07.09.2011

Diät & Abnehmen Die Eskimo-Diät

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Eskimo-Diät? Hört sich nach Winter, Schnee und Eis an. Wir können Sie beruhigen: Diese Schlankheitskur hat weder etwas mit Minusgraden zu tun, noch müssen Sie auf ein warmes Plätzchen in Ihren eigenen vier Wänden verzichten und in ein Iglu ziehen. Aber lesen Sie selbst.

Was kommt bei der Eskimo-Diät auf den Teller?

Bei der Eskimo-Diät muss man sich hauptsächlich von Fisch ernähren. Dabei stehen zwei Arten auf dem Speiseplan, die man idealerweise im Wechsel zu sich nehmen sollte: Zum einen Kaltwasser-Fettfische (zum Beispiel Hering, Makrele oder Lachs), zum anderen magere, eiweißhaltige Fischarten (zum Beispiel Rotbarsch, Seelachs, Steinbeißer, Scholle oder Schellfisch).

Den Fisch isst man bevorzugt am Mittag oder am Abend. Es wird empfohlen, als Beilage Kartoffeln, Reis, Salat und Gemüse zu essen. Zwei Tage in der Woche sollte darüber hinaus auf Fisch verzichtet und nur Gemüse gegessen werden. Morgens darf man übrigens Vollkornbrot oder Müsli essen. Diese kohlenhydratreichen Lebensmittel sind sehr sättigend.

Achtung: Fleisch und Geflügel dürfen bei der Eskimo-Diät nicht verzehrt werden! Auch Alkohol, Zucker und Salz sollten vermieden werden. Und: der Fisch ist natürlich nicht paniert.

Was verspricht die Eskimo-Diät?

Die Eskimo-Diät wird etwa zwei bis vier Wochen durchgeführt. Man soll täglich nicht mehr als 1.200 Kalorien zu sich nehmen. Ab der zweiten Diätwoche sind dann 2.000 Kalorien erlaubt. Wenn man sich an den Diätplan hält, dann soll man schnell einige Pfunde verlieren.

Vorteile der Eskimo-Diät

Besonders die Kaltwasser-Fettfische enthalten mehrfach ungesättigte Omega-3-Fettsäuren. Diese kann der Körper nicht selbst herstellen. Sie kurbeln den Stoffwechsel an. Zudem haben sie eine positive Wirkung auf den Blutdruck und die Gefäßfunktion und senken das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.

Vor allem Fettfische enthalten zudem die fettlöslichen Vitamine A und D. Außerdem sind B-Vitamine und Mineralstoffe wie Kalium und Magnesium in ihnen enthalten sowie Spurenelemente wie Eisen, Selen und Jod. Jod regt die Tätigkeit der Schilddrüse an. Diese spielt wiederum eine wichtige Rolle bei der Stoffwechsel-Aktivität. Die eiweißhaltigen Fische unterstützen darüber hinaus den Muskelaufbau und helfen, bestehende Muskelmasse zu erhalten.

Insgesamt ist die Diät sehr nährstoffreich und leicht verdaulich.

Nachteile der Eskimo-Diät

Für alle, die keinen Fisch mögen, ist diese Diät nicht geeignet. Eine Schlankheitskur diszipliniert durchzuhalten, ist schon schwierig genug - da sollten Sie sich nicht mit Lebensmitteln quälen, die bei Ihnen sonst auch nicht auf den Teller kommen.

Darüber hinaus sollte einem bewusst sein, dass Fisch nicht gerade zu den preislich günstigen Lebensmitteln zählt. Wer nicht die Möglichkeit hat, tagsüber zu kochen, der wird es zudem schwer haben, sich an den Diätplan zu halten. Ist man eventuell auf eine Kantine angewiesen, sollte man davon ausgehen, dass dort nicht jeden Tag Fisch auf dem Speiseplan steht.

Ernährungsexperten bemängeln außerdem an der Diät, dass man auf Dauer zu viel Eiweiß und zu wenig Kohlenhydrate zu sich nimmt.

Fazit: Ausprobieren, ob es klappt

Ob bei der Eskimo-Diät tatsächlich die Pfunde purzeln, lässt sich nicht genau sagen. Man sollte es einfach mal für sich ausprobieren.

Mögen Sie Fisch in allen Variationen, steht einem Test dieser Diät nichts im Weg. Vorausgesetzt natürlich, Sie haben den Willen, täglich frischen Fisch zuzubereiten. Dies ist zwar kein riesiger Aufwand, aber man muss bei der Eskimo-Diät nun mal kochen.

Wichtig ist, dass Sie die Diät nicht über einen längeren Zeitraum durchführen. Nur so ist eine ausgewogene Ernährung garantiert.


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