05.04.2018 - 15:50

Genau nachgefragt! Wie gesund ist Brot?

Die Brotzeit gehört bei vielen zum Alltag, ob zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen. Vor allem in Deutschland haben wir die Qual der Wahl zwischen etlichen Brotsorten. Doch welches Brot ist wirklich gesund, und welches scheint nur so? Erfahren Sie es hier mehr!

Foto: iStock/Edalin

Die Brotzeit gehört bei vielen zum Alltag, ob zum Frühstück, Mittag- oder Abendessen. Vor allem in Deutschland haben wir die Qual der Wahl zwischen etlichen Brotsorten. Doch welches Brot ist wirklich gesund, und welches scheint nur so? Erfahren Sie es hier mehr!

Ist der Deutschen liebstes Grundnahrungsmittel wirklich so gesund? Erfahren Sie, was Sie beim Kauf und Verzehr von Brot beachten sollten.

Frühstücksbrot, Pausenbrot, Abendbrot, Brotzeit - die Deutschen lieben ihr Brot. 1.793.000 Tonnen Brot gingen 2016 über den Warentisch und zwar in den unterschiedlichsten Varianten: dunkles Brot, helles Brot, Vollkornbrot, Sauerteigbrot, Brot aus Weizen, Dinkel, Roggen, Emmer und so weiter. Die Liste ist gefühlt unendlich. Und auch wenn Brot als eines unserer Grundnahrungsmittel gilt, bleibt die Frage: Wie gesund ist Brot wirklich? Ich stelle Ihnen die Faktoren vor, die darüber entscheiden, ob Brot gesund oder ungesund ist. Entdecken Sie alle wichtigen Antworten auf die Brot-Fragen.

Die Zutaten entscheiden, ob Brot gesund oder ungesund ist

Zunächst einmal entscheiden natürlich die Zutaten darüber, wie gesund Brot ist. Je qualitativ hochwertiger und naturbelassener das Getreide ist, umso gesünder ist grundsätzlich das Brot.

  • Vollkornbrot, das zu mindestens 90 Prozent aus Mehl aus dem vollen Korn hergestellt ist, liefert viele Mineral-, Ballast- und andere Nährstoffe. Dadurch hält Vollkornbrot auch länger satt.
  • Weißbrot hingegen, liefert vor allem einfache Kohlenhydrate, sowie Stärke. Hier fehlen wichtige Nährstoffe und außerdem hält Weißbrot meist nicht lange satt. Blutzuckerschwankungen und Heißhunger können die Folge sein. Diese Wirkung ist meist auch der Grund, warum Weißbrot als Dickmacher gilt.

Grundsätzlich gilt die Regel, je dunkler das Brot, desto gesünder ist es. Allerdings sollten Sie beim Kauf von Brot immer nachfragen, ob es sich um Vollkornbrot handelt, denn teilweise wird Weißbrot dunkel eingefärbt, um gesünder auszusehen. Außerdem sollten Sie darauf achten, ob ihnen Vollkornbrot bekommt, denn nicht jeder verträgt es.

Je traditioneller die Herstellung, umso gesünder das Brot

Traditionell braucht die Herstellung von Sauerteig drei Tage. Heutzutage gibt es Teigmischungen, die innerhalb wenigen Stunden fertig sind. Allerdings dauert die ursprüngliche Herstellung von Brot nicht ohne Grund so lange. Denn nur durch ausreichend Zeit und Ruhe im Rahmen der Brotherstellung, werden bestimmte Stoffe des Teigs abgebaut, die für die Bekömmlichkeit und Verträglichkeit von Brot entscheidend sein können. Werden diese Stoffe nicht abgebaut, können sie zu Verdauungsbeschwerden und Blähungen führen. Insbesondere Menschen mit Reizdarm haben hier Probleme.

Hinzu kommt, dass industriell und maschinell hergestelltem Brot oft chemische Zusätze, Konservierungsstoffe, künstliche Inhaltsstoffe und ähnliches zugefügt werden. Auch Zucker oder Sirup wird häufig beigefügt, was Brot aus Massenware tendenziell ungesünder macht.

Je traditioneller die Herstellung, desto gesünder ist das Brot. Kaufen Sie Ihr Brot daher am besten beim Bäcker des Vertrauens und fragen Sie ruhig nach dem Herstellungsprozess. Achten Sie bei abgepackten Produkten auf die Zutatenliste. Wenn Sie ganz sicher gehen wollen, ein gesundes Brot auf dem Teller zu haben, dann probieren Sie doch mit unseren Rezepten Ihre Brötchen selber zu backen.

Das Brot ist schon zu trocken? Werfen Sie es nicht weg! Mit diesen Rezepten findet altes Gebäck noch einen Zweck:

Die Sache mit dem Gluten

Immer mehr Menschen scheinen heutzutage an Glutenunverträglichkeit oder sogar Glutenintoleranz – Zöliakie – zu leiden. Hierbei handelt es sich um ein Klebereiweiß, dass in vielen Getreidesorten enthalten ist. Sollten auch Sie vom Verzehr von Brot und anderen Backwaren Bauchschmerzen und ähnliche Beschwerden bekommen, so sollten Sie es mit dem Verzehr besser sein lassen.

Zu den glutenhaltigen Getreidesorten zählen Weizen, Dinkel, Roggen, Gerste, Emmer, Kamut und auch Einkorn. Mittlerweile gibt es allerdings auch glutenfreies Brot. Dieses wird zum Beispiel aus glutenfreiem Buchweizen, Hirse, Mais, Reis oder auch Teff hergestellt. Auf unserer Themenseite erfahren Sie mehr zur glutenfreien Ernährung und dem Kochen und Backen ohne Gluten.

Den Brotbelag nicht vergessen

Das Brot an sich kann noch so traditionell, mit naturbelassenen und qualitativ hochwertigen Zutaten hergestellt werden, wenn Sie dann allerdings überzuckerten, künstlich hergestellten Aufstrich oder ähnliches auf Ihr Brot schmieren, ist es auch nicht mehr gesund. Legen Sie daher unbedingt ein Augenmerk auf das, was auf Ihr Brot kommt und gestalten Sie auch den Aufstrich oder Belag gesund, naturbelassen und ausgewogen.

Entdecken Sie leckere und kalorienarme Brotaufstriche, die Abwechslung in Ihre Brotzeit bringen.

So wird Ihr Brotverzehr gesund

Damit Ihr tägliches Brot zu einem gesunden Bestandteil Ihrer Ernährung wird, achten Sie auf die folgenden fünf Punkte:

  1. Zutaten: Achten Sie grundsätzlich auf Vollkorn und qualitativ hochwertige Zutaten in Ihrem Brot.
  2. Herstellung: Die Herstellung Ihres Brotes sollte traditionell sein und dem Teig ausreichend Zeit geben.
  3. Bekömmlichkeit: Beobachten Sie, wie gut Ihnen Brot und welche Getreidesorten Ihnen bekommen und ob Sie ggf. eine Glutenunverträglichkeit haben.
  4. Belag: Gestalten Sie Ihren Brotbelag oder -aufstrich genauso gesund und naturbelassen wie das Brot selbst.
  5. Menge: Übertreiben Sie es mit dem Brotverzehr nicht. Wie immer, entscheidet auch die Menge eines Lebensmittel über gesund oder ungesund. 3 bis 4 Scheiben Brot pro Tag sind in Ordnung. Wechseln Sie hier auch zwischen Brotsorten, um möglichst verschiedene Nährstoffe zu sich zu nehmen.

Benötigen Sie weitere Hilfe, um entscheiden zu können, ob ein bestimmtes Brot gesund oder ungesund ist? In unserer Übersicht erfahren Sie, wie viele Kalorien Brot bzw. die verschiedenen Brotsorten haben.

Übrigens gibt unser Experte Dr. Wimmer auch noch ein paar Tipps zu Vollkornbrot:

Mit Vollkornbrot abnehmen?

Abnehmen ohne sich zu bewegen – ein Traum wird wahr! Ist doch gar nicht möglich, völliger Quatsch, denken Sie jetzt vielleicht. Doch, ist es, sagt Dr. Wimmer. Dass Vollkornbrot gesünder ist als Weißbrot, wissen wir schon seit einigen Jahren. Es macht länger satt und ist gut für den Darm und die Verdauung. Wie man damit aber auch noch abnehmen kann, sehen Sie im Video.

BdF Dr. Wimmer über Vollkornbrot

BdF Dr. Wimmer über Vollkornbrot

Beschreibung anzeigen

Entdecken Sie weitere Kolumnen von Natürlich Nadine, u. a. über verschiedene gesunde Ernährungs- und Lebensweisen und Wege zur Ernährungsumstellung.

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Die neuesten Videos von BILD der FRAU

Beschreibung anzeigen