10.04.2018

Ernährungsumstellung Ernährungstagebuch: Abnehmen mit Überblick

Ein Ernährungstagebuch hilft dabei, die eigenen Essgewohnheiten aufdecken und verändern zu können. Lesen Sie, wie Sie nicht mehr in die Jo-Jo-Falle tappen.

Foto: iStock/psphotograph

Ein Ernährungstagebuch hilft dabei, die eigenen Essgewohnheiten aufdecken und verändern zu können. Lesen Sie, wie Sie nicht mehr in die Jo-Jo-Falle tappen.

Der erste Schritt zur Wunschfigur ist das Aufdecken ungesunder Gewohnheiten. Mit dem Ernährungstagebuch nehmen Sie gezielt und gesund ab. Erfahren Sie wie!

Ein Grund, warum viele Diäten mit dem berühmt-berüchtigten Jo-Jo-Effekt enden, ist, dass sich alte Gewohnheiten wieder einschleichen. Leider sind das meist die schlechten, ungesunden und kalorienreichsten Gewohnheiten, wie das Crossaint zum zweiten Frühstück, der tägliche Softdrink, die Gummibärchen zwischendurch und so weiter. Mit dem Ernährungstagebuch decken Sie genau diese Gewohnheiten auf und können Sie nachhaltig verändern. Damit wird Ihre Ernährung verbessert und Sie gelangen auf Dauer zu Ihrem Wohlfühlgewicht.

So hilft Ihnen das Ernährungstagebuch beim gesunden Abnehmen

Das Ernährungstagebuch schafft Bewusstsein und bringt Licht in Ihre täglichen Essgewohnheiten. Sie können damit nicht nur schlechte Gewohnheiten und Dickmacher aufdecken, sondern auch viel leichter feststellen, ob Sie zu einseitig, zu ungesund oder auch insgesamt viel zu viel essen. Denn oftmals fällt uns gar nicht auf, wie viel wir jeden Tag zu uns nehmen – und zwar nicht nur das Essen, sondern auch das Trinken! Das Wichtige ist, dass Sie in Ihrem Ernährungstagebuch wirklich ALLES notieren.

Ernährungstagebuch führen: So geht's richtig!

Ein Ernährungstagebuch zu führen bedeutet im ersten Schritt reine Beobachtung Ihrer alltäglichen Ernährung. Der schöne Nebeneffekt ist allerdings fast von Anfang an, dass Sie schon alleine durch das Beobachten und Dokumentieren Ihrer Ernährung bewusster und meist auch weniger essen. Denn wenn Sie erst einmal darauf achten, fragen Sie sich zweimal, ob Sie die Tafel Schokolade vorm Fernseher nun wirklich essen möchten.

Wir haben Ihnen die fünf ungesündesten Essgewohnheiten zusammengestellt. Finden Sie sich wieder?

Nehmen Sie sich eine Woche lang vor, Ihre Ernährung und Ihr Essverhalten zu notieren. Legen Sie sich hierfür ein Notizbuch an, benutzen Sie einzelne Blätter oder nutzen Sie Ihren Computer oder das Handy und notieren Sie jegliche Form von Essen und Trinken – auch den Kaffee mit Milch und drei Stücken Zucker zwischendurch!

Am besten, Sie teilen Ihr tägliches Essen in:

  • Frühstück
  • 2. Frühstück/Vormittagssnack
  • Mittagessen
  • Nachmittagssnack
  • Abendessen
  • Abendsnack

Notieren Sie sich schriftlich zu jedem Essen die folgenden Punkte:

  • Essen & Getränke: Was haben Sie gegessen/getrunken? Seien Sie hier so präzise wie möglich und notieren sich auch die ungefähre Menge.
  • Uhrzeit: Wann haben Sie gegessen/getrunken?
  • Grund: Warum haben Sie gegessen? Hatten Sie wirklich Hunger? Wenn ja, wie stark? Vielleicht hatten Sie auch nur Appetit, Ihnen war gerade langweilig oder Sie hatten Stress.
  • Befinden: Wie ging es Ihnen nach dem Essen? Wie satt waren Sie? Hatten Sie irgendwelche Beschwerden, wie Magengrummeln oder einen Blähbauch?

Solch ein Tagebuch kann dabei helfen, die Ernährung langfristig und erfolgreich umstellen zu können. Wir zeigen in vier Schritten, wie auch Ihnen die Ernährungsumstellung gelingt.

Bilanz ziehen: So werten Sie Ihr Ernährungstagebuch aus

Nachdem Sie eine Woche lang Ihr Ernährungstagebuch geführt haben, werten Sie es aus, indem Sie sich folgende Fragen stellen:

Wie war die Woche mit Ernährungstagebuch? Konnten Sie bereits etwas verändern? Was war das? Oder ist Ihnen schon etwas aufgefallen, was Sie gezielt verändern könnten?

  • Wie oft und in welcher Menge haben Sie Süßigkeiten, Knabbereien und andere Dickmacher gegessen?
  • Haben Sie oft Fast Food/Fertiggerichte gegessen? Wie ging es Ihnen danach?
  • Wie viel Alkohol haben Sie getrunken?
  • Haben Sie genügend gesunde Lebensmittel wie frisches Gemüse, Obst, Salat und andere pflanzliche Nahrungsmittel, mageres Fleisch und Fisch, Vollkornprodukte usw. gegessen?
  • Wie oft haben Sie zwischen den Hauptmahlzeiten gegessen und war dies tatsächlich nötig?
  • Wie oft haben Sie aus anderen Gründen als tatsächlichen Hunger gegessen? Was waren diese Gründe?
  • Wie oft haben Sie zu viel bzw. über Ihre Sättigung hinaus gegessen? Und wie haben Sie sich danach gefühlt?
  • Nach welchen Nahrungsmitteln/Getränken hatten Sie auffällige Beschwerden? Was für welche?
  • Wie regelmäßig haben Sie gegessen? Wann haben Sie gefrühstückt? Wie spät haben Sie zu Abend gegessen?

Aus dieser Auswertung ergeben sich sicherlich einige Ansatzpunkte, die Sie gezielt angehen können, um sich kalorienärmer, gesünder und ausgewogener zu ernähren.

Nehmen Sie sich nach und nach einzelne Ansatzpunkte aus Ihrer Bilanz vor: So könnten Sie beispielsweise damit beginnen, weniger zwischen den Hauptmahlzeiten zu essen, weniger oder keinen Zucker in Ihren Kaffee zu geben, nur zu essen, wenn Sie tatsächlich Hunger haben, mehr Gemüse zu essen und so weiter.

Fazit: Gezielt Abnehmen mit dem Ernährungstagebuch

Das Ernährungstagebuch ist eine gezielte, individuelle und gesunde Möglichkeit, um zu Ihrer Wunschfigur oder generell zu einer gesünderen Ernährungsweise zu gelangen. Mit dem Ernährungstagebuch erlangen Sie Klarheit und Bewusstsein über Ihre Ernährungsweise und vor allem über die schlechten Gewohnheiten und Dickmacher und können diese gezielt angehen. Das Schöne: Sie können gleich heute ohne Aufwand mit Ihrem Ernährungstagebuch beginnen!

Viele wertvolle Ratgeber, Rezepte, Tipps und Tricks rund um eine gesunde und ausgewogene Lebens- und Ernährungsweise finden Sie auf unserer umfangreichen Themenseite zu Diäten. Weitere Beiträge der Autorin und Ernährungsexpertin gibt es bei Natürlich Nadine.

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