Aktualisiert: 13.06.2019 - 09:00

Ernährungsumstellung Teil 1 Wie Sie erfolgreich Ihre Ernährung umstellen

Das hält Sie von einer gesunden Ernährung ab: unbewusste ungesunde Essgewohnheiten. Eine Ernährungsumstellung lässt sich aber meistern!

Foto: iStock/vgajic

Das hält Sie von einer gesunden Ernährung ab: unbewusste ungesunde Essgewohnheiten. Eine Ernährungsumstellung lässt sich aber meistern!

Gesund ernähren klingt einfach, aber gelingt selten. Heute stellt Ihnen Ernährungscoach Nadine Hüttenrauch den ersten von fünf Schritten für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung vor. Es gilt, unbewusste und ungesunde Essgewohnheiten aufzudecken.

Über eine Ernährungsumstellung denken viele von uns immer mal nach. Denn seien wir doch einmal ganz ehrlich – wir wissen, wie eine gesunde Ernährung grundsätzlich aussieht. Natürlich gibt es die unterschiedlichsten Ernährungsformen und Diätpläne, die vermeintlich alle etwas anderes predigen. Aber egal ob nun Vegetarismus, Veganismus, Paleo, Low Carb, Clean Eating oder auch die basische Ernährung – am Ende geht es bei allen Ernährungsweisen doch um Folgendes:

  • naturbelassene Lebensmittel verarbeiteten und raffinierten Produkten vorzuziehen
  • auf Ausgewogenheit und Abwechslung zu achten
  • viele frische und qualitativ hochwertige Zutaten zu verwenden
  • ausreichend Vitalstoffe wie Vitamine und Mineralien zu sich zu nehmen

Das Wissen ist in der Theorie also da, doch der schwerste Schritt ist es, dieses Wissen dann auch in die Tat umzusetzen. Deshalb werde ich Ihnen in dieser fünfteiligen Serie näherbringen, wie genau Ihnen eine Ernährungsumstellung gelingt und was Sie alles beachten sollten.

Ernährungsumstellung: Wie lässt sich eine gesunde Ernährung umsetzen?

Auch wenn die meisten von uns die Grundsätze einer gesunden Ernährung kennen (sollten), so lautet dennoch häufig die erste Frage, die mir gestellt wird, wenn ich mich als Ernährungscoach vorstelle: "Was ist denn gesund?" Die viel wichtigere Frage sollte in meinen Augen – beziehungsweise in diesem Fall wohl Ohren – allerdings lauten: "Wie setze ich eine gesunde Ernährung um?" Oder: "Wie gelingt mir eine Ernährungsumstellung?" Denn scheinbar ist es nicht die Unwissenheit über einen gesunden Ernährungsstil, die uns davon abhält, Essgewohnheiten zu verändern, sondern eher die Umsetzung.

Daher möchte ich Ihnen heute den ersten von fünf Schritten für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung vorstellen: unbewusste ungesunde Gewohnheiten aufdecken.

Was sind Gewohnheiten und wann werden sie ungesund?

Wir Menschen werden nicht ohne Grund "Gewohnheitstiere" genannt. Gewohnheiten haben einen sehr wertvollen Sinn und Zweck: Sie geben uns Struktur und Sicherheit. Aspekte, die gerade in der heutigen Welt mit ihren vielen Unsicherheiten wichtig sind. Und so liebt unser Gehirn Gewohnheiten.

Wenn Gewohnheiten jedoch in einem ungesunden Essverhalten enden, dann können sie schnell kontraproduktiv wirken. Denken Sie etwa an den regelmäßigen Besuch beim Schnellimbiss, an das tägliche Schokocroissant zum Frühstück oder das häufige Fertiggericht zum Abendessen. Es gibt sicherlich Gewohnheiten, die Ihnen sehr bewusst sind oder vielleicht auch nicht (mehr), denn je öfter sich etwas in Ihrem täglichen Leben wiederholt, umso automatischer wird es.

Irgendwann achten Sie nicht mehr darauf und stellen es auch nicht mehr in Frage und genau hier liegt der Punkt: Was Sie nicht in Frage stellen und was Ihnen nicht bewusst ist, können Sie erst gar nicht verändern und umstellen. Die Einsicht ist bekanntlich der erste Weg zur Besserung.

Der 1. Schritt: Unbewusste Essgewohnheiten aufdecken

Der erste Schritt für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung: Decken Sie Ihre unbewussten ungesunden Essgewohnheiten auf. Stellen Sie sich damit verbunden die Fragen:

  1. Was sind meine Essgewohnheiten und wie kann ich gesündere, neue Gewohnheiten statt Verzicht etablieren?
  2. Was esse und trinke ich den ganzen Tag über?

Achten Sie dabei nicht nur auf die drei Hauptmahlzeiten. Schauen Sie genauso auf die vermeintlichen "Kleinigkeiten", die sich oftmals gerne anhäufen. Wie zum Beispiel die Menge an Zucker, die in den Kaffee kommt. Der Schokoriegel, der jeden Tag wie von Geisterhand geführt den Weg in Ihren Mund findet. Genauso wie der Softdrink, der seinen festen Platz im täglichen Ernährungsplan gefunden hat. Oft auch wird ganz einfach aus Langeweile gegessen.

Es ist aber nicht immer so einfach, die unbewussten Gewohnheiten aufzudecken. Ein Beispiel: Manchmal frage ich meine Klienten, wieviel Milch sie trinken – vor allem, wenn es einen Verdacht auf Laktoseintoleranz gibt. Die Antwort lautet häufig: "Wenig." Dann frage ich: "Trinken Sie Cappuccino oder Latte Macchiato?" – "Ja." – "Und wie viele?" – "So zwei bis drei am Tag … Hm, vielleicht trinke ich doch etwas mehr Milch."

Beobachten Sie sich und Ihre Essgewohnheiten genau

Schauen Sie also genau hin und beobachten Sie sich. Vielleicht hilft es Ihnen, sich aufzuschreiben, was sie den Tag über essen und vor allem auch trinken und in welcher Menge. Hierfür können Sie sich zum Beispiel ein Ernährungstagebuch zulegen. Und vergessen Sie nicht, auf die "Kleinigkeiten" zu achten. Wie viele Löffel Zucker kommen in den Tee oder Kaffee? Welchen Snacks können Sie nicht wiederstehen? Was naschen Sie vielleicht nebenbei und gedankenverloren, während Sie etwas anders tun, wie am Schreibtisch sitzen und arbeiten oder fernsehen?

Dieses Vorgehen hilft auch, wenn Sie einen ganz spezifischen Grund haben, Ihre Ernährung umzustellen. Wenn Sie zum Beispiel abnehmen möchten, können Sie auf diese Weise erkennen, an welchen Stellen Sie unnötige oder unnötig viele Kalorien zu sich nehmen.

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Im nächsten Schritt erfahren Sie, warum das "Warum?" für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung so wichtig ist.

Lesen Sie auch die anderen Schritte auf dem Weg zu einer langfristig erfolgreichen Ernährungsumstellung nach:

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Auf unserer Themenseite Natürlich Nadine finden Sie viele weitere spannende Ratgeber rund um eine gesunde Ernährung. Und wenn Sie für Ihre Ernährungsumstellung weitere Informationen zu den Themen Diäten oder beispielsweise Low Carb benötigen, schauen Sie doch auf unseren Themenseiten vorbei

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