18.09.2015

Wissenswertes über Chia-Samen

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Warum scheitern so viele auf dem Weg zur Wunschfigur? Weil der Hunger einfach stärker ist. Bis jetzt! Denn winzige Samen mit großer Satt-Wirkung lösen das Problem. Und wichtige Schlank-Stoffe für die schnelle Fettverbrennung liefern sie gleich mit.

Hollywood-Stars wie Gwyneth Paltrow schwören auf die Wirkung von Chia-Samen, und Forscher in Florida machten den Test: Sie servierten zum Frühstück einmal Muffins mit Chia-Samen und einmal ohne. Nach den Chia-Muffins fühlten sich die Versuchspersonen besser gesättigt und hatten auch danach länger keine Lust zu essen. Wissenschaftler in Kanada entdeckten noch eine andere Wunderwirkung: Kohlenhydrate werden nach einer Mahlzeit mit Chia-Samen langsamer verwertet. Der Blutzuckerspiegel bleibt stabil und der Körper baut Fett ab, statt es einzulagern. Sie möchten einen flacheren Bauch? Dann lernen Sie die kleinen Kraftpakte besser kennen. Hier sind die sieben wichtigsten Fragen und Antworten:

1. Wo wachsen die Chia-Samen?
Die Pflanze (Salvia hispanica) wurde schon vor 4000 Jahren von den Mayas in Mexiko angebaut. Chia (gesprochen Tschia) bedeutet "Kraft". Wegen der großen Nachfrage wird die Salbei-Art inzwischen auch in Australien, Argentinien und Südostasien angepflanzt. Bei uns kann sie nicht wachsen, weil sie keinen Frost aushält.


2. Was steckt drin?
Chia-Samen sind nur ein bis zwei Millimeter groß, punkten aber mit ihren Inhaltsstoffen.
Sie liefern …
… fünfmal mehr Kalzium als Milch (für den Fettabbau rund um den Bauch).
… dreimal mehr Eisen als Spinat (für den Sauerstoff-Transport zu den Fettzellen).
… doppelt so viel Kalium wie Bananen (gegen belastende Wasseransammlungen).
… sechsmal mehr Eiweiß als fettarmer Joghurt (sättigt).
Für die Schlank-Wirkung ist auch die enorme Ballaststoffdichte (40 Gramm pro 100 Gramm) wichtig. Dadurch füllen Chia-Samen extrem gut und lange, helfen der Verdauung, binden Giftstoffe und transportieren sie ab.


3. Welche Dosis ist richtig?
Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) hat Chia-Samen Anfang 2013 als "Novel Food" (neuartiges Lebensmittel) zugelassen und empfiehlt pro Tag nicht mehr als 15 Gramm Chia-Samen zu essen. Das sind etwa zwei gestrichene Esslöffel und eine sehr vorsichtige Angabe. US-Behörden halten das Dreifache für unbedenklich und erlauben 48 Gramm pro Tag. Bei den Mayas waren Chia-Samen neben Mais und Bohnen das wichtigste Grundnahrungsmittel.


4. Wie schmecken sie?
Chia-Samen haben keinen Eigengeschmack. Erst wenn man sie röstet, entwickeln sie ein leicht nussig-mohniges Aroma.

5. Wie bereite ich sie zu?

Klassisch werden Chia-Samen mit Wasser verrührt. Je Esslöffel Samen rechnet man 50 ml. Nach 10 bis 15 Minuten entsteht ein Gel mit kleinen dunklen Punkten. Es sieht nicht lecker aus, schmeckt aber absolut neutral. Manche brauchen ein bisschen, um sich an den leichten "Bubble"-Effekt der gequollenen Samen zu gewöhnen. Man kann Chia-Samen aber auch ganz einfach als Topping auf die Gerichte streuen. Wichtig: dann immer Flüssigkeit dazu trinken. Chia-Samen nehmen das Zehnfache ihres Gewichts auf.


6. Was kosten sie?
Inzwischen gibt es Chia-Samen nicht nur in Bioläden oder Reformhäusern, sondern auch in vielen Super- und Drogeriemärkten. Die Preise schwanken fürs kleine 200-Gramm-Paket zwischen 5 und 7 Euro.


7. Wie lange halten sie?
Anders als Leinsamen werden Chia-Samen nicht ranzig, und man kann sie viele Monate lagern. Das angerührte Gel bleibt im Kühlschrank eine Woche gut. Geröstete Chia-Samen behalten außerhalb des Kühlschranks drei Tage ihr Aroma.



So nutzen Sie Chia-Samen



Bild: © iStock

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