17.07.2018

Kalorien-Check Teil 7 Beim Spanier: Was Sie während der Diät essen dürfen

Geselligkeit und gutes Essen – darum geht es beim Tapas-Abend. Damit das Essen Ihrer Diät nicht schadet, haben wir einige Tipps zusammengestellt.

Foto: iStock/ knape

Geselligkeit und gutes Essen – darum geht es beim Tapas-Abend. Damit das Essen Ihrer Diät nicht schadet, haben wir einige Tipps zusammengestellt.

Die spanische Küche ist deftig und nicht selten auch sehr fettig. Wenn Sie aber während einer Diät trotzdem nicht auf den Besuch bei Ihrem Lieblings-Spanier oder der Tapas-Bar verzichten wollen, sollten Sie folgende Tipps beachten.

Deftiges Fleisch, Paella, Tapas – die spanische Küche hat eine Menge zu bieten, ist leider aber nur bedingt für die schlanke Linie geeignet. Das kann zum Problem werden, wenn Sie ein spanisches Restaurant besuchen wollen. Noch größer ist sogar die Wahrscheinlichkeit, dass Sie Urlaub in Spanien machen – immerhin zählen Spanien und die zugehörigen Inseln zu den beliebtesten Urlaubszielen der Deutschen.

Wie soll man da durchkommen, ohne sich unzählige Extra-Pfunde auf die Hüften zu futtern? Überall locken riesige Paella-Pfannen und Tapas-Bars. Wir haben diverse Speisekarten unter die Lupe genommen und herausgesucht, was Sie während einer Diät ohne schlechtes Gewissen beim Spanier genießen dürfen – und was nicht.

Trotz Diät spanische Küche genießen: Spanische Vorspeisen im Kalorien-Check

Bei den Vorspeisen geht es hier um klassische spanische Vorspeisen. Die beliebten Tapas nehmen wir weiter unten im Artikel unter die Lupe.

Zu den typischen Vorspeisen zählen beispielsweise Suppen und Salate, die perfekt zu einer Paella passen.

Hier dürfen Sie zugreifen:

  • Salate: Im spanischen Restaurant dürfen Sie sich auf verschiedene, leckere Salat-Kreationen freuen. Ein Klassiker: gemischter Salat mit Pinienkernen und Ziegenkäse, auch Ensalada de queso de cabra genannt. Eine kleine Portion dürfen Sie gerne bestellen. Selbiges gilt auch für Salat mit Meeresfrüchten.
  • Suppen: Während Salate eher in kleinen Portionen verzehrt werden sollten, dürfen Sie bei einigen Suppen ordentlich zulangen. Gazpacho (kalte Gemüsesuppe) hat unheimlich wenig Kalorien – ebenso wie andere Gemüsesuppen und Zwiebelsuppe (Sopa de cebolla).

Darauf sollten Sie besser verzichten:

  • Salate: Manchmal wird beim Spanier Salat mit Blauschimmelkäse serviert. Der ist enorm fettig und sollte von daher eher gemieden werden.
  • Suppen: Meiden Sie – insofern es überhaupt angeboten wird – Sopa castellana, kastilanische Suppe. In ihr sind fettiger Speck, weiße Bohnen und allerlei andere Dickmacher enthalten.

Tapas im Kalorien-Check

Tapas sind eine großartige Sache. Sie bekommen kleine Portionen verschiedener Leckereien auf den Tisch gestellt und können sie über Stunden verteilt essen. Sie müssen sich nicht für ein bestimmtes Gericht entscheiden, sondern können sich verschiedene Gerichte nach eigenem Wunsch zusammenstellen. Doch leider sind manche Tapas echte Dickmacher. Wir verraten Ihnen, mit welchen Gerichten Sie auf der sicheren Seite sind.

Hier dürfen Sie zugreifen:

  • Kalte, vegetarische Tapas: Unheimlich lecker sind kleine Frischkäsekugeln, die in verschiedenen Gewürzen und Kräutern gewälzt wurden. Obendrein sind es richtige Eiweißbomben. Grüne Oliven werden gerne mit gesalzenen Mandeln serviert – ein toller Snack für Abnehmwillige. Ebenfalls erlaubt sind in Knoblauch marinierte Champignons (Champiñones al ajillo). Sie wollen einen leckeren Dip? Wählen sie Mojo Rojo – eine rote, scharfe Sauce, die Ihren Stoffwechsel ankurbeln wird.
  • Warme, vegetarische Tapas: Die spanische Variante von Vegetarische Kartoffel-Spargel-TortillaTortilla ist toll für jede Diät. Eigentlich handelt es sich hierbei um ein Kartoffel-Omelett mit Zwiebeln. Das ist lecker und macht lange satt. Gerne darf das Omelett auch mit anderen Gemüsesorten bestellen, aber bitte ohne Fleisch. Weitere Alternativen unter den warmen vegetarischen Tapas sind Kartoffeln in Meersalzkruste (Papas arrugadas), gemischtes Grillgemüse (Verduras mixtas) sowie gefüllte Paprikaschoten vom Grill.
  • Kalte Tapas mit Fleisch/Fisch: Die Spanier sind bekannt für leckere Wurst. Bestellen Sie sich ruhig eine Portion Serrano-Schinken oder Chorizo – eine luftgetrocknete, scharfe Salami. Letzteres sollte aber eher in kleinen Mengen verzehrt werden, da die Wurst zwar den Stoffwechsel ankurbelt, aber doch recht fettig ist. Oder wie wäre es denn mit in Essig eingelegten Sardinen (Boquerones)? Einfach köstlich.
  • Warme Tapas mit Fleisch/ Fisch: Probieren Sie unbedingt einmal Muscheln in leichter Sauce (Mejillones). Wer Datteln im Speckmantel möchte, darf sich ein bis zwei Stücke gönnen. Datteln sind eine tolle Zutat, doch der Speck macht das Ganze fettig. Hier also auf die Menge achten.

Darauf sollten Sie besser verzichten:

  • Kalte, vegetarische Tapas: Auch wenn es noch so schmerzt, auf Manchego sollten sie während einer Diät besser verzichten. Der Hartkäse hat rund 450 Kalorien auf 100 g und ist im Vergleich mit anderen Käsesorten ein echter Dickmacher. Wenn überhaupt, dann gönnen Sie sich nur ein kleines Stückchen. Ein absolutes No Go ist leider die Aioli. Der beliebte spanische Dip wird nur aus rohen Eiern, Speiseöl und Knoblauch zubereitet.
  • Warme, vegetarische Tapas: Vorsicht, wenn Sie auf der Speisekarte Patatas Bravas entdecken. Dabei handelt es sich um mit Butter übergossene, gebackene Kartoffeln, die zumeist mit Aioli serviert werden. Sie sind leider für eine Diät gänzlich ungeeignet.
  • Warme Tapas mit Fleisch/ Fisch: Hier ist die Liste an Verboten leider recht lang. Spanische Hackbällchen in scharfer Tomatensauce (Albondigas) sind leider ebenso tabu, wie mit Fleisch gefüllte, frittierte Teigtaschen (Empanadas). In der spanischen Version von Kroketten (Croquetas) werden Mehl, Butter, Käse, Milch und Schinken oder Fisch püriert und in einer Menge Öl frittiert. Während rohe Chorizo erlaubt ist, sollten sie keineswegs zur gebratenen Variante greifen. Selbiges gilt für die oben bereits angesprochenen Sardinen. Boquerones fritos wurden frittiert und haben so viel mehr Kalorien. Darüber hinaus sollten Sie auf Gambas in Knoblauch verzichten. Diese werden in so viel Öl ausgebacken, dass daraus richtige Kalorienbomben werden.

Spanische Hauptgerichte im Kalorien-Check:

Wer vorher bei den Tapas zugelangt hat, der sollte sich eine Hauptspeise natürlich verkneifen. Aber manchmal geht man ja nicht wegen der Tapas zum Spanier, sondern wegen der leckeren Hauptgerichte.

Kleiner Tipp vorweg: Die Spanier sind oft großzügig mit ihren Portionen. Wenn Sie schon einen Salat oder eine Suppe hatten, dann sagen sie die Zauberformel "medias raciónes". Damit bekommen Sie in den meisten Restaurants nur die halbe Portion, was meist völlig ausreichend ist.

Hier dürfen Sie zugreifen:

  • Paella: Wenn Sie extra für die Paella zum Spanier gegangen sind, dann haben Sie Glück. Es gibt auch Varianten des leckeren Reis-Gerichts, die während einer Diät in Ordnung sind. Wählen Sie entweder eine vegetarische Paella oder eine mit Meeresfrüchten (Paella de marisco). Paella mit Miesmuscheln und Garnelen
  • Pasteten: Spanier lieben Pasteten. Auch Sie können zulangen, etwa bei der Fleisch- oder Fischpastete.
  • Pisto: Hier kommen Vegetarier auf ihre Kosten. Pisto ist eine Art spanisches Gemüse-Ratatouille. Sehr gesund und zudem bei einer Diät geeignet..

Darauf sollten Sie lieber verzichten:

  • Paella: Es gibt auch Paella-Varianten, die nichts in einer Diät zu suchen haben. Dazu zählen die Version mit Chorizo sowie die Version mit Hähnchenfleisch.
  • Fleisch/ Fisch: Es gibt einige echte Kalorienbomben unter den Hauptgerichten mit Fisch und Fleisch. Dazu zählen Hähnchen spanischer Art sowie Ofenfisch mit Kartoffeln und Tomaten (Pescado al horne).

Spanische Desserts im Kalorien-Check

Die Spanier sind ganz schöne Süßmäulchen. Das sieht man sofort, wenn man einen Blick in die Speisekarte wirft.

Unzählige Desserts werden angeboten, doch die meisten sind nicht für eine Diät geeignet. Wir geben Ihnen einen kleinen Überblick.

Hier dürfen Sie zugreifen:

  • Frisches Obst – wenn es angeboten wird, dann ist dies immer die richtige Wahl
  • Windbeutel – in Spanien Bunuelos de viento genannt. Kleine Portionen sind auch bei der Diät erlaubt. Am besten Sie teilen sich die Portion mit Ihrer Begleitung.
  • Tinto de verano – Sie wollen einen leckeren, süßen Wein zum Dessert? Dann bestellen Sie Tinto de verano. Das bedeutet zu Deutsch "Wein des Sommers" und ist Rotwein in Kombination zu Light-Zitronenlimonade.

Darauf sollten Sie lieber verzichten:

  • Torten – die Spanier mögen Kuchen. Doch Schokokuchen (Tarta de chocolate), Vanilletorte sowie spanischer Feigenkuchen mit Mandeln sind keine gute Idee, wenn Sie eigentlich abnehmen wollen.
  • Milchspeisen – Ob gebackene Milchcreme (Leche frita) oder die spanische Variante von Milchreis (Arroz con leche): Beides ist nicht für eine Diät geeignet.
  • Sangria – Das Getränk hat sehr viele Kalorien. Diesem Wein wird Obst und meist zusätzlich Zucker versetzt. So kommen ganz schön viele Kalorien zusammen (ca. 90 kcal auf 100 ml). Das ist doppelt so viel, wie ein Softdrink hat.

Low Carb beim Spanier

Auch im spanischen Restaurant oder in der Tapas-Bar kann man als Low Carber bestehen – wenn Sie den wissen, worauf Sie achten müssen. Hier unsere Tipps für ein kohlenhydratarmes Menü:

  • Low-Carb-Vorspeisen der spanischen Küche: Eine leichte, erfrischende Gazpacho ist der perfekte Einstieg in Ihr spanisches Low-Carb-Menü. Wählen Sie dazu zwei bis drei Tapas statt einer Hauptspeise.
  • Low-Carb-Tapas: Unter den Tapas sind einige Leckereien mit wenigen Kohlenhydraten vertreten. Wie wäre es denn mit würzigem Serranoschinken? Auch gegrilltes Gemüse und cremige Frischkäsebällchen sind eine tolle Option, ebenso wie spanischer Käse – etwa Manchego. Als Dip empfiehlt sich der scharfe Mojo Rojo. Wenn es unbedingt Fleisch sein soll, bestellen Sie sich Albondigas. Das sind spanische Hackbällchen in Tomatensoße. In diesem Fall belassen Sie es aber besser bei einem Tapa und kombinieren diesen zu einem kleinen Salat.

Eigentlich können Sie sich nach Herzenslust austoben, denn Low Carber müssen nicht zwangsläufig auf die Kalorienmenge achten und dürfen daher auch Gerichte mit hohem Öl-Anteil verzehren. Meiden Sie einfach Kartoffeln, Reis und Brot – die drei liebsten Kohlenhydrate der Spanier.

Diät & spanische Küche – Fazit:

Es ist gar nicht so einfach, den zahllosen Leckereien beim Spanier bzw. in der Tapasbar zu widerstehen. Es duftet nach verschiedensten Köstlichkeiten und man kann schnell alle Disziplin über Bord werfen.

Die spanische Küche ist eben nicht gerade leicht, doch es gibt durchaus einige Lebensmittel, die Sie trotz Diät essen können. Bei einem Tapas-Abend geht es ja auch eher um Beisammensein und langsames Essen. Beherzigen Sie unsere Tipps und trinken zwischendurch viel Wasser. So sind Sie schneller satt und haben trotzdem lecker gegessen. So können Sie trotz einer Diät beim Spanier essen gehen.

Weitere Ratgeber und Rezepte rund um Diäten und die Low-Carb-Ernährung gibt's auf unserer Themenseite.

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Keine Lust auf spanische Küche? Im Folgenden finden Sie unsere Diät-Guides für andere Restaurants:

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