25.08.2017

Natürlich Nadine Zuckersucht: So können Bitterstoffe helfen

Der Zuckerverbrauch liegt heute bei 35 Kilogramm pro Kopf. Noch vor 100 Jahren waren es zehn Kilo weniger und 1874 lag der Zuckerverbrauch sogar nur bei 6,2 Kilogramm.

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Der Zuckerverbrauch liegt heute bei 35 Kilogramm pro Kopf. Noch vor 100 Jahren waren es zehn Kilo weniger und 1874 lag der Zuckerverbrauch sogar nur bei 6,2 Kilogramm.

Bitterstoffe können Gelüste auf Süßes regulieren. Erfahren Sie, welche Lebensmittel besonders bitter sind und wie sie bei Heißhunger und Abnehmen helfen.

Wer hat das nicht schon einmal erlebt: dieses plötzliche Verlangen nach etwas Süßem? Dann muss möglichst schnell ein Stück Schokolade, ein Keks, Kuchen, Eis, Müsliriegel oder ähnlichem her. Hauptsache es enthält möglichst viel Zucker.

Der Heißhunger nach Zucker und Süßem kann unterschiedlichste Gründe haben. Müdigkeit und Schlafmangel, Blutzuckerschwankungen, der weibliche Zyklus und vieles mehr. Wenn er hin und wieder vorkommt, ist das an sich auch kein Problem. Wenn daraus allerdings eine richtige Sucht nach Süßem wird, sollten Sie doch ein Augenmerk darauf legen.

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Natürlich kann auch eine Zuckersucht unterschiedlichste Gründe haben und es gibt verschiedene Möglichkeiten, sie zu regulieren. Ein möglicher Grund und Lösung zugleich sind Bitterstoffe. Als Hausmittel zwar bekannt, kommen sie in der heutigen Ernährungsweise aber immer seltener vor. Dabei haben sie zahlreiche gesundheitsfördernde Wirkungweisen.

Mit Zucker, bitte! Der moderne Geschmack ist auf Süß getrimmt

Süße Teilchen, Kuchen, Süßigkeiten, Schokolade, Müsliriegel – die Versuchung zu Süßem zu greifen, scheint an jeder Ecke zu warten. Gerade Snacks kommen in vielen süßen Varianten daher und auch wenn man unterwegs ist, weist das Angebot zum Mitnehmen einen sehr hohen Anteil an Zuckerhaltigem auf. Kein Wunder also, dass wir uns immer wieder dazu verleiten lassen, nach Süßem zu greifen und gar eine richtige Sucht danach entwickeln. Unser Geschmack ist auf Süß getrimmt!

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Fast vergessen, aber gesund und gut für die Figur: Bitterstoffe

Bitterstoffe hatten noch vor ein paar Generationen einen höheren Anteil in der täglichen Ernährungsweise. Unter anderem, da Gemüse an sich ursprünglich mehr Bitterstoffe enthielt – ein natürlicher Abwehrmechanismus. Heutzutage sind viele Gemüsesorten gezüchtet und enthalten weniger Bitterstoffe.

Die Entwöhnung von bitteren Geschmäckern hat dazu geführt, dass bittere Lebensmittel wie Löwenzahn, Grapefruit oder Rucola oftmals sehr ungern gegessen werden. Dies wiederum macht ihren Anteil in der täglichen Ernährung noch geringer.

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Dabei haben Bitterstoffe nachweislich viele gesundheitliche Vorteile! Sie wirken unter anderem antioxidativ und sollen bei der Bekämpfung von Krebszellen unterstützen. Und sie wirken positiv auf Zuckersucht, Heißhunger, die Fettverbrennung und dadurch auch auf Übergewicht.

Bittere Wirkung: Wie Bitterstoffe bei Zuckersucht und Übergewicht helfen

Bitterstoffen wird eine enorm positive Wirkung auf die gesamte Verdauung und den Blutzuckerspiegel nachgesagt. Nicht nur auf die Produktion der Gallenflüssigkeit sollen sie fördernd wirken, auch Magen, Bauchspeicheldrüse (die den Blutzuckerspiegel reguliert), Leber (die Zucker speichert) und Darmflora sollen von Bitterstoffe profitieren. Funktioniert die Verdauung und ist in Balance, so werden auch Zuckersucht und Heißhungerattacken eingedämmt.

Gleichzeitig sollen Bitterstoffe den Geschmack verändern, sodass die Lust und der Appetit auf Süßes gar nicht erst so stark wird. Auch bei Übergewicht und dem Ziel, Gewicht zu verlieren, können Bitterstoffe somit von Vorteil sein, nicht zuletzt vor dem Hintergrund, dass sie die Fettverbrennung ankurbeln sollen.

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Ziemlich bitter: Diese Lebensmittel enthalten besonders viele Bitterstoffe

Es gibt zahlreiche Lebensmittel, die Bitterstoffe enthalten, es gibt allerdings einige, die besonders reich an Bitterstoffen sind. Zu den bitteren Lebensmitteln zählen:

  • Früchte: Grapefruit, Zitrone, Orange
  • Gemüse & Salat: Artischocke, Brokkoli, Rosenkohl, Löwenzahn, Rucola, Radicchio, Chicorée
  • Kräuter, Gewürze: Mariendistel, Baldrian, Majoran, Oregano, Ingwer, Hopfen, Pfefferminze, Schafgarbe, Beifuß, grüner Tee

Mehr Bitterstoffe in der Ernährung: So geht’s

Um wieder mehr Bitterstoffe in ihren Speiseplan einzubauen, habe ich an dieser Stelle die folgenden Tipps für Sie:

  • Mehr bittere Lebensmittel: Essen Sie mehr von den oben genannten bitteren Lebensmitteln. So könnten Sie zum Beispiel mit 1/2 Grapefruit zum Frühstück oder als Snack beginnen, ihrem Salat mehr bittere Salatsorten beifügen, oder Gerichte mit bitteren Kräutern und Gewürzen verfeinern. Ein Rezept für leckeren Rucola-Avocado-Salat finden Sie hier.
  • Tee mit bitteren Kräutern: Bereiten Sie sich gelegentlich einen Tee mit bitteren Kräutern zu. Zum Beispiel mit Pfefferminze, Hopfen, Schafgarbe, Baldrian, Beifuß, grünem Tee.
  • Schwedenbitter: Schweden bzw. Kräuterbitter finden oftmals in der Naturheilkunde Anwendung. Nach Absprache mit einem Arzt oder Heilpraktiker könnte auch darauf zurück gegriffen werden.

Beachten Sie bei Bitterstoffen: die Menge macht’s! Es braucht generell keine enormen Mengen an Bitterstoffen. Achten Sie daher unbedingt auf Ihren Körper, wenn Sie beginnen, wieder mehr Bitterstoffe in Ihre Ernährung einzubauen.

Fazit: Bitte bitter: Bitterstoffe können eine Zuckersucht überwinden und beim Abnehmen unterstützen

Heutzutage werden tendenziell zu große Mengen an süßen Nahrungsmitteln konsumiert, was bis hin zu einer richtigen Sucht nach Süßem und Zuckerhaltigem führen kann. Auf der anderen Seite, enthält die Ernährungsweise immer geringere Mengen an Bitterstoffen, die jedoch regulierend auf Zuckergelüste wirken können und viele weitere gesundheitliche Vorteile mit sich bringen, wie unter anderem eine positive Wirkung auf die Verdauung, den Blutzucker sowie die Fettverbrennung.

Siehe auch: Kolumne: Natürlich Nadine

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