Aktualisiert: 15.10.2020 - 14:38

Déjà-vu Und wieder das liebe Klopapier... Hamsterkäufe nehmen erneut zu

Ist ganz Deutschland nun endlich mit genügend Toilettenpapier eingedeckt? Die steigenden Coronazahlen veranlassen viele erneut zu Hamsterkäufen.

Foto: imago images / Eibner

Ist ganz Deutschland nun endlich mit genügend Toilettenpapier eingedeckt? Die steigenden Coronazahlen veranlassen viele erneut zu Hamsterkäufen.

Steigende Infektionszahlen sorgen dafür, dass die Deutschen wieder hamstern. Sind Supermarktketten auf erhöhte Nachfragen ausreichend vorbereitet? So viel ist schon mal sicher: Diverse Supermarkt-Ketten meldet wieder Hamsterkäufe – auch beim Klopapier.

Die Corona-Neuinfektionen in Deutschland nehmen seit einigen Wochen stetig zu, das RKI (Robert-Koch-Institut) hat heute ein Allzeithoch von 6638 neuen Fällen gemeldetet. Mit den steigenden Zahlen erhöht sich auch die Nachfrage an bestimmten Produkten in Supermärkten. Seit Anfang dieser Woche verzeichnen Supermarkt-Ketten in einzelnen Regionen, etwa Wupperthal oder Köln wegen Corona erneute Hamersterkäufe – das die aktuelle Entwicklung macht die Menschen offenbar unsicher.

Corona-Pandemie: Hamsterkäufe nehmen wieder zu

Gerade in schwer betroffenen Bundesländern wie NRW ist von erneuten Hamsterkäufen die Rede. So berichtet der Besitzer einer Edeka-Filiale der Wupperthaler Rundschau von einem massiven Anstieg bei der Nachfrage von Hygieneprodukten, darunter Klopapier und lang haltbare Lebensmittel wie Nudeln oder Mehl. Dabei appelliert er an seine Kunden, Hamsterkäufe zu vermeiden, um Lieferketten aufrecht zu erhalten und Engpässe zu vermeiden.

Doch Supermarktketten sind auf ein erneutes Hamstern vorbereitet. Im März diesen Jahres griffen viele Menschen aus Unsicherheit häufiger zu Nudeln, Dosen und Toilettenpapier, als sie wohl eigentlich mussten. Der Marktforscher Iri verzeichnete in der zweiten Märzwoche eine Zunahme im Umsatz von 135 Prozent bei Toilettenpapierverkäufen.

Leergefegte Regale waren die Folge, unter der gerade Rentner oder Pflegepersonal zu leiden hatten. Im Juli hatten sich diese Absatzzahlen wieder stabilisiert, in den Supermärkten kehrte wieder Normalität ein.

Auch Lidl und Aldi Süd bemerkten seit Anfang dieser Woche einen Anstieg bei der Nachfrage nach Toilettenpapier. Doch ähnliche Zustände wie im März erwarten sie nicht. "Auf eine Veränderung der Sachlage sind wir gut vorbereitet und können durch angepasste Maßnahmen schnell reagieren, um die Filialen mit ausreichend Ware zu versorgen," berichtet Lidl in der Wirtschaftswoche.

Andere Handelsketten wie Kaufland, Rewe oder DM beobachten keine Hamsterkäufe in ihren Geschäften. Marktforscher Iri vermutet, dass Verbraucher aus der ersten Welle des Pandemiegeschehens gelernt haben und deshalb keine Versorgungslücken befürchten.

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Viele Händler ergriffen im März Maßnahmen gegen das Hamstern ihrer Kunden. Manche Supermärkte öffneten zeitweise nur für Senioren .

Die steigenden Zahlen führen zu neuen Maßnahmen, die dem Coronavirus geschuldet sind . Hier lesen Sie mehr über Anti-Corona-Maßnahmen von Bund und Ländern.

Und wie geht es weiter? Wie könnte unser Weihnachten 2020 zu Corona-Zeiten aussehen?

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