05.01.2018

Die Diäten der Stars Dukan-Diät: Das Schlank-Geheimnis von Herzogin Catherine

Effektiv ohne knurrenden Magen, aber nicht ganz risikofrei: die Dukan-Diät – vor allem Promis wie Herzogin Catherine schwören auf sie.

Foto: imago/ZUMA Press

Effektiv ohne knurrenden Magen, aber nicht ganz risikofrei: die Dukan-Diät – vor allem Promis wie Herzogin Catherine schwören auf sie.

Erinnern Sie sich noch daran, wie umwerfend Herzogin Catherine in ihrem Hochzeitskleid aussah? Ihre schlanke Silhouette kam nicht von ungefähr. Diversen Quellen zufolge unterzog sich die Gattin von Prinz William im Vorfeld der Dukan-Diät – ein Ernährungskonzept, das sich auch heute noch großer Beliebtheit erfreut. Wir verraten Ihnen, was hinter der Diät steckt.

In Frankreich ist die Dukan-Diät schon seit vielen Jahren in aller Munde. Angeblich haben unzählige Französinnen mit diesem Konzept ordentlich abgespeckt. Zu weltweiter Bekanntheit brachte es die Ernährungsform aber dann, als auch Stars aus Hollywood und Großbritannien auf diesem Wege gertenschlank wurden – und auch blieben.

Das wohl berühmteste Beispiel: Kate Middleton alias Herzogin Catherine. Als sie im Jahr 2011 mit Prinz William vor den Traualtar trat, bestaunte alle Welt ihre sagenhaft-schlanke Figur – die soll sie durch strenge Befolgung der Dukan-Diät erhalten haben. Auch in den Folgejahren soll sie so in Form geblieben sein – sogar nach den beiden Schwangerschaften. Und die Herzogin ist längst nicht die einzige prominente Dame, die auf das Prinzip schwört – auch Jennifer Lopez, Penélope Cruz und Co. galten in der Vergangenheit als Dukan-Verfolgerinnen.

Neugierig geworden, was dahinter steckt? In diesem Artikel stellen wir Ihnen die Dukan-Diät ausführlich vor.

Dukan-Diät: So funktioniert sie!

Der französische Ernährungswissenschaftler Pierre Dukan entwickelte das Konzept bereits in den späten 1970er Jahren. Über die Jahre hinweg – und nicht zuletzt dank prominenter Unterstützung – wurde die Ernährungsform weltweit bekannt. Kein Wunder, die Versprechen klingen auch verlockend:

  • "Kein Jo-Jo-Effekt"
  • "Essen Sie, soviel Sie wollen"
  • "Satt essen und trotzdem viel abnehmen"

Was zu schön klingt, um wahr zu sein, ist am Ende vor allem eines: eine strikte Eiweiß-Diät. Zwar dürfen Sie laut Dukan tatsächlich so viel essen, wie Sie wollen, aber eben nur proteinreiche, magere Lebensmittel. Kohlenhydrate und Fett sollen möglichst ganz vermieden werden. So lässt sich die Dukan-Diät in ihren Grundsätzen der Low Carb-Ernährung zuordnen – wenn auch in besonders drastischer Form. Abgespeckt wird hier übrigens in vier unterschiedlichen Phasen. Wir stellen sie Ihnen vor.

Phase 1: Angriffs-Phase

  • Dauer: zwischen 7 und 10 Tage
  • Beschreibung: In dieser ersten Phase der Diät soll ausschließlich fettarme, eiweißreiche Kost verzehrt werden.
  • Erlaubt: Das Programm gibt eine Liste von rund 70 verschiedenen Zutaten vor, die in dieser Zeit erlaubt sind – darunter mageres Fleisch, Fisch, Geflügel und fettfreie Milchprodukte mit einem Fettgehalt von unter 1% – etwa Hüttenkäse und Quark. Pflanzliche Eiweißquellen wie Tofu sind ebenfalls erlaubt. Von all diesen Zutaten dürfen Sie essen, so viel sie wollen. Eier sind auch möglich, wegen des fettreichen Eigelbs sollten Sie aber nicht mehr als zwei Eier pro Tag verzehren. Weitere erlaubte Lebensmittel und Zutaten: Kaffee, fettarme Milch in kleinster Menge, Kräuter, Gewürze (Zimt, Kreuzkümmel, Curry) und andere Zutaten zum Würzen in kleiner Menge – etwa Tomatenmark, Dijonsenf, Meerrettich oder Soja-Soße.
  • Verboten: Obst, Gemüse, Zucker, Fett und Alkohol.
  • Außerdem: 1 EL Haferkleie am Tag soll dafür sorgen, dass die Verdauung weiterhin auf Trab bleibt. Ein Spaziergang von 20 Minuten sollte täglich auf der Agenda stehen, ebenso wie der Verzehr von 2 Litern zuckerfreien, alkoholfreien Getränken.

Phase 2: Aufbau-Phase

  • Dauer: so lange, bis das Wunschgewicht erreicht wurde
  • Beschreibung: Zum reinen Eiweiß kommt nun auch Gemüse auf den Speiseplan. Doch an jedem zweiten Tag wird ein Protein-Tag wie in der Angriffs-Phase eingelegt. An den anderen Tagen darf auch Gemüse verzehrt werden. In dieser Phase wird die eigentliche Gewichtsabnahme angestrebt – etwa ein Kilogramm pro Woche ist möglich.
  • Erlaubt: Alle Lebensmittel aus Phase 1. Außerdem sind an den "Gemüse-Tagen" auch bestimmte zuckerarme Gemüsesorten möglich. Darunter: Aubergine, grüne Bohnen, Kohlrabi, Kürbis, Lauch, Pilze, Rosenkohl, Salatsorten, Spargel, Spinat, Tomaten und Zucchini.
  • Verboten: Obst, zucker- oder stärkehaltiges Gemüse (z.B. Avocado, dicke Bohnen, Erbsen, Linsen, Mais), Zucker, Fett und Alkohol.
  • Außerdem: Die Ration an Haferkleie pro Tag wird auf 2 EL erhöht. Die täglichen Spaziergänge sollten nun 30 Minuten andauern. Was bleibt, sind die 2 Liter Flüssigkeit pro Tag (kein Zucker, kein Alkohol).

Sie wollen wissen, welches Gemüse wenig Zucker, also wenig Kohlenhydrate hat? Hier erfahren Sie es.

Phase 3: Stabilisierungsphase

  • Dauer: 10 Tage pro abgenommenem Kilogramm
  • Beschreibung: Diese Phase soll dazu beitragen, das Gewicht zu halten und einen Jo-Jo-Effekt zu verhindern. Ein Tag in der Woche sollte nach wie vor ein reiner Protein-Tag wie in Phase 1 sein, dafür kommen spezielle Sondermahlzeiten hinzu.
  • Erlaubt: Alle proteinreichen Lebensmittel aus Phase 1. Hinzu kommen nun auch fettigere Fleischsorten wie Schweinebraten und Schinken. Darüberhinaus ist Gemüse, eine Portion Obst pro Tag (mit Ausnahmen), zwei Scheiben Vollkornbrot und eine Portion Hartkäse täglich erlaubt. In den ersten Wochen dürfen Sie pro Woche auch einmal stärkehaltige Lebensmittel verzehren, etwa in Form von Nudeln, Couscous oder Reis. Eine Portion sollte gekocht aber nicht mehr wiegen als 225 g. Das besondere Highlight ab der Stabilisierungsphase: das Festessen. Einmal pro Woche dürfen Sie essen, was Sie möchten – inklusive Vorspeise und Dessert. Sogar Alkohol ist zu diesem Anlass möglich.
  • Verboten: Obstsorten wie Bananen, Trauben, Kirschen, Avocados, Trockenobst und Nüsse, Zucker, Fett und Alkohol (abgesehen von den Festessen).
  • Außerdem: Die Ration an Haferkleie pro Tag wird auf 2,5 EL erhöht. Die täglichen Spaziergänge sollten etwa 30 Minuten andauern. Genügend Trinken nicht vergessen.

Tatsächlich unterteilt sich die Phase 3 in zwei Abschnitte. Zu Beginn dürfen Sie (wie bereits erwähnt) pro Woche eine stärkehaltige Mahlzeit und ein Festessen genießen. In der späteren Phase (ab der Hälfte) dürfen Sie je zwei Mal genießen.

Ein Beispiel: Sie haben zehn Kilo abgenommen? Dann dauert die 3. Phase der Dukan-Diät bei Ihnen 100 Tage. Nach 50 Tagen beginnt in diesem Fall der zweite Teil der Phase, Sie dürfen sich zwei Festessen und zwei stärkehaltige Mahlzeiten pro Woche gönnen. Wenn Sie 6 kg abgenommen haben, ist es in der dritten Phase nach 30 von 60 Tagen soweit.

Übrigens: Sie wissen gar nicht, ob und wie viel Sie überhaupt abnehmen sollten? Hier lesen Sie, wie Sie Ihr Idealgewicht berechnen können.

Phase 4: Erhaltungsphase

Ziel der vierten Phase der Dukan-Diät ist es, möglichst ein Leben lang das Gewicht zu halten. Dementsprechend ist diese Phase, in der offiziellen Übersetzung auch Erhaltungsphase genannt, für immer gedacht. Dafür hat Erfinder Pierre Dukan einige Regeln aufgestellt:

  • Einen Tag pro Woche gemäß Phase 1 ernähren, an den anderen sechs Tagen können Sie normal essen – wobei Sie sich an Phase 3 orientieren sollten. Der Protein-Tag sollte immer am gleichen Wochentag stattfinden.
  • Trinken Sie mindestens 1,5 Liter alkohol- und zuckerfreie Flüssigkeit am Tag und achten Sie darauf, möglichst wenig Einfachzucker, Stärke, Fett oder industriell verarbeitete Lebensmittel zu konsumieren.
  • Achten Sie auf ausreichend Bewegung in Ihrem Leben. Wählen Sie statt Aufzug lieber die Treppe und machen kürzere Wege lieber zu Fuß als mit dem Auto.
  • Essen Sie, solange Sie diese Diät verfolgen, jeden Tag 3 EL Haferkleie. Das sorgt auch dafür, dass Sie weniger Heißhunger auf stärkehaltige Lebensmittel haben.

Dukan-Diät: Die Vorteile

Mit der Dukan-Diät können Sie tatsächlich in kurzer Zeit viele Kilos verlieren. Kate Middleton in ihrem Brautkleid ist ein gutes Beispiel. Studien haben sogar nachgewiesen, dass Sie auf diesem Wege mehr Körperfett verlieren als bei manch anderer Diät. Positiver Nebeneffekt: regelmäßige Bewegung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr gehören zum Konzept. Viele empfinden es auch als angenehm, weder Kalorien noch Kohlenhydrate zählen zu müssen.

Dukan-Diät: Die Nachteile

Alles in allem ist das Konzept doch sehr einseitig. Es wird vor allem Eiweiß verzehrt – und zwar viel mehr, als der Körper eigentlich braucht. Das kann die Nieren schädigen. Menschen, die bereits eine Nierenschwäche haben, können gar Schäden davontragen. Auch Gicht-Patienten sollten die Finger von einer solchen Ernährung lassen, da die hohe Zufuhr an Eiweiß Krankheitsschübe auslösen kann.

Durch die einseitige Ernährung kann es – vor allem in der ersten Phase – zu Mangelerscheinungen kommen. Vor allem ausreichend Obst und Gemüse fehlt in diesem Ernährungskonzept.

Fazit: Gesundheitlich bedenklich

Sie können mit der Dukan-Diät abnehmen und Körperfett verlieren. Und das sogar ziemlich schnell, wenn Sie denn durchhalten. Doch das ist gar nicht so einfach, vor allem in der ersten Phase. In dieser Zeit ist die Ernährung sehr einseitig ohne Raum für kleine Sünden oder Belohnungen.

Eine einseitige Ernährung ist auf Dauer schlicht ungesund. Und mittlerweile hat auch die französische Agence nationale de sécurité sanitaire de l'alimentation (die französische Variante des Bundesministeriums für Ernährung) die Dukan-Diät als gesundheitsgefährdend eingestuft. Erfinder Pierre Dukan rechtfertigte sich mit dem Argument, dass auch wirksame Medizin Nebenwirkungen hat. Er glaubt fest daran, dass sein Konzept für Menschen mit Diabetes und anderen Folgen von Übergewicht helfen kann.

Wenn Sie sich tatsächlich dieser Diät unterziehen wollen, sollten Sie zuvor am besten einen Arzt konsultieren. Dieser kann Sie beraten, ob diese Diät tatsächlich die richtige für Sie ist.

Wie Sie eine gute Methode zum Abnehmen erkennen, erfahren Sie auch in unserem Diäten-Check. Alle weiteren Informationen rund um Diäten gibt's auf unserer Themenseite.

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