10.12.2018

Nachgehakt! Wie gefährlich ist Bauchfett wirklich?

Bauchfett ist für viele Frauen und Männer lästig. Das Bauchfett sollte jedoch nicht aus optischen Gründen ein Dorn im Auge sein, sondern aus gesundheitlichen.

Foto: iStock/KatarzynaBialasiewicz

Bauchfett ist für viele Frauen und Männer lästig. Das Bauchfett sollte jedoch nicht aus optischen Gründen ein Dorn im Auge sein, sondern aus gesundheitlichen.

Bauchfett wünschen sich viele aus optischen Gründen weg. Dabei wiegen die gesundheitlichen Vorteile viel schwerer, denn viel Bauchfett kann das Krankheitsrisiko erhöhen. Erfahren Sie, warum zu viel Bauchfett ungesund ist.

Fett ist nicht gleich Fett! Das gilt nicht nur bei Speiseölen und Streichfetten, sondern auch beim Körperfett. Denn tatsächlich gibt es unterschiedliche Arten von Fettgewebe im Körper. Eine Art Fettgewebe soll das Risiko diverser Krankheiten besonders fördern und dieses befindet sich rund um die Körpermitte: Bauchfett. Warum und ab wann Bauchfett als ungesund und sogar gefährlich erfahren Sie hier.

Bauchfett und Unterhautfett: Das sind die Unterschiede

Es wird zwischen zwei Arten Fettgewebe unterschieden:

  • Subkutanes Fettgewebe: Das Fettgewebe, das sich direkt unter der Haut befindet und hier eine isolierende, schützende und wärmende Funktion hat sowie als Energiespeicher dient.
  • Viszerales Fettgewebe: Dabei handelt es sich um das Bauchfett, das sich rund um die Organe der Bauchregion, unter anderem Darm und Leber, bildet.

Während das Unterhautfettgewebe eher passiv ist, gilt das Bauchfettgewebe als ziemlich aktiv, was Stoffwechsel und Hormonausschüttung angeht. Welche Funktionen Bauchfett genau übernimmt ist noch nicht in der Gänze geklärt – es soll unter anderem als Abwehr gegenüber Krankheitserregern dienen. Doch zu viel Bauchfett soll sich negativ auf unseren Körper auswirken und das Risiko diverser Krankheiten begünstigen können.

Krankheitsauslöser aus der Körpermitte: Bauchfett begünstigt Diabetes & Co

Im Bauchfett werden diverse Botenstoffe gebildet, die unter anderem die Insulinausschüttung beeinflussen, vermehrt Fettsäuren ins Blut abgeben sowie Entzündungen fördern können. Ist zu viel Bauchfett vorhanden kann dies das Risiko von Krankheiten erhöhen.

So wurde unter anderem ein Zusammenhang zwischen einer größeren Menge Bauchfett und Diabetes mellitus festgestellt, da sich Bauchfett auf die Insulinausschüttung auswirkt. Auch Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Arteriosklerose sollen durch Bauchfett begünstigt werden, da durch das viszerale Bauchfett vermehrt Fettsäuren in die Blutbahnen gelangen sollen. Außerdem kann eine große Menge Bauchfett Entzündungen im Körper begünstigen und soll sogar das Krebsrisiko erhöhen.

Bauchfett: Wie viel ist zu viel?

Tatsächlich tendieren Männer eher zu Bauchfett als Frauen. So sollen hierbei die Geschlechtshormone eine Rolle spielen, die dafür sorgen, dass Männer eher Fettgewebe rund um die Bauchgegend bildet, während bei Frauen eher an Hüften, Po und Oberschenkel ansetzen. Nichtsdestotrotz können auch Frauen zu viel Bauchfett bekommen, was gesundheitliche Folgen mit sich bringen kann.

Tatsächlich ist der Body Mass Index (BMI) kein guter Indikator, wenn es um Bauchfett geht. Denn der BMI ordnet das Gewicht ein, nicht jedoch die Fettverteilung. Außerdem kann sogar bei einem nicht übergewichtigen Menschen ein erhöhtes Maß an Bauchfett vorhanden sein.

Um die Menge an Bauchfett einschätzen zu können dient unter anderem der Bauchumfang. Hierbei wird ungefähr auf Höhe der Taille der Umfang des Bauches mit einem Maßband gemessen. Kritisch soll es gemäß Experten werden, wenn der Bauchumfang bei Männern über 102 cm und bei Frauen über 88 cm liegt – wobei da auch die Körpergröße eine Rolle spielt. Dann kann die Menge an Bauchfett tatsächlich ungesund und gefährlich werden. Noch aussagekräftiger soll allerdings das Taille-zu-Körpergröße-Verhältnis sein.

Fazit: Bauchfett verlieren hat gesundheitliche Vorteile

Ein Zuviel an Bauchfett zu verlieren sollte tatsächlich nicht nur der Optik wegen angestrebt werden, sondern vielmehr aufgrund der gesundheitlichen Vorteile. Denn das Risiko diverser Beschwerden und Krankheit kann dadurch verringert werden. Dabei wird am besten nicht auf eine Crash-Diät gesetzt, sondern auf eine insgesamt gesunde und ausgewogene Ernährungsweise umgestellt, die den Bauchumfang langfristig reduziert.

Um Ihnen und Ihrer Gesundheit etwas Gutes zu tun, haben wir Tipps mit denen Sie überschüssiges Bauchfett loswerden.

Noch mehr Tipps von unserer Kolumnistin Natürlich Nadine rund um die Themen Gesundheit, Ernährung und Diäten finden Sie auf unseren Themenseiten. Dort erfahren Sie auch mehr über das Thema Diabetes.

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