29.11.2016

MENTALES TRAINING So klappt’s endlich mit dem Abnehmen

Mentales Training hilft, seine Ziele zu erreichen und ein glücklicheres und zufriedeneres Leben zu führen.

Foto: iStock/CasarsaGuru

Mentales Training hilft, seine Ziele zu erreichen und ein glücklicheres und zufriedeneres Leben zu führen.

Sie haben zugenommen oder nehmen einfach nicht ab? Dann sind vielleicht ihre Gedanken schuld! Aber keine Sorge, mentales Training kann helfen.

Kurz vor der Weihnachtszeit haben Frauen vor allem vor einem Angst: Einer Gewichtszunahme. Leckere Plätzchen, köstlicher Stollen und ein deftiger Braten mit reichlich Beilagen sind eben einfach schwer zu widerstehen. Auch drei Feiertage in Folge lang! Leider mit einem dicken Ende, denn nicht selten zeigt die Waage danach ein paar Kilo mehr an.

Kein Wunder, dass zwei der beliebtesten Vorsätze fürs neue Jahr stets „abnehmen“ und „mehr Sport treiben“ sind. Das Problem dabei: Oft helfen Sport und gesunde Ernährung nicht – so unlogisch das klingen mag! Bei vielen Frauen halten sich die Kilos hartnäckig. Der Grund: Die negativen Gedanken sind schuld! „Mentales Training“ lautet deshalb das Zauberwort und wird deshalb auch von Prominenten immer öfter eingesetzt. Wie diese neuartige Methode, die eigentlich gar nicht so neu ist, funktioniert hat uns Speaker und Autor Marcus Giers (40) („Realität ist verhandelbar“) im Interview verraten.

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bildderfrau.de: Was ist mentales Training?

Marcus Giers: Für viele Leserinnen klingt Meditation oder mentales Training auf den ersten Blick nach Hokuspokus oder einem neuen Modetrend aus Amerika. Doch Mentaltraining sollte für alle überall unbedingt zum täglichen Bestandteil des Lebens werden. Lassen Sie es mich kurz so erklären. Lange Zeit hielt man besonders hier in Deutschland das menschliche Gehirn für unveränderlich – in etwa wie die Hardware ihres PC’s. Manche spotteten sogar, Meditation oder mentales Training sei etwas für Menschen mit einem Dachschaden. Doch dann haben Neurowissenschaftler in Zusammenarbeit mit tibetischen Meditationsmeistern erkannt, dass Emotionen und Bewusstseinszustände die neuronalen Verknüpfungen des Gehirns eines jeden einzelnen Menschen beeinflussen können. Zusätzliche erstaunliche wissenschaftliche Erkenntnisse der biochemischen Funktionen unseres Körpers zeigen uns, dass unser Denken und Fühlen bis in jede einzelne unserer Zellen hineinwirkt. Es ist einfach unglaublich, was da auf molekularer Ebene unseres Körpers abgeht. Mentaltraining ist einfach und für jeden zu empfehlen. Es bedeutet, dass der Geist durch bewusstes Lenken der Gedanken trainiert wird. Positive Gedanken ziehen positive Resultate an – negative Gedanken negative Resultate. Das gilt natürlich auch beim Abnehmen.

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Klingt sehr wissenschaftlich. Wie wendet man Mentaltraining im täglichen Leben an?

Nehmen wir ein Beispiel. Besonders viele Frauen achten sehr darauf, schlank, sexy und begehrenswert zu sein und zwar immer und überall, unabhängig von Alter und Beruf. Weihnachten ist die Zeit der Verführung. Leckere Naschereien, saftige Gänsebraten, eben alles, was dick, schwer und später mit einem Blick auf die Waage und in den Spiegel unzufrieden macht, lauern überall. Die Folge: Man beginnt Kalorien zu zählen und „Wunderdiäten“ zu machen, die es dann richten sollen. All das muss aber nicht sein! Mentales Training hilft ungemein, sein Gewicht zu halten oder eben schnell wiederzuerlangen. Die tägliche Anwendung einer Meditation für’s eigene Optimalgewicht wirkt hier absolut zuverlässig. Das beweisen mittlerweile unzählig viele Langzeitstudien führender Weltuniversitäten wie Harvard, Oxfort oder Berkley in Kalifornien.

Wofür ist mentales Training geeignet?

Die Macht der Gedanken ist die größte innere Kraftquelle des Menschen. Das wusste schon König Salomon vor rund 3500 Jahren. Tägliches mentales Training ermöglicht es, dieses geistige Potenzial zu entdecken und zu nutzen, um die eigene Persönlichkeit zu entfalten, Herzenswünsche zu verwirklichen und jeden Tag bewusst und erfolgreich zu gestalten. Eine Methode, welche ich persönlich anwende, dauert nicht länger als 5 Minuten am Tag. Es ist eine Methode, welche im Ur-Hebräischen seinen Ursprung hat. Die Resultate sind noch heute für mich unglaublich. Mentales Training und tägliche Meditation haben mich u.a. wirtschaftlich frei und unabhängig sowie beruflich und privat erfolgreich gemacht. Ich führe voller Dankbarkeit ein schlankes, gesundes und erfülltes Leben. Und mal ehrlich: Fünf Minuten am Tag hat jeder. Eines ist mir jedoch sehr wichtig zu erwähnen. Nur Mentaltraining alleine hilft niemandem, schlank oder reich zu werden oder einen gesunden Körper zu bekommen. Gesunde Ernährung und Sport sind dabei unausweichlich. Aber es ist ein mächtiges und wirksames Instrument, welches unterstützt, bei einer Meisterschaft optimale Leistungen zu erbringen oder endlich seine Wunschfigur zu bekommen. Ohne Eigeninitiative und dem Funken an Begeisterung und vor allem Willen für das eigene Ziel nützt auch Mentaltraining nichts.

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Für wen ist mentales Training geeignet?

Für jeden, egal ob Mann oder Frau, jung oder alt, gesund oder nicht gesund. Meiner Ansicht nach kann man gar nicht früh genug mit Mentaltraining beginnen. Wer bspw. seinen Kindern zu einem guten und gesunden Start ins Leben verhelfen will, stärkt ihren Glauben an sich selbst. Und je früher man damit beginnt, desto größer ist die Chance, dass negative Selbstbilder bei den Kindern gar nicht erst entstehen können. Kinder, die die Kraft der positiven Gedanken kennen, kommen besser im Leben klar. In Bezug auf Gewicht und Ernährung können Übergewicht und gesundheitliche Schäden von vornherein vermieden werden. Dass belegen sogar Experimente und Studien der Harvard University aus den 70er und 80er Jahren. Besonders Kinder lernen sehr schnell, ihr Denken, ihre Gefühle, ihre Atmung und ihre Handlungen bewusst zu beeinflussen. So entstehen Zufriedenheit, Selbstvertrauen und ein positives Selbstbild. Eine perfekte Vorbereitung auf’s Leben.

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Braucht man dafür eine Ausbildung?

Meditieren kann jeder immer und überall in jeder Minute, in jeder Sekunde, während man läuft, einen Kaffee oder Tee trinkt, man im Flugzeug sitzt oder mit dem Auto im Stau oder an der roten Ampel steht. Manchmal wurde ich auch durch das Hupen meines Hintermanns daran erinnert, weiter zu fahren. Meine Erfahrung ist, dass viele Menschen missverstehen, was Meditation ist. Sie glauben, Sie müssen sich darauf konzentrieren an nichts zu denken – ich denke an nichts, ich denke an nichts – Und genau das bringt NICHTS! Wir können unsere Gedanken und Emotionen nicht blockieren, wir brauchen unsere Gedanken und Emotionen. Die einfachste Form, Meditation zu erlernen ist: Achten Sie nur auf Ihren Atem, auf das Einatmen, auf das Ausatmen, wie Sie durch Ihre Nase einatmen, in den Bauch hinein, wie sich Ihre Bauchdecke anhebt und wie sie wieder ausatmen. Bleiben Sie nur bei Ihrem Atem und wenn Sie es vergessen, ist das nicht schlimm, Sie kommen einfach wieder zurück. Dieses ist die einfachste Form der Meditation und sie lässt sich mit anderen mentalen Instrumenten wunderbar kombinieren und erweitern. Ich meditiere manchmal im Kloster mit Mönchen oder mit Freunden und Geschäftspartnern, dass bringt mir sehr viel. Die Möglichkeiten, mit Meditation zu wachsen, sind unbegrenzt.

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