22.08.2017

Blitzdiät Was ist eine Diätkur und wie kann sie beim Abnehmen helfen?

Eine Detox-Kur erlaubt meist trotzdem die Zufuhr weniger Kalorien.

Foto: iStock/Vesnaandjic

Eine Detox-Kur erlaubt meist trotzdem die Zufuhr weniger Kalorien.

Eine Diätkur wird unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt. Sie zielt auf eine langfristige Verhaltensänderung. Der Patient soll gesund abnehmen.

Diätkur, Fastenkur, Schlankheitskur, Diätreise - es sind Begriffe, die Sie garantiert schon einmal gehört haben, wenn Sie mit Übergewicht kämpfen. Wenn Sie sich nur oberflächlich damit beschäftigt haben, denken Sie vermutlich, eine Diätreise sei nur irgendein Angebot, für das Sie viel Geld bezahlen müssen, das aber keinen dauerhaften Erfolg hat.

Eine Fastenkur rechnen Sie vielleicht sogar eher der Wellness-Sparte zu. Schließlich ist stets die Rede von Entschlackung und dem Ausscheiden von Giftstoffen. Tatsächlich meinen all diese Ausdrücke aber etwas Anderes: Eine Schlankheitskur möchte und kann Personen helfen, die unter starkem Übergewicht leiden, aber bislang nicht erfolgreich abnehmen konnten.

Wie ist eine Diätkur aufgebaut?

Eine Schlankheitskur bzw. Diätreise wird unter medizinischer Aufsicht durchgeführt. Dies bedeutet, dass sie in einem Vorgespräch mit einem Arzt geplant wird. Hier wird beispielsweise festgelegt, ob es sich um eine Fastenkur oder eine Diätkur, bei der beispielsweise nur 1000 Kalorien pro Tag konsumiert werden dürfen, handelt. Auch die Länge der Schlankheitskur wird besprochen.

Das Ziel der Diätkur ist es nicht, drei, vier oder fünf Kilogramm abzunehmen. Stattdessen geht es um eine langfristige Verhaltensänderung des Patienten. Die Diätreise soll deshalb vor allem einen Schulungseffekt haben. Sie essen gesund, führen ein Ernährungstagebuch, um Fehler in der Nahrungsaufnahme oder sonstige Probleme nachlaufend mit einem Arzt finden zu können, und bewegen sich viel.

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Wo wird eine Diätkur gemacht?

Eine Schlankheitskur wird in der Regel in speziellen Hotels absolviert. Jene müssen ausgebildete Diätköche beschäftigen, die sich auf die Zubereitung relevanter Speisen verstehen. Das entsprechende Personal sollte für eine Fastenkur außerdem auch passende Getränke anrichten können. Das Hotel benötigt zudem Sportkurse, um die Bewegungstherapie-Pläne umsetzen zu können. Ausgezeichnete Häuser bieten überdies spezielle Kochkurse an, durch welche die Patienten lernen, richtig zu kochen.

Medizinisches Fachpersonal sollte außerdem regelmäßig vor Ort sein. Gerade, wenn die Diätreise als Fastenkur gemacht wird, ist eine engmaschige Kontrolle wichtig. Sehr gute Häuser bieten außerdem Gespräche mit psychologischem Personal an. Ernährungsprobleme haben häufig nicht nur körperliche Ursachen, sondern werden auch durch den Kopf verursacht.

Wegen dieser hohen Anforderungen wählen Sie den Ort für die Schlankheitskur idealerweise nicht alleine, sondern mit professioneller Beratung aus. Ärzte, die darauf spezialisiert sind, Menschen beim Abnehmen zu helfen, kennen passende Orte für eine erfolgreiche Fastenkur bzw. Diätreise.

Die Diätkur als Teil einer langfristigen Therapie

Von zentraler Bedeutung ist es, dass Sie eine Schlankheitskur bzw. Fastenkur nicht als isolierte Maßnahme begreifen. Die Diätreise ist Teil einer langfristigen Therapie, die sich teilweise über Jahre erstrecken kann. Die Diätkur legt das Fundament, auf dem Sie aufbauen können. Eines der wichtigsten Objekte, das Sie mitnehmen sollten, ist deshalb auch ein Notizbuch. Jenes ermöglicht es Ihnen, alles festzuhalten, was Sie erfahren und gelernt haben.

Als Tipp: Notieren Sie genau, was für Sie gut funktioniert hat (sei es beim Essen, bei den Gesprächen oder beim Sport) und was nicht. Versuchen Sie genau zu ermitteln, weshalb dies so war. Gerade die Probleme torpedieren sonst Ihren weiteren Gewichtsverlust nach der Diätkur.

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Wer bezahlt die Diätreise?

Die Fastenkur bzw. Diätkur kann von der Krankenkasse zumindest teilweise bezahlt werden. Allerdings kommt eine solche Kostenübernahme erst dann in Frage, wenn sie medizinisch als unerlässlich gilt. Manche Kassen machen einen BMI von mindestens 30 hierfür zur Bedingung. Bei anderen liegt der entsprechende Wert bei mindestens 35.

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