03.08.2017 - 15:22

Chips selber machen Gesunde Chips sind die Alternative zu fettigem Knabberzeug

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Ob rote Beete, Karotten oder Pastinaken: Fast jedes feste Gemüse eignet sich für Chips.

Foto: iStock/jenifoto

Ob rote Beete, Karotten oder Pastinaken: Fast jedes feste Gemüse eignet sich für Chips.

Die gesunde Variante sind bunte Gemüse-Chips, die sogar schmecken - für den Fernsehabend, die Gartenparty oder als Snack im Büro!

Wer kennt das nicht: Die Tüte Kartoffelchips oder Erdnussflips ist gerade geöffnet und schon gibt es kein Halten mehr. Erst, wenn die Packung leer gegessen ist, meldet sich das schlechte Gewissen. Mal ganz abgesehen von den vielen Kalorien (läppische 100 Gramm kommen auf über 500 kcal), haben Sie mit diesem kurzen Knabberspaß nichts für Ihre Gesundheit getan, also so gut wie keine Vitalstoffe zu sich genommen. Stattdessen: Einfach nur pure Kalorien! Und lang anhaltend satt macht das Zeug auch nicht.

Vorsicht, Suchtgefahr!

Das besonders Fiese: Der Suchtfaktor, der sich nach dem ersten Bissen einstellt, ist wissenschaftlich untersucht worden. Der Grund, warum man einfach nicht mehr aufhören kann, liegt unter anderem an der speziellen Zusammensetzung: Enthält die Rezeptur 50 Prozent Kohlenhydrate und 35 Prozent Fett, dann wird der Snack für die meisten Menschen im Unterbewusstsein so unwiderstehlich, dass es zum Kontrollverlust kommt. Hedonistische Hyperphagie nennen das die Lebensmittelchemiker.

Aber so ganz ohne Knabberzeug? Greifen Sie stattdessen zur Alternative: Gesunde Chips gibt es fast in jedem Supermarkt. Die sind jedoch auch meistens frittiert. Besser schmecken sie selbst gemacht, raffiniert gewürzt, frisch aus dem Ofen und ohne Zusatzstoffe. Das schont auch noch den Geldbeutel, denn ganz billig sind die neuen Trend-Chips aus dem Supermarktregal nicht.

Greifen Sie doch deshalb zur gesunden Variante. Für den Knabber-Spaß am Abend sind vor allem Gemüse-Chips sehr gut geeignet. Diese gibt es mittlerweile in fast jedem Supermarkt. Aber Sie können die Chips auch ganz einfach selber herstellen. Und das hat gleich mehrere Vorteile.

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Ohne Reue knabbern

Die Gemüse-Variante hat weniger Fett als übliche Chips, sie haben weniger Kalorien – und mit jedem Bissen bekommen Sie eine Extra-Portion sekundärer Pflanzenstoffe, die wichtig für die Gesundheit sind. Zum Vergleich: Erdnussflips bestehen zum überwiegenden Teil nur aus Maismehl und etwas gemahlenen Erdnüssen.

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Gesunde Chips selber machen

Im Prinzip eignen sich fast alle Gemüsesorten für gesunde Chips. Hauptsache sie werden schön dünn gehobelt, zum Beispiel mit einem Sparschäler. Besonders gut gelingt die gesunde Chips-Alternative mit Roter Bete, Karotten, Pastinaken und Topinambur (das sind diese kleinen süßlichen Knollen, die ein bisschen wie Ingwer aussehen).

Auch prima: Zucchini, Kürbis oder Süßkartoffeln, die besonders reich an Beta Carotin sind. Sogar Grünkohl verwandelt sich im Ofen zu krossen Gemüsechips. Erlaubt ist, was gefällt. Bei der Zubereitung können Sie sich kreativ austoben. Ob mit Chili, Curry oder frischen Kräutern von Thymian bis Rosmarin – der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt.

Und das Beste: Sie können ohne Reue knabbern! Die gesunden Chips sind weniger fett, weniger kalorienreich und mit jedem Bissen bekommen Sie eine Extra-Portion sekundärer Pflanzenstoffe, die wichtig für unsere Gesundheit sind. Zum Vergleich: Erdnussflips bestehen zum überwiegenden Teil nur aus Maismehl und etwas gemahlenen Erdnüssen.

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Rote-Bete-Chips

Zutaten:

  • 1-2 Knollen Rote Beete (roh)
  • Salz
  • 2 EL Olivenöl
  • 1 TL Thymian

So wird´s gemacht:

Die Rote Bete schälen und in dünne Scheiben hobeln. Die Gemüsescheiben salzen und ungefähr 20 Minuten ruhen lassen, damit die Flüssigkeit aus dem Gemüse zieht. Anschließend mit Küchenkrepp trocken tupfen.

Den Backofen auf 150 Grad Umluft vorheizen. Gemüsescheiben auf einem mit Backpapier ausgelegten Backblech verteilen und beide Seiten mit Olivenöl bestreichen. Den Thymian drüber streuen und ca. 30 Minuten backen. Die Backzeit kann stark variieren und ist vor allem von der Dicke der Scheiben abhängig. Am besten öffnen Sie den Ofen hin und wieder, damit die Feuchtigkeit entweichen kann.

Wenn die Chips anfangen, sich zu wellen, sind sie fertig. Aus dem Ofen nehmen und auskühlen lassen, damit sie richtig knusprig werden. Bei Bedarf noch etwas nachsalzen. Noch am gleichen Tag verzehren.

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