05.11.2018

Natürlich Nadine Schlanke Nachtruhe: Wie Schlaf beim Abnehmen hilft

Können wir im Schlaf abnehmen? Wirkt sich der Schlaf auf unser Gewicht aus und wieviel Nachtruhe ist sinnvoll? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.

Foto: iStock/Mladen Zivkovic

Können wir im Schlaf abnehmen? Wirkt sich der Schlaf auf unser Gewicht aus und wieviel Nachtruhe ist sinnvoll? Antworten auf diese Fragen finden Sie hier.

Schlaf macht nicht nur schön, sondern auch schlank! Erfahren Sie, welche Auswirkungen Schlafgewohnheiten auf Ihr Gewicht haben und wie eine schlanke Nachtruhe aussieht.

Im Schlaf abnehmen: Das wäre doch ein Traum, oder?! So weit hergeholt ist das gar nicht, denn tatsächlich können sich Schlafgewohnheiten auf unser Gewicht auswirken. So ist es wissenschaftlich belegt, dass Schlafmangel das Hungergefühl steigert. Was das genau bedeutet, wieso Sie im Rahmen einer Diät auch auf Ihre Schlafgewohnheiten achten sollten und wie Sie für einen erholsamen und figurfreundlichen Schlaf sorgen, erfahren Sie hier.

Wie Sie im Schlaf abnehmen – oder zunehmen!

Wenn Sie Gewicht verlieren möchten oder unter Heißhungerattacken leiden, kann sich ein Blick auf Ihre Schlafgewohnheiten lohnen. So konnten US-Wissenschaftler aufzeigen, dass Menschen, die weniger als 8 Stunden am Tag schlafen, zu einem höheren Body-Mass-Index (BMI) neigen.

Die Dauer und Qualität der nächtlichen Ruhe beeinflussen, wie wir uns am nächsten Tag fühlen und dementsprechend, wie unser Hungergefühl und Verlangen nach Essen aussieht. Gleichzeitig wirkt sich die Schlafdauer auch auf unsere Hunger- und Sättigungshormone aus, wie die US-Wissenschaftler herausgefunden haben.

Schlafmangel: Müdigkeit durch Essen kompensieren

Wenn wir wenig oder unruhig schlafen, so sind wir am nächsten Tag meist müde und ausgelaugt. Kurz: Es fehlt uns an Energie. Da uns Essen Energie gibt, kann sich Müdigkeit durchaus in einem Hungergefühl äußern. Nach einer schlaflosen Nacht, kann es also sein, dass Sie mehr Lust auf Essen verspüren, obwohl Sie im Endeffekt eigentlich nur müde sind.

Wenn möglich, dann versuchen Sie den Schlafmangel anstatt mit einem Mehr an Essen, mit einem kurzen “Power Nap“ (zu Deutsch “Kraftschlaf“ bzw. Mini-Schlaf) auszugleichen – 15 bis 20 Minuten können hier schon Wunder bewirken. Auch ein kurzer Spaziergang an der frischen Luft bringt den Kreislauf wieder in Schwung und schützt vor dem Konsum zusätzlicher Kalorien.

Schlaf beeinflusst unser Hunger- und Sättigungsgefühl

Nicht nur der Energiemangel, der durch fehlenden Schlaf entsteht, kann sich auf unser Hungergefühl auswirken, sondern auch die Zusammenstellung unsere Hormone. US-Wissenschaftler haben aufgezeigt, dass bei einer Schlafdauer von weniger als 8 Stunden, die Zusammensetzung der Hunger- und Sättigungshormone mit erhöhter Wahrscheinlichkeit gestört ist. So soll durch zu wenig Schlaf das Sättigungshormon Leptin sinken, während das Hungerhormon Grehlin nach oben geht. Kur gesagt: Wir verspüren mehr Hunger.

Nach einer kurzen Nacht kann es also gut sein, dass Sie hormonell mehr Kalorien zu sich nehmen, was sich langfristig natürlich auf das Gewicht auswirken kann. Auf der anderen Seite, kann ein erholsamer und langer Schlaf dafür sorgen, dass Sie am nächsten Tag weniger Hunger verspüren und schneller satt sind. Und so kann der Schlaf beim Abnehmen unterstützen.

Abnehmen im Schlaf: Für eine schlanke Nachtruhe sorgen

Um von den positiven Auswirkungen auf das Gewicht durch den Schlaf zu profitieren, sollten Sie für eine eine erholsame Nachtruhe sorgen. Der Schlüssel liegt zunächst einmal in der Schlafdauer. Sorgen Sie im Durchschnitt für 7 bis 8 Stunden Schlaf. Wenn Sie früh raus müssen, dann bedeutet dies, früher ins Bett zu gehen. Wenn Sie normalerweise recht spät ins Bett gehen, kann es helfen, die Zubettgehzeit im 15-Minuten-Takt anzupassen. Gehen Sie eine Woche lang 15 Minuten früher ins Bett als sonst, in der nächsten Woche wieder 15 Minuten früher, usw.

Achten Sie außerdem auf die folgenden Tipps für eine erholsame Nacht und somit Schlaf, in dem Sie gleichzeitig abnehmen:

  • Nicht zu spät essen: Denn spätes Essen kann für eine unruhige Nacht sorgen.
  • Nicht zu schwer essen: Schweres Essen liegt schwer im Magen – vor allem am Abend.
  • Verdauungsspaziergang nach dem Abendessen: Das sorgt dafür, dass das Abendessen vor dem Zubettgehen besser verdaut wird und den Darm über Nacht nicht so sehr belastet.
  • Kein Alkohol vorm Schlafengehen: Alkohol stört die Nachtruhe und eine gestörte Nachtruhe kann sich auf das Gewicht auswirken. Trinken Sie am Abend besser noch einen Tee und Wasser. Diese Getränke helfen zusätzlich beim Abnehmen im Schlaf
  • Keine elektronischen Geräte mehr vorm Schlafengehen: Lassen Sie Handy, Laptop & Co. Außerhalb des Schlafzimmers. Zusätzliche Informationen direkt vorm Schlaf können das Einschlafen hindern. Und auch das Bildschirmlicht beeinflusst unser Einschlafen.
  • Ausreichend frische Luft: Frische Luft fördert den Schlaf. Lüften Sie das Schlafzimmer also vor dem Zubettgehen nochmal gründlich durch.

Hier finden Sie weitere Tipps für einen schlanken Schlaf!

Fazit: Ausreichend Schlaf kann sich positiv auf das Gewicht auswirken

Tatsächlich sollten Sie im Rahmen einer Diät nicht nur einen Blick auf Ihren Speiseplan, sondern auch auf Ihre Schlafgewohnheiten werfen. Denn der Schlaf kann sich merklich auf Ihr Hungergefühl und somit auch auf Ihr Gewicht auswirken. Ausreichend Schlaf und eine erholsame Nacht sind somit wesentlich für die schlanke Linie und so kann erholsamer Schlaf beim Abnehmen helfen...

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Weitergehende Infos zum Thema finden Sie hier: US National Library of Medicine National Institutes of Health und natürlich auf unserer Themenseite Diäten

Noch mehr Ernährungsratgeber der Kolumnistin finden Sie bei Natürlich Nadine.

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