21.11.2018

Vollmilch-Schokoladen im Test Ausgerechnet die teuerste Schokolade ist mit Nickel belastet

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Schokoladengenuss versprechen alle Hersteller. Doch welche Tafel kann dieses Versprechen auch halten? Stiftung Warentest hat 25 Vollmilch-Schokoladen getestet.

Foto: iStock/AaronAmat

Schokoladengenuss versprechen alle Hersteller. Doch welche Tafel kann dieses Versprechen auch halten? Stiftung Warentest hat 25 Vollmilch-Schokoladen getestet.

Stiftung Warentest hat 25 Vollmilch-Schokoladen getestet: Lesen Sie, welche als Gewinnerin hervorgeht – und welche (teure) mit Nickel belastet ist.

Schokoladen-Fans kennen das Phänomen: Ist die Tafel erst geöffnet, gibt es kein Halten mehr und der Verzehr wird erst gestoppt, wenn nichts mehr übrig ist. Im Test der Stiftung Warentest schneiden 15 von 25 Produkten gut ab, neun Vollmilch-Schokoladen bekommen das Prädikat "befriedigend". So weit, so gut.

Andererseits könnte dem Verbraucher der Appetit vergehen, wenn er erfährt, dass acht Hersteller mit echter Vanille werben, aber nur das billige Vanillearoma zusetzen. Auch der Fakt, dass eine Schokolade zwar nicht gesundheitsschädlich, aber dennoch auffällig mit Nickel belastet ist, dürfte Konsumenten sauer aufstoßen...

Stiftung Warentest checkt Schokolade: Hoher Preis heißt nicht gleich hohe Qualität

Eine gute Nachricht für Schokoholics: Ein teures Produkt ist kein Garant für hohe Qualität. Ausgerechnet die teuerste Schokolade – die Godiva – war mit der Note 3,6 nur ausreichend und ist damit das Schlusslicht. Mit 6,95 Euro pro 100 Gramm war sie das teuerste Produkt im Test.

Getestet wurden Schokoladen zum Preis von 0,69 Cent bis 6,95 Euro pro 100 Gramm. Das Testergebnis zeigt, dass Produkte, die mehr als 3 Euro pro 100 Gramm kosten, nicht automatisch besser abschneiden als Tafeln für rund 1 Euro. Ein gutes Beispiel dafür ist die "Moser Roth Edel Vollmilch" von Aldi, die mit 0,79 Euro pro 100 Gramm zu den preiswertesten Produkten zählt, mit "gut" bewertet wurde und unter den Top 5 landet.

Leidenschaftlicher Schoko-Konsum muss also nicht das Monatsbudget sprengen.

Genießen und dabei Gutes tun

Der Test-Sieger, "Die gute Schokolade", konnte nicht nur mit Konsistenz, Geschmack, Aufmachung und Preis (1 Euro/ 100 Gramm) überzeugen, sie drängelt sich auch an bekannten Marken wie Marabou, Milka, Merci, Rausch und Ritter Sport vorbei, weil Schoko-Fans mit dem Kauf und Verzehr einer Tafel gleichzeitig Gutes tun.

Dahinter steht die Kinder- und Jugendinitiative "Plant-for-the-Planet". Ihr Ziel: Klimagerechtigkeit. Sie überzeugte sowohl den Hersteller, die Schweizer Firma "Chocolats Halba", als auch Händler wie Edeka, Kaufland und Rewe, auf ihren Gewinn zu verzichten. Dadurch ist es möglich, 20 Cent pro Tafel an ein Aufforstungsprojekt in Mexiko zu spenden: für fünf verkaufte Tafeln wird ein Baum gepflanzt.

Im Test auffällig

Eine Schokolade fiel bei der Verkostung negativ auf: Die Bio-Schokolade "Vivani" hat eine kräuterartige Fremdnote in Geschmack und Nachgeschmack und schnitt sensorisch nur mit einem "ausreichend" ab.

Gut dagegen kamen Schokoladen an, die einen intensiven Kakao-Geschmack hatten. Mindestens 25 Prozent Kakao-und 14 Prozent Milchanteil sind für Milchschokolade vorgeschrieben. Vollmilchschokolade muss einen Kakao-Anteil von 30 Prozent und einen Michanteil von 18 Prozent haben. Bis auf die Schokolade der Lauenstein Confisserie halten alle diese Vorgaben ein. Sie enthält zu wenig Milch und dürfte nicht Vollmilchschokolade heißen.

Außerdem viel positiv auf, dass keine Schokolade nennenswert mit Pflanzenschutzmitteln oder Kadmium belastet war, so wie das 2012 noch bei den Adventskalender-Schokoladen der Fall war.

Lesen Sie hier den kompletten Test der Stiftung Warentest.

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