Aktualisiert: 14.06.2020 - 16:23

100% pflanzlich Was in veganer Butter steckt und wie Sie sie einfach selbst herstellen

Die pflanzliche Alternative zu Butter: vegane Butter. Sie wird vor allem aus Kokosöl, Rapsöl oder auch Sonnenöl hergestellt.

Foto: iStock.com/VictoriaBee

Die pflanzliche Alternative zu Butter: vegane Butter. Sie wird vor allem aus Kokosöl, Rapsöl oder auch Sonnenöl hergestellt.

Es gibt immer mehr vegane Produkte: Nun auch Butter. Woraus diese besteht, ob sie besser als klassische Butter ist und wie sie ganz einfach selbst gemacht werden kann, erfahren Sie hier.

Erst kamen Sojamilch und Haferdrink, dann Fleischersatzprodukte, wie Beyond Meat, und nun finden sich langsam auch pflanzliche Butteralternativen in unseren Supermarktregalen. Doch was genau ist vegane Butter eigentlich und kann sie Butter, als eines der beliebtesten Lebensmittel hierzulande, wirklich ersetzen?

Vegane Butter: Das steckt drin

Vegane Butter besteht aus pflanzlichen Ölen und Fetten, wie Kokosöl, Rapsöl, Sonnenblumenöl, Sheaöl und teilweise auch Palmöl. Bei manchen Herstellern kommt außerdem Nussmus, wie Mandelmus oder Cashewmus, zum Einsatz, sowie natürliches Aroma. Und teilweise werden Zusätze, wie vegane Probiotika, zum Beispiel aus Sauerkraut zugefügt, oder auch Vitamine, wie Vitamin E und Vitamin A. Die Butteralternative ist damit zu 100% pflanzlich.

Übrigens sind vegane Butter und Margarine sich zwar ähnlich, doch nicht das Gleiche. Denn Margarine kann durchaus tierische Zutaten, wie beispielsweise Molke oder Buttermilch, beinhalten.

Vegane Butter oder klassische Butter: Was ist besser?

Grundsätzlich gesprochen gibt es im Vergleich zwischen klassischer und veganer Butter kein besser oder schlechter. Die klassische, aus Kuhmilch hergestellte Butter galt einige Zeit als eher ungesund. Sie stand unter dem Verdacht, Cholesterinwerte nach oben zu treiben und Herz-Kreislauf-Beschwerden zu begünstigen. Auch heute wird Menschen mit Herzerkrankungen oder zu hohem Blutdruck empfohlen, Butter und andere tierische Produkte möglichst zu reduzieren. Doch man hat auch herausgefunden, dass gesättigte Fettsäuren für diverse Körperfunktionen wichtig sind und damit der Gesundheit zugute kommen. Außerdem enthält Butter wertvolle Nährstoffe, wie unter anderem Vitamin A, D, E und K sowie wertvolle B-Vitamine.

Da bei veganer Butter ausschließlich pflanzliche Fette zum Einsatz kommen, enthält sie meist mehr ungesättigte Fettsäuren, die wertvoll für die Gesundheit sind. Allerdings ist dabei zu beachten, dass Kokosfett wiederum auch reich an gesättigten Fettsäuren ist. Außerdem muss bei ungesättigten Fetten darauf geachtet werden, dass sie instabiler sind. Das bedeutet, dass sie schneller oxidieren – zum Beispiel, wenn sie erhitzt werden – und damit ungesund werden.

Ökologisch betrachtet und was das Tierwohl betrifft, so liegt vegane Butter auf jeden Fall vorne. Was dabei jedoch zu beachten ist: Wenn Palmfett enthalten ist, gilt dies nicht. Für die Herstellung dieses Fettes werden nämlich große Flächen des Regenwaldes abgeholzt. Wenn, dann sollte das Palmöl aus ökologischer Herstellung stammen.

Vegane Butter selber machen: So einfach geht’s

Tatsächlich müssen Sie vegane Butter nicht unbedingt kaufen, sondern können Sie auch einfach selbst herstellen. Diese Zutaten brauchen Sie für ca. 200 Gramm:

  • 150 ml Kokosöl
  • 75 ml Rapsöl
  • 2 EL pflanzliche Milchalternative, zum Beispiel aus Soja, Hafer oder Mandel
  • 1 Prise Salz (optional)
  • 1 EL gehackte Kräuter nach Wahl (optional)

Und so stellen Sie die vegane Butter her:

  1. Das Kokosöl bei niedriger Hitze schmelzen und gründlich mit den anderen Zutaten vermengen.
  2. Die Öl-Mischung in den Kühlschrank stellen und für ca. 15 Minuten leicht fest werden lassen. Dann mit einem Handrührgerät oder einer Küchenmaschine ca. 2 Minuten schlagen.
  3. Die vegane Buttermischung in ein verschließbares Gefäß geben und mehrere Stunden oder über Nacht fest werden lassen.

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Fazit zu veganer Butter

Für Veganer ist vegane Butter natürlich eine klasse Alternative – genauso wie pflanzliche Milchalternativen oder vegane Fleischalternativen. Sie müssen aber nicht unbedingt Veganerin sein, um das pflanzliche Streichfett auszuprobieren. Das Schöne daran ist nämlich, dass sie sich ganz einfach und ohne großen Aufwand selbst herstellen lässt. Probieren Sie es einfach aus!

Erfahren Sie mehr rund um eine pflanzliche Ernährung auf unsereren Themenseiten Vegan und Vegetarisch.

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