritzern Zitronen- oder Limettensaft auf. Das wirkt wunderbar erfrischend.

4. Probieren Sie verschiedene Mineralwässer aus. Je nach Mineralstoffgehalt schmecken sie ganz unterschiedlich. So finden Sie vielleicht ein Wasser, das Sie richtig gern mögen und dadurch mehr davon trinken.

5. Machen Sie sich einen Trinkplan. Für jedes Glas Wasser machen Sie dort einen Strich. So haben Sie immer den Überblick, wie viel Sie schon geschafft haben und was noch fehlt.

6. Stellen Sie im Handy oder am Kalender im Computer eine Erinnerung ein, die Sie jede halbe oder volle Stunde durch einen Signalton darauf aufmerksam macht, dass es Zeit fürs Trinken ist. Pro Stunde kann der Magen einen Liter Flüssigkeit aufnehmen und verarbeiten.

7. Trinken Sie vor jeder Mahlzeit ein großes Glas Wasser. Das hat den angenehmen Nebeneffekt, dass es den Magen zum Teil bereits füllt und Sie anschließend schneller satt werden.


Quelle u. a.:
Günter Wagner, Dr. Johannes M. Peil, Uwe Schröder: Trink Dich fit; pala Verlag

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