29.03.2018

Natürlich Nadine Kleines Kräuterlexikon: 10 heimische Heilpflanzen

Der ideale Ratgeber für Ihre Hausapotheke: Mit unserem Kräuterlexikon lernen Sie zehn heimische Heilkräuter kennen, mit denen Sie unterschiedliche Beschwerden und Krankheiten natürlich behandeln können.

Foto: iStock/kerdkanno

Der ideale Ratgeber für Ihre Hausapotheke: Mit unserem Kräuterlexikon lernen Sie zehn heimische Heilkräuter kennen, mit denen Sie unterschiedliche Beschwerden und Krankheiten natürlich behandeln können.

Gegen alles ist ein Kraut gewachsen – auch bei uns! Lernen Sie in diesem kleinen Kräuterlexikon zehn heimische Kräuter und deren gesundheitsfördernde Wirkungen kennen.

Wer braucht schon Superfoods, wenn es heimische Kräuter gibt? Brennnessel, Mariendistel, Löwenzahn & Co. unterstützen und helfen bei den verschiedensten Beschwerden. Ob Blasenentzündung, Immunschwäche, Erkältung, Verdauungsstörungen, Lebererkrankungen, Herzleiden: Unseren heimischen Kräutern wird so einiges an Heilwirkung nachgesagt. Lernen Sie in diesem Kräuterlexikon zehn besondere Heilkräuter kennen, welche Beschwerden sie lindern, und wie sie die Kräuter verwenden können.

Heimisches Kräuterlexikon: Diese Heilkräuter wachsen vor der Haustür

Am besten sammeln Sie die Heilkräuter aus unserem Lexikon bei Ihrem nächsten Spaziergang selbst. Achten Sie dabei nur darauf, dass Sie die Blätter und Blüten nicht am unmittelbaren Straßenrand und auch nicht am Wegrand pflücken, da sich hier der ein oder andere Hund womöglich ein Fleckchen gesucht hat.

1. Brennnessel: Gut für Blut, Blase & Nieren

Brennnessel zählt sicherlich mit zu den bekanntesten heimischen Kräutern und wurde schon von Hippokrates, Hildegard von Bingen und Paracelsus bei diversen Beschwerden eingesetzt.

Aufgrund der Inhaltsstoffe – u. a. Eisen und Vitamin C – hat die Brennnessel eine blutreinigende und blutbildende Wirkung. Klassischerweise wird das Kraut außerdem bei Blasen-, und Nierenentzündung, aber auch bei anderen Harnwegserkrankungen eingesetzt und soll Wassersucht mildern. Die Brennnessel wirkt entgiftend und entsäuernd. Äußerlich angewendet, hilft sie bei Ekzemen, Ausschlägen und anderen Hautkrankheiten.

Verwendung: Brennnesselblätter können Sie wunderbar als Tee trinken. Sie können die frischen Blätter aber auch in eine Suppe oder einen Smoothie geben. Geröstete Brennnesselblätter machen sich auch gut als Topping für einen Salat. Die Brennnessel sollten Sie aufgrund ihrer harntreibenden Wirkung allerdings nicht unbedingt am Abend zu sich nehmen, da dies über Nacht zu Harndrang führen kann.

Sie leiden insbesondere an Blasenentzündungen? Im Video sehen Sie die besten Hausmittel gegen das Leiden:

Hausmittel gegen Blasenentzündung

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2. Mariendistel: Das ultimative Mittel für die Leber

Disteln und speziell die Mariendistel sind das Mittel für die Leber schlechthin, da sie das Entgiftungsorgan sowohl schützen und stärken als auch anregen. Die Mariendistel wird daher bei Leberschwäche, Leberverfettung oder auch im Rahmen einer Entgiftung eingesetzt. Auch bei Gallenproblemen soll sie unterstützend wirken.

Verwendung: Das Kraut mit der violetten Blüte wächst oft wild am Wegrand. Verwendet werden die Samen, die als Tinktur verarbeitet werden. Mariendistelsaft gibt es auch im Reformhaus.

3. Spitzwegerich: Hilft bei Husten und Erkältung

Spitzwegerich findet sich häufig als Zutat in Hustensaft, denn dem Heilkraut wird eine reizmildernde Wirkung nachgesagt. Auch bei Erkältung sollen die schleimlösenden, entzündungshemmenden und immunstärkenden Eigenschaften von Spitzwegerich helfen. Äußerlich angewendet, hilft das Heilkraut bei Ekzemen und kann die Wundheilung unter anderem aufgrund der blutstillenden Wirkung unterstützen.

Verwendung: Spitzwegerich kann gut als Tee getrunken oder Tinktur eingenommen werden. Sie können die frischen Blätter auch in einen Smoothie geben. Äußerlich kann das Kraut als Umschlag und auch als Zusatz für ein Bad eingesetzt werden.

4. Baldrian: Das natürliche Beruhigungsmittel

Baldrian wurde schon von unserer Großmutter gern bei Schlafstörungen eingesetzt. Kein Wunder, denn das Heilkraut hat eine beruhigende und krampflösende Wirkung. Daher findet es auch bei Nervosität und innerer Unruhe sowie Magenkrämpfen und anderen Magenbeschwerden Einsatz.

Verwendung: Sie können sowohl die Wurzel als auch die Blüten von Baldrian benutzen – und das Ganze als Tee, aber auch als Tinktur einnehmen. Auch ein Entspannungsbad mit Baldrianwurzel vorm Schlafengehen kann Wunder bewirken!

5. Johanniskraut: Das natürliche Antidepressivum

Johanniskraut wird gerne als natürliches Mittel gegen Depressionen und Nervosität eingesetzt. Das Kraut mit den leuchtend gelben Blüten hat eine stimmungsaufhellende und (nerven-)beruhigende Wirkung. Außerdem wird Johanniskraut eine schmerzstillende und krampflösende Wirkweise nachgesagt. Johanniskraut fördert die Lichtaufnahme über die Haut, kann daher jedoch auch die Sonnenbrandgefahr erhöhen.

Verwendung: Johanniskraut kann als Tee, Tinktur oder Öl eingenommen werden oder auch in Form von Tropfen.

Mit unserem Kräuterlexikon können Sie von der heilenden Kraft der Natur profitieren. Entdecken Sie auf unserer umfangreichen Themenseite weitere Mittel der Naturheilkunde, die bei unterschiedlichen Krankheiten und Beschwerden sanft und natürlich wirken.

6. Löwenzahn: Die Allround-Heilpflanze

Die leicht bitteren Blätter von Löwenzahn, die sich sowohl als Salat als auch für Smoothies oder als Brotbelag eignen, stärken Leber und Nieren und unterstützen somit bei der Ausscheidung und Entgiftung. Aber damit nicht genug, denn im Prinzip hilft Löwenzahn bei allen möglichen Beschwerden. So wird die Heilpflanze unter anderem bei Verdauungsbeschwerden, Rheuma, Gicht, Gelenkbeschwerden, Müdigkeit und Antriebslosigkeit oder auch zur Linderung von Schmerzen eingesetzt.

Verwendung: Neben Smoothie oder Frischsalat kann Löwenzahn auch als Tee getrunken werden. Extra Tipp: Braten Sie Löwenzahnknospen in etwas Butter an und geben Sie sie als Topping auf Suppe oder Salat.

7. Schafgarbe: Hilft bei Verdauungsbeschwerden & Frauenleiden

Sowohl die Blätter als auch die weißen Blüten der Schafgarbe finden vor allem bei Magen-Darm-Beschwerden wie Verdauungsstörungen oder Magenkrämpfen sowie Menstruationsbeschwerden Einsatz. Das liegt vor allem an den krampflösenden Eigenschaften des Heilkrauts. Hinzu kommen blutreinigende und blutstillende sowie gefäßstärkende Wirkweisen.

Verwendung: Schafgarbe kann als Tinktur und Tee eingenommen oder auch als Zusatz in ein Bad gegeben werden.

Damit Sie auch lange was von Ihren Heilkräutern haben: Lesen Sie, wie Sie frische Kräuter am besten haltbar machen.

So machen Sie frische Kräuter haltbar

Die Saison der frischen Kräuter ist bald vorbei. Höchste Zeit, die aromatischen Gewächse auf den Herbst und den Winter vorzubereiten und haltbar zu machen – am besten durch Einfrieren oder Trocknen.

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8. Beifuß: Wärme und Durchblutung

Wenn Sie unter kalten Händen und Füßen leiden, ist Beifuß womöglich das richtige Kraut für Sie. Denn die Heilpflanze regt die Durchblutung an und hat eine wärmende Wirkweise. Sie wird allerdings auch bei Frauenleiden eingesetzt, zum Beispiel bei Menstruationsschmerzen. Und auch bei Appetitlosigkeit und Verdauungsschwäche kann sie zum Einsatz kommen.

Verdauung: Sowohl als Tee und Tinktur als auch Gewürz kann Beifuß eingenommen werden.

Unsere Kolumnistin Natürlich Nadine schreibt auch über gesunde Ernährungsweisen, Wege zur erfolgreichen Ernährungsumstellung und gibt tolle Rezeptideen für Ihre Diät.

9. Nachtkerze: Bei Neurodermitis & anderen Hautkrankheiten

Das Öl der Nachtkerze wird gerne als natürliches Mittel zur äußeren Anwendung bei Neurodermitis und anderen juckenden oder nässenden Hautkrankheiten eingesetzt. Nachtkerzenöl kann auch generell zur Pflege von trockener Haut angewendet werden.

Verwendung: Die innere Anwendung der Nachtkerze kommt aufgrund ihrer entzündungshemmenden Eigenschaften unter anderem auch bei entzündlichen Darmerkrankungen zum Einsatz. Hier kann das Kraut als Tee oder Tinktur eingenommen werden.

10. Weißdorn: Das Kraut fürs Herz

Der Weißdorn kommt vor allem auf einem Gebiet zum Einsatz: dem Herzen. Die Blätter und Blüten des drei bis sechs Meter hoch wachsenden Strauches sollen das Herz stärken und kräftigen sowie den Herzrhythmus harmonisieren und beruhigen. Generell wird Weißdorn eine beruhigende Wirkung nachgesagt und somit auch bei Nervosität und innerer Unruhe eingesetzt. Hinzu kommt eine blutdruckregulierende und kreislaufstärkende Wirkung.

Verwendung: Blätter, Blüten und Früchte des Weißdorns werden vor allem als Tee getrunken.

Dieses Kräuterlexikon war Ihnen noch nicht genug? Auf unserer Themenseite finden Sie weitere Kückenkräuter, die nicht nur jedem Gericht ein besonderes Aroma verleihen, sondern sich auch positiv auf Ihre Gesundheit und Ihr Wohlbefinden auswirken.

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