22.05.2017

Natürlich Nadine Ernährungsumstellung: Wie gelingt sie?

Das hält Sie von einer gesunden Ernährung ab: Unbewusste ungesunde Essgewohnheiten

Foto: istock/YakobchukOlena

Das hält Sie von einer gesunden Ernährung ab: Unbewusste ungesunde Essgewohnheiten

Gesund ernähren klingt einfach, aber gelingt selten. Heute stelle ich den 1. von 5 Schritten vor: Unbewusste ungesunde Essgewohnheiten aufdecken.

 

Seien wir doch einmal ganz ehrlich, wir wissen, wie eine gesunde Ernährung grundsätzlich aussieht. Natürlich gibt es die unterschiedlichsten Ernährungsformen und Diätpläne, die vermeintlich alle etwas anderes predigen. Aber egal, ob nun, Vegetarismus, Veganismus, Paleo, Low Carb, Clean Eating oder auch die basische Ernährung – am Ende geht es bei allen Ernährungsweisen doch darum, naturbelassene Lebensmittel verarbeiteten und raffinierten Produkten vorzuziehen, auf Ausgewogenheit und Abwechslung zu achten, so viele frische und qualitativ hochwertige Zutaten zu verwenden und sicherzustellen, ausreichend Vitalstoffe, wie Vitamine und Mineralien, zu sich zu nehmen.

Nicht „Was ist gesund?“, sondern „Wie kann ich meine Ernährung umstellen?“ sollte die Frage lauten

Auch wenn die meisten von uns, die Grundsätze einer gesunden Ernährung kennen (sollten), so lautet dennoch häufig die erste Frage, die mir gestellt wird, wenn ich mich als Ernährungscoach vorstelle: „Was ist denn gesund?“ Die viel wichtigere Frage sollte in meinen Augen – beziehungsweise in diesem Fall wohl Ohren – allerdings lauten: Wie setze ich eine gesunde Ernährung um? Oder: Wie gelingt mir eine Ernährungsumstellung? Denn scheinbar ist es nicht die Unwissenheit, über einen gesunden Ernährungsstil, die uns davon abhält, Essgewohnheiten zu verändern, sondern eher die Umsetzung.

Daher möchte ich Ihnen heute den ersten von 5 Schritten für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung vorstellen: Unbewusste ungesunde Gewohnheiten aufdecken.

Was sind Gewohnheiten und wann werden sie ungesund?

Wir Menschen werden nicht ohne Grund „Gewohnheitstiere“ genannt. Gewohnheiten haben einen sehr wertvollen Sinn und Zweck: Sie geben uns Struktur und Sicherheit. Aspekte, die gerade in der heutigen Welt, mit ihren vielen Unsicherheiten, wichtig sind. Und so liebt unser Gehirn Gewohnheiten.

Wenn Gewohnheiten jedoch in einem ungesunden Essverhalten enden, dann können sie schnell kontraproduktiv wirken. Der regelmäßige Besuch beim Schnellimbiss, das tägliche Schokocroissant zum Frühstück oder das häufige Fertiggericht zum Abendessen. Es gibt sicherlich Gewohnheiten, die Ihnen sehr bewusst sind oder vielleicht auch nicht (mehr), denn je öfter sich etwas in Ihrem täglichen Leben wiederholt, umso automatischer wird es. Irgendwann achten Sie nicht mehr darauf und stellen es auch nicht mehr in Frage und genau hier liegt der Punkt: Was Sie nicht in Frage stellen und was Ihnen nicht bewusst ist, können Sie erst gar nicht verändern und umstellen. Die Einsicht ist bekanntlich der erste Weg zur Besserung.

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Der 1. Schritt: Unbewusste Essgewohnheiten aufdecken

Von daher ist der wichtigste erste Schritt für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung: Decken Sie Ihre unbewussten ungesunden Essgewohnheiten auf. Stellen Sie sich damit verbunden die Fragen: Was sind meine Essgewohnheiten? Was esse und trinke ich den ganzen Tag über?

Achten Sie dabei nicht nur auf die drei Hauptmahlzeiten. Schauen Sie genauso auf die vermeintlichen „Kleinigkeiten“, die sich oftmals gerne anhäufen. Wie zum Beispiel die Menge an Zucker, die in den Kaffee kommt. Der Schokoriegel, der jeden Tag, wie von Geisterhand geführt, den Weg in Ihren Mund findet. Genauso wie der Softdrink, der seinen festen Platz im täglichen Ernährungsplan gefunden hat.

Es ist nicht immer so einfach, die unbewussten Gewohnheiten aufzudecken. Ein Beispiel: Manchmal frage ich meine Klienten, wieviel Milch sie trinken – vor allem, wenn es einen Verdacht auf Laktoseintoleranz gibt. Die Antwort lautet häufig: „Wenig.“ Dann frage ich: „Trinken Sie Cappuccino oder Latte Macchiato?“ – „Ja.“ – „Und wie viele?“ – „So 2, 3 am Tag … Hm, vielleicht trinke ich doch etwas mehr Milch.“

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Beobachten Sie sich und Ihre Essgewohnheiten genau

Schauen Sie also genau hin und beobachten Sie sich. Vielleicht hilft es Ihnen, sich aufzuschreiben, was sie den Tag über essen und vor allem auch trinken und in welcher Menge. Hierfür können Sie sich zum Beispiel ein Ernährungstagebuch zulegen. Und vergessen Sie nicht, auf die „Kleinigkeiten“ zu achten. Wie viele Löffel Zucker kommen in den Tee oder Kaffee? Welchen Snacks können Sie nicht wiederstehen? Was naschen Sie vielleicht nebenbei und gedankenverloren, während Sie etwas anders tun, wie am Schreibtisch sitzen und arbeiten oder fernsehen? Dieses Vorgehen hilft auch, wenn Sie einen ganz spezifischen Grund haben, Ihre Ernährung umzustellen. Wenn Sie zum Beispiel abnehmen möchten, können Sie auf diese Weise erkennen, an welchen Stellen Sie unnötige oder unnötig viele Kalorien zu sich nehmen.

Endlich gesünder ernähren: Wollen Sie es wirklich?

Nächste Woche erfahren Sie, warum das „Warum?“ für eine erfolgreiche Ernährungsumstellung so wichtig ist. Bis dahin freue ich mich, von Ihnen zu erfahren: Was sind Ihre unbewussten Essgewohnheiten?

Lesen Sie auch die anderen Schritte auf dem Weg zu einer langfristig erfolgreichen Ernährungsumstellung nach:

Schritt 1: Decken Sie ungesunde Ernährungsgewohnheiten auf

Schritt 2: Stellen Sie sich die Frage, ob und warum Sie sich gesünder ernähren wollen

Schritt 3: Fokussieren Sie sich auf neue gesunde Ernährungsgewohnheiten anstatt Verzicht

Schritt 4: Setzen Sie sich realistische Ziele und gehen Sie schrittweise voran

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