Aktualisiert: 09.08.2020 - 17:09

Besser in Maßen Diese Lebensmittel können das Krebsrisiko erhöhen

Sollten nur in Maßen genossen werden: Rotes Fleisch, Alkohol und Zucker können das Krebsrisiko erhöhen.

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Sollten nur in Maßen genossen werden: Rotes Fleisch, Alkohol und Zucker können das Krebsrisiko erhöhen.

Die Ernährung kann das Krebsrisiko erhöhen. Lesen Sie hier, welche Lebensmittel krebserregend sein können.

Unser Lebensstil, inklusive der Ernährung sowie Bewegung, kann das Risiko an Krebs zu erkranken beeinflussen. Die Weltgesundheitsorganisation WHO schätzt, dass jede dritte Krebserkrankung auf eine schlechte Ernährungsweise und Bewegungsmangel zurückzuführen ist. Gleichzeitig schätzt sie ein, dass um die 30-50 Prozent der Krebserkrankungen vermeidbar wären.

Unter anderem Übergewicht sowie bestimmte Nahrungsmittel können Krebs begünstigen. Stiftung Warentest gibt einen Überblick über den Stand der Forschung in Bezug Lebensmittel, die das Krebsrisiko erhöhen und wie sie reduziert werden können.

Krebs und Ernährung: Welche Lebensmittel wirken krebserregend?

Was kann das Krebsrisiko erhöhen? Was kann es mindern? Sowohl die WHO als auch Institute, wie die europäische Behörde für Lebens­mittel­sicherheit, stufen Risiken von Lebensmitteln auf Basis langjähriger Studien ein. Dabei kann es auch passieren, dass frühere Einstufungen aufgrund neuerer Studien aufgehoben werden, wie das beispielsweise bei Kaffee der Fall war.

Es gibt jedoch einige Lebensmittel, bei der Studien klare Zusammenhänge mit dem Verzehr und dem Krebsrisiko ergeben haben. Dazu zählen die Folgenden:

  • Wurst, Schinken und Co: Gepökelte, geräucherte und gesalzene Fleischprodukte und Wurstwaren sollen das Risiko für Darmkrebs steigern – so Stiftung Warentest. Daher werden Wurst, Wurstwaren und verarbeitetes Fleisch von der WHO als “karzinogen”, also krebserregend, eingestuft.
  • Rotes Fleisch: Zwar wird rotes Fleisch, wie Schweine-, Rind-, Lamm- und Ziegen­fleisch, weniger kritisch als Wurst eingestuft. Dennoch sollen sie “wahrscheinlich krebserregend” sein und daher nicht in zu großen Mengen verzehrt werden.
  • Milch: Milch an sich soll das Krebsrisiko nicht erhöhen, wohl aber die Menge. So gibt es Indikationen, dass 0,2 bis 0,8 Liter am Tag sogar zum Schutz vor Krebs beitragen können. In sehr hohen Mengen soll die enthaltene Menge an Kalzium bei Männern möglicherweise das Prostatakrebsrisiko erhöhen.
  • Zucker: Zucker soll indirekt zum Krebsrisiko beitragen, da ein übermäßiger Verzehr zu Übergewicht beiträgt. Es besteht ein Zusammenhang zwischen Übergewicht und zahlreichen Krebsarten, wie unter anderem Speiseröhrenkrebs, Brustkrebs und Darmkrebs.
  • Alkohol: Bei Alkohol gilt tatsächlich jedes Glas als kritisch und kann das Krebsrisiko erhöhen. Egal welcher Alkohol, die Menge von 1 Glas für Frauen und maximal 2 Gläsern für Männer pro Tag sollte gemäß WHO nicht überschritten werden.

Tipps: Krebsauslöser reduzieren

Neben der Reduktion von krebserregenden Lebensmitteln, wie Wurstwaren, rotes Fleisch, Zucker und Alkohol, nennt Stiftung Warentest einige Tipps, um weitere potentielle Krebsauslöser zu reduzieren:

  • Nicht zu heiß trinken: Gemäß der WHO werden Heißgetränke als “wahrscheinlich krebserregend” eingestuft, was bedeutet, dass Tee und Kaffee beim Verzehr im Idealfall nicht über 65 °C heiß sein sollten.
  • Sanft grillen: Beim Grillen können krebserregende Stoffe entstehen. Daher sollte möglichst schonend gegrillt werden, indem zum Beispiel eine Grillschale aus Edelstahl verwendet wird und die Temperatur nicht zu hoch ist.
  • Verkokeln vermeiden: Toast, Pommes, Bratkartoffeln und Co sollten nicht zu dunkel werden. Dabei bildet sich Acrylamid, welches als "potenziell krebs­er­regend“ eingestuft wird.
  • Schimmeliges wegwerfen: Verschimmelte Lebensmittel können krebserregende Giftstoffe erzeugen. Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob ein Lebensmittel noch gut ist, werfen Sie es lieber weg.
Die wichtigsten Fakten über Krebs in Deutschland
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Fazit

Auch wenn nun akribisch auf krebserregende Lebensmittel und andere Krebsauslöser verzichtet wird, so ist man vor einer Krebserkrankung dennoch nicht vollends geschützt. Weitere Faktoren spielen eine Rolle, wie unter anderem Rauchen, Luftverschmutzung, Strahlen und diverse Infektion.

Dennoch spielt der Lebensstil und die Ernährung eine Rolle in Bezug auf Krebs. Essen Sie möglichst ausgewogen, gesund und nährstoffreich und achten dabei auf viele pflanzliche Lebensmittel, wie Obst und Gemüse, um das Krebsrisiko zu reduzieren. Achten Sie außerdem auf ausreichend Bewegung, um Krebs vorzubeugen.

Welche Arten von Krebs gibt es und was sind die neuesten Errungenschaften der Wissenschaften? Informieren Sie sich auf unserer Themenseite Krebs. Wie Sie sich pflanzenbasierter ernähren, erfahren Sie auf unserer Themenseite Vegetarisch .

Quellen:

Stiftung Warentest, Welche Lebens­mittel das Risiko erhöhen, https://www.test.de/Krebs-Welche-Lebensmittel-das-Risiko-erhoehen-5451568-0/, Stand: 06.08.2020

WHO, Cancer Prevention, https://www.who.int/cancer/prevention/en/, Stand: 06.08.2020

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