Aktualisiert: 27.03.2020 - 14:37

Für Vegetarier & Low-Carb-Fans Hummus, Shakshuka und Co: So lecker ist die "Levante-Küche"

Die Levante-Küche ist vielfältig, gesund – und durch viel frisches Gemüse sehr bunt. Wir erklären Ihnen, was hinter dem Food-Trend steckt.

Foto: iStock/thesomegirl

Die Levante-Küche ist vielfältig, gesund – und durch viel frisches Gemüse sehr bunt. Wir erklären Ihnen, was hinter dem Food-Trend steckt.

2018 galt die "Levante-Küche" als absoluter Food-Trend – und heute hat sie sich längst bei Feinschmeckern durchgesetzt. Kein Wunder, sie steckt voller leckerer Gerichte. Wir erklären Ihnen, was genau hinter dem Begriff steckt.

Gerade dann, wenn die Tage wieder wärmer werden und es durchaus vorkommt, dass das Thermometer die 30 Grad-Marke übersteigt, sehnen sich die einen oder anderen nach leichter Kost. Doch immer nur Salat? Das kann ja auch nicht die Lösung des Problems sein. Und genau hier kommt die "Levante-Küche" ins Spiel!

Das Tolle daran: Sie stammt aus wirklich warmen Gefilden und ist allein deshalb für heiße Zeiten geeignet. Mehr noch: Sie eignet sich hervorragend für Vegetarier und Veganer, Low-Carb-Fans – und zeichnet sich darüber hinaus durch viel frisches Gemüse aus. Damit ist diese Ernährungs-Form auch für all diejenigen interessant, die abnehmen wollen.

Levante-Küche: Großer Einfluss aus Israel

Doch zunächst stellt sich die Frage: Was ist die "Levante-Küche" eigentlich genau? "Levante" bedeutet so viel wie Osten oder Morgenland. Entsprechend steht der Begriff für die Küche, die aus der Region der östlichen Mittelmeerküste kommt. Dazu zählen Syrien, Israel, Jordanien, der Libanon, Palästina und Teile der Türkei.

Womöglich haben Sie schon häufiger Gerichte aus der "Levante-Küche" probiert als Sie glauben. Ein großer Einfluss kommt nämlich, wie bereits erwähnt, aus Israel ­– der Heimat des Hummus.

Diese köstliche Kichererbsencreme, die mit Tahina (einer Sesampaste), Zitrone, Olivenöl und weiteren Gewürzen abgeschmeckt wird, kommt hierzulande schon sehr häufig auf den Tisch oder ist in deutschen Supermärkten zu finden. Das Rezept lässt sich auch mit anderen Zutaten abwandeln, etwa zu Rote-Bete-Hummus.

Hülsenfrüchte sind beliebt, an vielen Imbissbuden in Deutschland findet man auch Falafel. Diese frittierten Kichererbsenbällchen zählen ebenfalls zur "Levante-Küche".

Der "Foodreport" von 2018 erklärte, dass der israelische Einfluss auf die "Levante-Küche" zustande kam, weil die dortigen Köche erst die kulinarischen Traditionen der Nachbarländer entdecken mussten. Dadurch erhielt die klassisch israelische Küche, die für frische Produkte steht, einen arabischen Einfluss. Und arabische Länder stehen vor allem für eines: phänomenale Gewürze.

Gewürze, Kräuter und viel Gemüse

Durch diese zahlreichen kulturellen Einflüsse ist die "Levante-Küche" geschmacklich sehr abwechslungsreich. Kennen wir hierzulande vor allem Pfeffer und Salz, würzt man in Ländern der östlichen Mittelmeerküste mit Kardamom, Kumin, Sumach oder auch Zatar. Ebenso beliebt: frische Kräuter. Neben viel Petersilie und Koriander wird in herzhaften Rezepten auch häufig mit Minze abgeschmeckt – die landet in Deutschland dagegen eher mal in Cocktails.

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Nicht nur diese fernöstlichen Gewürze und Kräuter bilden das Grundgerüst der "Levante-Küche". Im Vordergrund steht vor allem eines: frisches Gemüse.

Besonders oft werden zum Beispiel Blumenkohl und Aubergine verarbeitet. Beide Gemüsearten erfreuen sich im westlichen Europa nicht immer großer Beliebtheit – doch mit tollen Gewürzen kombiniert und mit Joghurt oder Tahina schmecken sie hervorragend und ganz anders, als man es bisher kennt. Sehr lecker ist zum Beispiel auch Baba Ghanoush, ein Auberginen-Püree, das ähnlich wie Hummus zubereitet wird und wunderbar mit Fladenbrot gedippt werden kann.

Für Low-Carb-Fans und Fleischliebhaber geeignet

Ein weiteres tolles Gericht ist Shakshuka. Dieses Gericht wird in Israel häufig zum Frühstück gegessen, man findet es auch schon in manchen deutschen Großstädten auf den Speisekarten. Shakshuka besteht aus einer aromatischen Tomatensauce, die mit Paprika, Zwiebeln, Chilischoten und Kräutern verfeinert wird. In dieser werden dann Eier pochiert – garniert wird das Gericht dann häufig noch mit Schafskäse. Eine tolle Alternative fürs Sonntagsfrühstück, die vor allem Low-Carb-Fans begeistern wird.

Für alle, die Kalorien zählen, könnten auch Low-Carb-Mehle eine tolle Alternative in der Ernährung sein. Und auf unserer Frühstücksideen-Themenseite finden Sie neben Shakshuka weitere Ideen, was Sie morgens sonst noch auftischen können.

Vielseitig ist die "Levante-Küche" allemal. Und auch Fleisch-Liebhaber kommen nicht zu kurz. Denn auch Weinblätter, die mit Hackfleisch, vorwiegend aus Lamm, gefüllt werden, kommen bei diesem Food-Trend auf den Tisch. Kibbeh sind zum Beispiel kleine Klöße, die aus Hackfleisch, Bulgur und weiteren Zutaten zubereitet werden.

Geselligkeit und Ungezwungenheit

Doch nicht nur die variablen Zutaten machen den Reiz der "Levante-Küche" aus. In Ländern wie Israel wird das Essen regelrecht zelebriert, der Fokus liegt auf gemeinschaftlichem Essen, Geselligkeit und Ungezwungenheit. Deshalb werden die Gerichte der "Levante-Küche" häufig in Pfannen oder kleinen Schälchen als sogenannte Mezze serviert. Ähnlich wie bei spanischen Tapas kann so jeder zugreifen und sich nehmen, worauf er Appetit hat. Traditionell gibt es oft kein Besteck, stattdessen nimmt man Fladenbrot. Klar ist: Genuss und Zusammensein sind große Bestandteile der "Levante-Küche".

Weitere Rezepte mit wenig Kalorien finden Sie auf unserer Low Carb-Themenseite. Interessante Videos zum Thema:

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