26.07.2020 - 17:09

Die Macht der Hormone Wie Hormone unser Gewicht beeinflussen

Beim Abnehmen zählt nicht nur Ernährung und Bewegung: Auch die Hormone sollten in Balance sein.

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Beim Abnehmen zählt nicht nur Ernährung und Bewegung: Auch die Hormone sollten in Balance sein.

Nicht nur die Ernährung, auch unsere Hormone können eine Rolle beim Abnehmen spielen. Wir stellen Ihnen 4 Hormone vor, die direkten Einfluss auf das Gewicht haben.

Selbst wenn Sie sich gesund ernähren und ausreichend bewegen, kann es passieren, dass Abnehmerfolge ausbleiben. Grund hierfür können unsere Hormone sein. Denn diese beeinflussen unter anderem unser Hunger- und Sättigungsempfinden, die Fetteinlagerung und Fettverbrennung. Welche Hormone das Abnehmen beeinflussen und was Sie tun können, um diese Hormone in Balance zu halten, erfahren Sie hier.

Diese Hormone sollten zum Abnehmen in Balance sein

Hormone fungieren als Botenstoffe in unserem Körper. Sie senden Botschaften, wie “Der Magen ist leer, Zeit zu Essen” oder “Es steht zu viel Energie zur Verfügung, Fett einlagern”. Diese Botschaften sind lebenswichtig und regulieren Prozesse unseren Körpers. Doch wenn bestimmte Hormone aus dem Gleichgewicht geraten, kann dies zu Gewichtszunahme oder fehlenden Abnehmerfolgen führen. Unter anderem die folgenden 4 Hormone können das Abnehmen bestimmen:

Insulin: Das Blutzucker-Hormon

Insulin sorgt dafür, dass Zucker aus der Nahrung in die Zellen gelangt und damit der Blutzuckerspiegel gesenkt wird. Gerade ein hoher Konsum von einfachen Kohlenhydraten, wie Süßigkeiten, Gebäck, Pasta und Teigwaren aus Weißmehl, kann dazu führen, dass dieses Hormon aus der Balance gerät. Zu viel Insulin im Blut kann zu Heißhunger führen und gleichzeitig den Fettaufbau fördern, während der Fettabbau gehindert wird.

Um Insulin in Balance zu halten und abzunehmen sind daher komplexe Kohlenhydrate sowie Ballaststoffe wichtig. Diese verhindern Blutzuckerschwankungen und Insulinspitzen. Unter anderem Gemüse, Vollkorngetreide und Hülsenfrüchten sind reich an Ballaststoffen und komplexen Kohlenhydraten.

Ghrelin: Das Hunger-Hormon

Das Hormon Ghrelin beeinflusst die Steuerung des Hungergefühls. Ist der Magen leer, gibt es die Information an das Gehirn, dass es wieder Zeit zu essen ist. Das an sich ist essenziell, schließlich brauchen wir Nahrung, um zu überleben. Allerdings kann Ghrelin aus der Balance geraten, was wiederum am Abnehmen hindern kann.

Ballaststoffreiche Lebensmittel, wie Gemüse, Vollkorngetreide, Hülsenfrüchte und Nüsse, sind eine gute Möglichkeit, um Ghrelin im Zaum zu halten. Sie sättigen länger. Außerdem kann der Schlaf das Hunger-Hormon beeinflussen. Schlafmangel kann die Produktion von Ghrelin erhöhen, während ausreichender Schlaf dazu beitragen kann, es zu senken. Das kann auch das Abnehmen unterstützen.

Leptin: Das Sättigungs-Hormon

Der Gegenspieler zu Ghrelin ist Leptin. Leptin sorgt für unser Sättigungsgefühl. Ist das Hormon aus der Balance, kann das dazu führen, dass wir mehr essen, als wir eigentlich benötigen. Das ist nicht gerade das, was man zum Abnehmen gebrauchen kann. Doch es gibt Möglichkeiten, um Leptin in Balance zu halten.

Genauso wie Ghrelin, so kann auch Leptin durch den Schlaf beeinflusst werden. Sorgen Sie also für ausreichend Schlaf und eine erholsame Nachtruhe, wenn Sie gerne ein paar Pfunde loswerden möchten. Auch wichtig: Wenn Sie im Rahmen einer Diät zu wenig essen, hindert dies die Ausschüttung des Sättigungshormons, was wiederum zu einem andauerndem Hungergefühl führen kann. Achten Sie also auch im Rahmen von Diäten auf eine ausreichende Menge an Nahrung.

Cortisol: Das Stress-Hormon

Vielleicht kennen Sie das: In stressigen Phasen greifen Sie vermehrt zu Naschereien, wie Schokolade oder Chips – Stressessen kommt häufig vor. Das alleine kann bereits das Abnehmen hindern. Hinzu kommt aber auch, dass bei Dauerstress zu viel Cortisol ausgeschüttet wird. Das Stresshormon kann ein richtiger Dickmacher sein, da es die Fettverbrennung hemmt.

Wichtig ist daher: Stress reduzieren, um abzunehmen bzw. auf ausreichend Pausen und Entspannung achten. Sport und Bewegung können Stress reduzieren, genauso wie ausreichend Schlaf oder auch Entspannungstechniken, wie Meditation und Achtsamkeit.

Fazit: Achten Sie auf Ihren Hormonhaushalt

Hormone spielen beim Abnehmen eine durchaus wichtige Rolle. Mittlerweile gibt es sogar Diätansätze, wie die Hormon-Diät, die sich explizit auf den Hormonhaushalt fokussieren. Sind Hormone, wie Insulin, Ghrelin, Leptin oder Cortisol, aus der Balance, so können Sie sowohl für verstärkte Hungergefühle sorgen, den Fettaufbau fördern und den Fettabbau hemmen.

Die gute Nachricht: Sie können Ihre Hormone beeinflussen. Sowohl die Ernährung, als auch der Lebensstil sind dabei ausschlaggebend.

Sie möchten nachhaltig abnehmen? Informieren Sie sich auf unserer Diäten-Themenseite über verschiedenste Ansätze. Effektive Entspannungtipps haben wir außerdem auf unserer Themenseite Entspannung und Stressbewältigung für Sie.

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