01.06.2017

Kein Zucker, Käse, Getreide Paleo-Diät: Abnehmen mit der Steinzeit-Ernährung

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Darum geht es bei der Paleo-Ernährung

Paleo-Ernährung
Mo, 16.04.2018, 11.37 Uhr

Darum geht es bei der Paleo-Ernährung

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Die Paleo-Diät orientiert sich an der Nahrung, die unsere Vorfahren in der Steinzeit gegessen haben. Lebensmittel aus der Moderne sind dabei nicht erlaubt. Dazu gehören auch Zucker, Käse und Getreide...

Stars wie Matthew McConaughey schwören auf das Ernährungskonzept. Und auch Schauspielerin Veronica Ferres soll mit Paleo schon überflüssige Pfunde verloren haben. Immer mehr Frauen fragen sich: Soll ich mich auch so ernähren, wie es in der Steinzeit üblich war?

Paleo: Was steckt dahinter?

Zurück in die Altsteinzeit: Die Paleo-Diät orientiert sich an der Nahrung, die unsere Vorfahren im Zeitalter des Paläolithikums vermutlich gegessen haben. Also „echte“ Lebensmittel, an die sich unser Stoffwechsel im Laufe der Evolution optimal angepasst hat. Das sind in erster Linie Tiere und Pflanzen, die gejagt und gesammelt werden können. Fertigprodukte und Lebensmittel, die es erst seit der Moderne gibt, sind dabei nicht erlaubt. Dazu gehören auch Zucker, Käse und Getreide, was sich für viele am schwersten gestaltet.

Schlank und schön dank Steinzeit-Diät

Die Anhänger der Paleo-Diät kommen aus dem Schwärmen gar nicht mehr heraus. Erstaunliche Erfolgsgeschichten machen die Runde: ein verbessertes Hautbild, eine geregelte Verdauung, viel mehr Energie, gute Laune und natürlich purzelnde Pfunde. Der Abnehm-Effekt entsteht in erster Linie durch den Verzicht auf Zucker und Getreide, also auch auf Brot und Nudeln. Stattdessen kommt mehr gesundes Obst und Gemüse auf den Teller. Auch Fisch und Fleisch gehören zu den festen und wichtigen Bausteinen. Das Plus an Proteinen macht satt und enthält nur wenige Kalorien, da der Körper für die Eiweißverdauung mehr Energie verbraucht als bei der Verwertung von Kohlenhydraten. Und glücklicherweise gibt es viele leckere und leichte Rezepte aus Fleisch und Gemüse.

>> Schlank-Rezepte mit Fleisch

Keine Pralinen, keine Fertigpizza, keine Chips am Abend – wer sich entscheidet, stark verarbeitete Lebensmittel zu meiden, schärft automatisch seinen Sinn für natürliche und regionale Produkte, die reich an Vitalstoffen sind. Mehr Vitamine, Mineralien und Antioxidantien lassen gestresste Haut erstrahlen und sorgen für mehr Gelassenheit, die Extraportion Ballaststoffe bringt Schwung in den Darm. Omega-3-Fettsäuren aus fetten Fischen und Nüssen wirken entzündungshemmend und heben die Stimmung. Auch Innereien erleben in der Steinzeit-Diät eine Renaissance. Zum Beispiel die Vitamin-A-Bombe Leber, die außerdem beachtliche Mengen Zink und Kupfer liefert.

50 Lebensmittel unter 50 Kalorien:

Was sagen die Kritiker?

Die gesundheitlichen Vorteile sind insgesamt nicht von der Hand zu weisen. Es gibt aber auch Kritiker, die den hohen Fleischkonsum bemängeln. Außerdem kann sich der totale Verzicht auf Milchprodukte negativ auf unsere Kalziumversorgung auswirken. Daher sollten Sie auf Mineralwasser mit viel Kalzium achten. Zudem ist ein gesunder Kohlenhydratkonsum wichtig. Statt Brot, Nudeln und Reis sind bei Paleo etwa Wurzelgemüse, Mais und Nüsse wichtige Lieferanten. Problem: Stattdessen wird häufig viel Fett konsumiert, etwa durch übermäßigen Fleischkonsum – und das schlägt sich irgendwann auf den Hüften nieder. Generell gilt bei Fleisch: Maßvoll bleiben.

>> Fleisch, Fisch & Co.

Dennoch, einen Versuch ist das Ganze wert. Vor allem, wenn Sie die Paleo-Regeln nicht dogmatisch sehen. Wichtig ist vor allem: Wer sich wie unsere Vorfahren ernähren will, wird zwangsläufig selbst und frisch kochen. In der heutigen stressigen Zeit nicht immer einfach, aber weitaus gesünder.

Paleo-Diät: Was ist erlaubt, was ist verboten?

Top 5: Finger weg!

  • 1. Zucker: Feind Nummer eins. Sie wollen abnehmen und die Vorzüge der Paleo-Diät erleben? Dann müssen Sie da durch!
  • 2. Milchprodukte: Der Zankapfel unter den Paleos! Laktoseintoleranz hin oder her, ob unsere Vorfahren Milch getrunken haben oder nicht – viele Anhänger lassen Milchprodukte komplett weg, andere schwören auf Butter oder Ghee (geklärte Butter).
  • 3. Getreide: Paleo-Fans sind sich sicher: In der Steinzeit wurde kein Getreide gegessen, geschweige denn Brot und Nudeln. Weizen, Reis und Haferflocken sind tabu – und das nicht nur wegen des darin enthaltenen Glutens.
  • 4. Hülsenfrüchte: Sojabohnen oder Linsen werden in der Steinzeit-Diät nicht gerne gesehen, da sie erst durch langes Kochen, Einweichen oder Keimen genießbar werden.
  • 5. Verarbeitete Industrieprodukte: Ein großes Tabu! Für die meisten von uns aber schwer umzusetzen. Tipp: Versuchen Sie alles, was aus mehr als drei Inhaltsstoffen besteht, im Regal stehen zu lassen.

Top 5: Greifen Sie zu!

  • 1. Fisch und Fleisch: Ob fetter Lachs, mageres Rindfleisch oder Innereien: Paleo-Fans achten auf artgerechte Tierhaltung. Noch besser ist Wildfang.
  • 2. Obst und Gemüse: Vor allem Wurzelgemüse wie Süßkartoffeln, Möhren oder Maniok stehen hoch im Kurs und liefern komplexe Kohlenhydrate. Beeren und Grapefruits gelten als Super-Obst. Sehr süße Obstsorten wie Äpfel, Mangos oder Ananas werden nur in Maßen empfohlen.
  • 3. Nüsse und Samen: Kraftpakete mit vielen Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen – und vor allem mit hochwertigen Fettsäuren in optimaler Zusammensetzung. Gut für Körper, Herz und Geist.
  • 4. Eier: Bei vielen Steinzeit-Essern täglich auf dem Speiseplan. Die Vitamintabletten unter den Lebensmitteln liefern außerdem Cholin, das wichtig für die Nerven ist.
  • 5. Fette: Die gute Nachricht: Butter und Schmalz sind erlaubt. Vorzug sollte jedoch pflanzlichen Fetten wie Oliven-, Kokos-, oder Nussölen gegeben werden. Nicht erlaubt sind Sonnenblumen- und Sojaöl.

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