28.08.2019

Bewusst essen Die besten Strategien gegen Stress-Pfunde

Wer abnehmen will, konzentriert sich meist auf strenges Kalorienzählen und stresst sich selbst ungemein. Doch eine Studie hat bewiesen: Stress macht dick! Das liegt unter anderem am Cortisol. Lesen Sie, wie Sie sich ausgewogen und stressfrei ernähren und dabei auch noch abnehmen.

Foto: imago/Westend61

Wer abnehmen will, konzentriert sich meist auf strenges Kalorienzählen und stresst sich selbst ungemein. Doch eine Studie hat bewiesen: Stress macht dick! Das liegt unter anderem am Cortisol. Lesen Sie, wie Sie sich ausgewogen und stressfrei ernähren und dabei auch noch abnehmen.

Abnehmen durch Kalorienzählen? Das ist gar nicht der beste Weg, denn der entstehende Stress bringt keine Erfolge! Relax-Strategien und die richtige Kost können helfen!

Es ist bewiesen: Stress macht dick. Je hektischer der Alltag, je höher die Anspannung, desto größer der Bauchumfang. Diesen Zusammenhang zwischen Stress und Gewichtszunahme haben englische Forscher bewiesen. Grund hierfür ist das Stresshormon Cortisol, das unter anderem die Fettverbrennung hemmt.

Eine Möglichkeit um abzunehmen und lästiges Bauchfett loszuwerden ist daher, das Cortisol-Level zu reduzieren und Stress auzugleichen. Wie das funktioniert und was beim Abbau von Cortisol hilft, erklären wir Ihnen hier.

So hindern Stress und Cortisol vorm Abnehmen

Die englischen Forscher haben in ihrer Studie Haarproben von 2.500 Erwachsenen entnommen, um das Cortisol-Niveau zu bestimmen und damit auch den Stress der Versuchspersonen. Das Stresshormon Cortisol wird nämlich immer dann ausgeschüttet, wenn wir unter Druck geraten. Das Ergebnis: Die Teilnehmer mit hohen Cortisol-Werten waren deutlich dicker. Bei den Männern maßen Professor Andrew Steptoe und sein Team bis zu 100 Zentimeter, bei den Frauen bis zu 90 Zentimeter mehr Bauchumfang.

Die Problematik dabei ist nicht das Stresshormon selbst, denn das ist an verschiedenen Funktionen im Körper, wie unter anderem unserem Schlaf-Wach-Rhythmus, beteiligt und verhilft uns auch zu Leistungsfähigkeit. Vielmehr ist es der Dauerstress, bei dem der Körper viel zu viele Stresshormone ausschütten, die vor vermeintlichen Katastrophen schützen sollen.

Die Botschaft die der Körper durch Cortisol erhält: "Achtung Krise! Energie einlagern! Kein Fett verbrennen!" Eine Dickmacherbotschaft schlechthin. Hinzu kommt, dass das Hormon dem Körper zusätzlich signalisiert, dass mehr Energie benötigt wird. Die Folge: Heißhunger auf schnell verfügbare Energie, wie sie zum Beispiel in Zucker und Süßigkeiten enthalten ist. Überschüssige Energie wird dann wiederum als Fett eingelagert. Ein Teufelskreis!

Cortisol als Schlüssel zum Gewichtsverlust

Sollten Sie vermuten, dass Dauerstress ein Grund ist, warum Sie nicht abnehmen oder gar Stresspfunde zulegen, so können Sie es mit den folgenden Anti-Stress-Maßnahmen versuchen. Sie unterstützen den Körper dabei das Corisol-Niveau in Balance zu bringen:

  • Gesunde und nährstoffreiche Ernährung: Anstelle den Körper in stressigen Phasen mit Fastfood und Fertigessen zusätzlich zu belasten, ist es sinnvoller, ihn mit einer möglichst naturbelassenen und nährstoffreichen Ernährung zu unterstützen und den Hormon-Haushalt in Balance zu halten. Essen Sie außerdem mit Achtsamkeit. Das kann dabei helfen Stressessen von tatsächlichem Hunger zu unterscheiden und gleichzeitig beim Essen einen Moment der Ruhe schaffen.
  • Vitamin B: B-Vitamine zählen zu den Anti-Stress-Vitaminen schlechthin. Achten Sie in Ihrer Ernährungsweise auf ausreichend Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Nüsse, Saaten sowie Obst und Gemüse.
  • Vitamin D: In einer schottischen Studie wurde herausgefunden, dass Vitamin D zur Verringerung des Cortisol-Levels beiträgt. Achten Sie also auf ausreichend Sonnenlicht. Ein Bluttest kann Aufschluss geben, ob Sie einen Vitamin D Mangel haben und das Vitamin ggf. supplementieren sollten.
  • Bewegung: Bewegung und Sport hilft dabei, Stresshormone abzubauen und zu entspannen. Achten Sie auf regelmäßiger Fitnesseinheiten, Yoga, Pilates, Walken oder auch lange Spaziergänge in der Natur. Letzteres hat einen zusätzlichen Entspannungseffekt.
  • Schlaf: Natürlich ist auch Schlaf ein wichtiger Faktor, um Stress auszugleichen und den Hormonhaushalt in Balance zu halten. Achten Sie daher auf ausreichend Schlaf und eine ungestörte Nachtruhe. Handy und andere elektronische Geräte sollten lieber im Wohnzimmer bleiben. Übrigens: Ausreichend Schlaf wirkt sich positiv auf die Hunger- und Sättigungshormone aus und hilft so zusätzlich bei der Gewichtskontrolle.
  • Entspannungstechniken: Autogenes Training und Meditation wirken nachweislich ausgleichend und stressreduzierend. Damit kann auch das Cortisol-Niveau in Balance gebracht und das Abnehmen unterstützt werden. Sie können auch einfach über den Tag hinweg auf kurze Pausen zum Innehalten achten. Nehmen Sie zum Beispiel ein paar bewusst Atemzüge oder spüren Sie Ihren Körper.
  • Was Ihnen gut tut: Sicherlich haben Sie auch Ihre ganz eigenen Arten und Weisen, um runter zu kommen und zu entspannen: das wohltuende Bad, das ausgelassende Tanzen zur Liebelingsmusik, ein gutes Buch, Freunde treffen und so weiter. Achten Sie im Altlag bewusst darauf, sich Zeit für Ihren persönlichen Ausgleich zu nehmen.
Kalorien verbrennen beim Nichtstun

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Fazit: Anti-Stress-Maßnahmen helfen beim Abnehmen

Dauerstress ist nicht nur für die Gesundheit sondern auch das Gewicht von Nachteil. Gerade das Stresshormon Cortisol kann vorm Abnehmen hindern und zu Bauchfett führen. Daher ist es wichtig, sich und seinen Körper bei Dauerstress zu unterstützen und für ausreichend ausgleichende Momente zu sorgen.

Sowohl die Ernährung, als auch Entspannungstechniken, Bewegung und Schlaf sind hierfür hilfreich. Dabei sollten Sie vor allem auf Maßnahmen achten, die Ihnen individuell gut tun und zu Ihrem Wohlbefinden beitragen. Und noch ein Tipp: Versuchen Sie es bei Dauerstress nicht mit einer strikten Diät oder ähnlichem, denn Diäten führen zu Stress und Anspannung und das wiederum sorgt für die Ausschüttung von Cortisol.

Lesen Sie weitere Abnehm-Tipps auf unserer Themenseite Diäten. Auf unserer Themenseite Meditation können Sie sich über Entspannungstechniken informieren.

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