16.05.2017

Von wegen keine Kalorien Darum kann Sprudelwasser dick machen

Sprudelwasser ist nicht so toll für die schlanke Linie, wie man vielleicht dachte.

Foto: iStock/ ljubaphoto

Sprudelwasser ist nicht so toll für die schlanke Linie, wie man vielleicht dachte.

Beim Abnehmen viel Wasser trinken – da kann man nichts falsch machen, oder? Falsch: Mit Sprudel versetzt, kann es für Extra-Pfunde sorgen.

Keine zuckerhaltigen Säfte, keine Softdrinks – stattdessen ein Glas Sprudelwasser. Wenn Sie denken, mit dieser Entscheidung sind Sie auf der sicheren Seite, um abzunehmen, müssen Sie jetzt ganz stark sein! Denn Sprudelwasser kann – so scheint es zumindest – tatsächlich zu einer Gewichtszunahme führen.

Wasser an sich hat tatsächlich keine Kalorien und ist damit das perfekte Getränk für alle, die auf ihr Gewicht achten oder abnehmen wollen. Doch das scheint nur für stilles Wasser zu gelten, nicht für Sprudel. Das Problem: die Kohlensäure! Sie sorgt nicht nur für prickelnde Frische, sie beeinflusst angeblich auch ein Hormon im Körper, das zur Gewichtszunahme führen kann.

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Zusammenhang zwischen Übergewicht und CO2-Werten

Die Anfänge dieser These finden sich schon im Jahr 2012. Damals kamen dänische Wissenschaftler nach einer 22 Jahre währenden Studie zu dem Ergebnis, dass es einen Zusammenhang zwischen Gewichtszunahme und atmosphärischem Kohlendioxid gibt. Mit steigenden CO2-Werten in einer Region stieg auch das Übergewicht der Menschen in betreffenden Gebieten.

Das galt nicht nur für die Dänen – weitere Studien kamen zu vergleichbaren Ergebnissen. An der Ostküste der USA stieg der CO2-Ausstoß zwischen 1986 und 2010 proportional zur Anzahl der Übergewichtigen.

Schuld ist das Hormon Ghrelin

Eine mögliche Erklärung lieferten die dänischen Forscher auch mit: Es scheint, als beeinflusse Kohlendioxid im Körper das Hormon Ghrelin – und das wirkt wiederum appetitanregend und hungerfördernd. Wissenschaftler der Universität von Bir Zeit bei Ramallah (Palästina) haben jetzt eine neue Studie veröffentlicht, die noch mehr auf Kohlendioxid – in diesem Fall Kohlensäure – in Getränken einging.

Es ging darum, ob Kohlensäure in Getränken Menschen dick machen kann. Das wurde an Ratten getestet: einige bekamen klares Wasser aus der Leitung, andere mit Kohlendioxid versetztes Wasser. Letztere nahmen nicht nur schneller an Gewicht zu, es wurden auch höhere Mengen des Hungerhormons Ghrelin im Blut gefunden. Außerdem ließ sich mehr Fett in der Leber nachweisen als bei der Vergleichsgruppe. Später wurde derselbe Test mit 20 gesunden Studenten durchgeführt – mit vergleichbaren Ergebnissen.

Wasser ist also nicht gleich Wasser – und wer beim Durstlöschen nicht in die Kalorienfalle tappen will, sollte statt zum gesprudelten lieber zum stillen Wasser greifen.

Siehe auch: Mineralwasser

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