20.04.2017

25 Schlank-Tipps Clean Eating: Wie Sie in kurzer Zeit bis zu 20 Pfund verlieren

Mit möglichst natürlichen, frischen Zutaten zu kochen, entlastet den Organismus und liefert ihm die richtigen Nährstoffe.

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Mit möglichst natürlichen, frischen Zutaten zu kochen, entlastet den Organismus und liefert ihm die richtigen Nährstoffe.

Hungern? Nein! Sie müssen nicht fasten, um einen schnellen Abnehm-Effekt zu erzielen. Lernen Sie, besser zu essen. Denn das tut Körper und Seele wirklich gut.

Wie neugeboren!

Würden Sie Ihr Auto mit dem falschen Benzin betanken? Sicher nicht! Das würde den Motor ruinieren. Und genauso funktioniert unser Körper. Bekommt er nicht die richtigen Nährstoffe und Mengen, streikt er zwar nicht sofort, aber er wird immer langsamer. Liefern wir ihm dagegen ausreichend gesundes Essen, kommt er wieder in Fahrt. Genau das ist die Idee von "Clean Eating". Sie ernähren sich möglichst natürlich (= „clean“ = „sauber“) und entlasten den Organismus, statt ihn mit Fast Food zu stressen. Den Effekt spüren Sie schnell: Sie fühlen sich fitter, haben mehr Lust, sich zu bewegen.

20 Pfund weg!

Natürliches Essen liefert viel mehr Schlankstoffe und viel weniger Kalorien als behandelte Lebensmittel. Nur ein Beispiel: Kartoffeln kann der Körper wunderbar verwerten. Kartoffelchips dagegen machen ihn fertig. Sie enthalten so gut wie keine Nährstoffe, dafür reichlich ungesundes Fett und Salz. Allein durch den Verzicht auf solche sinnlosen Dickmacher spart man pro Tag locker 1500 Kalorien und stärkt den Stoffwechsel. Das bedeutet: Mit den Clean-Eating-Tipps auf dieser Seite können Sie in der Fastenzeit bis zu 20 Pfund schaffen.

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25 Tipps, wie sie die Pfunde loswerden

1. Obst statt Riegel

Süße Belohnungen sind okay. Aber bitte nicht aus dem Schoko-Regal! Ideale Snack-Größe haben z. B. Kiwis oder Clementinen. Beide bringen nur etwa 40 Kalorien mit (Schokoriegel ca. 250), liefern aber pro Portion über 25 mg wichtiges Schlank-Vitamin C.

2. Teller 3:1 teilen

Der Teller darf ruhig voll sein, man muss ihn nur richtig füllen. Drei Teile sollten immer frisch (gekocht) sein: z. B. Gemüse, Salat, Obst, Eier, Fleisch, Fisch, Geflügel. Höchstens ein Teil darf aus einer Packung oder Dose kommen.

3. Erst lesen, dann kaufen

Zutatenlisten spielen eine wichtige Rolle. Sie möchten möglichst keine künstlichen Farb-, Aroma-, Süß- oder Konservierungsstoffe kaufen. Faustregel: Je kürzer die Liste, desto besser.

4. Unaussprechlich?

Eine Zutat auf der Liste ist unaussprechlich? Dann zurück ins Regal damit! Das klingt nicht nach natürlich.

5. Konzentration, bitte

Das Essen so nebenbei hinunterschlingen? Verboten! Schalten Sie alles aus, was Sie ablenken könnte. Studien zeigen: Wenn wir alle Sinne nutzen, das Essen sehen, riechen, schmecken und fühlen, benötigen wir viel geringere Mengen.

6. Kombi-Gesetz

Zur perfekten Mahlzeit gehören immer alle drei Hauptnährstoffe: Eiweiß (Fisch, Fleisch, Eier, Milchprodukte), Kohlenhydrate (Getreide, Gemüse) und Fett (s. Punkt 17).

7. Täglich etwas Grünes

Salat, Brokkoli, Gurke, Zucchini, Avocado … Die Farbe der Natur gehört als wichtiger Vitamin-Lieferant täglich auf den Speiseplan. Planen Sie morgens, wann Sie Ihre „grüne Portion“ essen. Lassen Sie sie niemals ausfallen.

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8. Obst – möglichst dunkel

Auch beim Obst sollten Sie auf die Farbe achten. Dunkles (Blaubeeren, TK-Brombeeren, blaue Trauben) liefert besonders wertvolle sekundäre Pflanzenstoffe für den Fettabbau.

9. Wasser nicht vergessen

Einer der häufigsten Gründe für Müdigkeit (und fahlen Teint) ist Flüssigkeitsmangel. Liefern Sie Ihrem Körper alle ein bis zwei Stunden ein Glas Wasser. So kann er Nährstoffe besser transportieren und Giftstoffe ausscheiden.

10. Aroma statt Zucker

Verzichten Sie auf Limos (7 TL Zucker pro 330 ml-Dose) und Fruchtsäfte (5 TL Zucker pro 250-ml-Glas). Aromatisieren Sie Ihr Wasser mit frisch geraspelter Ingwerwurzel (regt mit Scharfstoffen die Fettverbrennung an) oder frisch gepresstem Zitronensaft (verbessert mit Vitamin C die Schlankhormon-Produktion).

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11. Nudeln erlaubt

Pasta ist beim Clean Eating nicht verboten! Aber nehmen Sie immer die Vollkorn-Variante. Die liefert doppelt so viele Ballaststoffe für Sättigung und Verdauung.

12. Regelmäßig zugreifen

Auch bei den Essenszeiten ist Achtsamkeit gefragt. Wenn Sie Mahlzeiten einfach ausfallen lassen, setzt das den Körper unter Stress. Optimal versorgt ist er so:

  • Zwischen 6.00 und 9.45 Uhr: Frühstück
  • 2 bis 4 Stunden nach dem Frühstück: Snack
  • Vor 15.00 Uhr: Mittagessen
  • 2 bis 4 Stunden nach dem Mittag: Snack
  • Zwischen 17.00 und 19.00 Uhr: Abendessen

13. Soßen-Ersatz

Die Devise „Natur pur“ bringt besonders bei Soßen viel. Ertränken Sie Salat nicht in fetten Fertig-Dressings. Nehmen Sie einfach gutes Olivenöl und Essig. Servieren Sie Fleisch- oder Fischfilet nicht mit Cocktailsoße oder Kräuterbutter.

14. Pflicht: die Kräuterbank

Salz gehört zu den schlimmsten Figur- und Gesund-Feinden. Damit Sie darauf verzichten können, sind frische Kräuter in der Küche Pflicht. Stellen Sie Basilikum, Rosmarin und Petersilie in Töpfen auf die Fensterbank, und bringen Sie mit den Blättchen Geschmack an Ihr Essen.

15. Scharf schrumpft

Die Pfeffermühle bleibt auf dem Tisch! Denn die Hauptsubstanz Piperin aktiviert Verdauungs-Enzyme und Stoffwechsel.

16. Meer ist mehr

Und wenn schon Salz, nehmen Sie natürliches Meersalz. Das ist nicht chemisch raffiniert.

17. Keine Angst vor gesundem Fett

Ohne gesunde Fette (z. B. Omega 3) funktioniert der Stoffwechsel nicht. Sie gehören zum Clean Eating, stecken z. B. in nativem Olivenöl, Avocados, Nüssen und fettem Fisch (Lachs, Makrele, Hering). Tabu sind gesättigte (Sahne, Leberwurst) und gehärtete Varianten (z. B. in Chips).

18. Pflanzliche Eiweiß-Hilfe

Wer alle zwei bis drei Tage Hülsenfrüchte (Linsen, Bohnen, Kichererbsen) als Beilage oder Suppe isst, nimmt ab.

19. Natur aufs Brot

In Streichwurst und -käse stecken zu viel Fett und Salz. Kaufen Sie keine Fabrikware, sondern machen Sie den Aufstrich selbst. Mischen Sie Joghurt (1,5 %) mit Thunfisch. Zerdrücken Sie eine Avocado.

20. Prost-Pause

Alkohol enthält nicht nur 7 Kalorien pro Gramm, er bindet auch Körperkräfte. Seine Zersetzung hat immer Vorrang und bremst damit andere wichtige Stoffwechselprozesse. Verzichten Sie sechs Wochen konsequent.

21. Qualitäts-Check für Fleisch & Co.

Als gute Eiweißquellen gehören Fleisch und Geflügel zum Clean Eating. Aber nur, wenn die Tiere mit natürlichem Futter und artgerecht großgezogen wurden. Weil das teurer ist, reduzieren Sie einfach die Portion entsprechend. 100 Gramm Bio-Hähnchenbrust ist für den Organismus viel mehr wert als 500 Gramm aus der Massentierhaltung.

22. SOS-Vorrat aus der Kühle

Hektik und Hunger sind schlechte Einkaufsberater. Legen Sie deshalb zu Hause einen SOS-Vorrat an, und gehen Sie nie gestresst oder hungrig in den Supermarkt. Lagern Sie mindestens drei verschiedene TK-Gemüsesorten (in drei verschiedenen Farben) und zwei Obstsorten (in zwei unterschiedlichen Farben) – das bringt Abwechslung. Aber: Kaufen Sie keine verfeinerten Produkte! Es muss wirklich 100 Prozent Gemüse oder Obst in der Packung sein.

23. Gemüse - auch mal bitter

Bittere Gemüsesorten regen Verdauung und Fettverbrennung optimal an, bremsen den Appetit. Einfachste Maßnahme: Mischen Sie immer Radicchio, Chicorée, Löwenzahn oder Endivien in Ihren Salat.

24. Bissfest garen

Ein Hitzeschock ist für die Biostoffe im Gemüse besser als langsames Garen bei 40 bis 70 Grad. Außerdem verkürzt sich die Garzeit, wenn Sie das Gemüse erst in das kochende Wasser geben.

25. Weniger putzen

Wenn die Schale genießbar ist, lassen Sie sie immer dran. Denn darin und darunter stecken viele wertvolle Pflanzenstoffe.

Dieser Artikel erschien zuerst in der aktuellen BILD der FRAU Nr. 10.

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