13.12.2019 - 15:50

Tatort und Co. So viel Geld kosten ARD-Produktionen

Die ARD macht ihre Ausgaben für Fernsehproduktionen transparent, so dass der Zuschauer sieht, wofür er seinen Rundfunkbeitrag zahlt.

Foto: ARD/Design

Die ARD macht ihre Ausgaben für Fernsehproduktionen transparent, so dass der Zuschauer sieht, wofür er seinen Rundfunkbeitrag zahlt.

Darstellergagen, Redaktionskosten, die Vergütung für den Schnittmeister und noch vieles mehr fällt an, wenn TV-Unterhaltung produziert wird – so auch bei der ARD. Doch wie hoch sind die Kosten der Rundfunkanstalt für ihre unterschiedlichen Fernsehproduktionen denn nun eigentlich genau?

Jeder deutsche Haushalt zahlt jeden Monat 17,50 Euro Rundfunkbeitrag. Davon gehen 12,31 Euro an die ARD. Doch was macht der Sender überhaupt mit diesem vielen Geld? Denn schließlich kommt eine hohe Summe zustande. Auf diese Frage erhalten die Zahlenden immerhin Antworten: So viel gibt die ARD für ihre Sendeformate aus

ARD-Sendungen – so viel kosten sie

Der Sender zeigt sich zwar größtenteils offen und gewährt Einblicke in seine Kosten. Doch wer nicht wirklich zahlenaffin ist, kann mit den ARD-Angaben nicht so viel anfangen. Darum hat sich "t-online" einmal die Mühe gemacht und diese verständlich aufgeschlüsselt, so dass Zuschauer endlich wissen, was der spannende Sonntagskrimi, die beliebte Quizshow oder die ausführliche Reportage so kosten.

Spielfilme sind bei der ARD am teuersten

Die Filme im Ersten kosten den Sender am meisten Geld. 302 Millionen Euro werden im Jahr für die Produktion von Filmen ausgegeben. Unter anderem werden damit die Donnerstagskrimis, der "FilmMittwoch" und die beliebten Heimatfilme finanziert. "Die Heimatpraxis" beispielsweise gehört zu Letzterem. Zusammen verschlingen diese Formate satte 1,7 Millionen Euro pro Jahr. Jetzt gerade zur Weihnachtszeit laufen im Ersten Deutschen Fernsehen die traditionellen Märchenfilme. Für diese gibt der Sender ungefähr 1,2 Millionen Euro aus.

Die Kosten für Serien belegen den zweiten Platz im Kosten-Ranking

Den zweitgrößten Kostenpunkt bei der ARD machen die Serien aus. 127,4 Millionen Euro schwer sind diese zusammen jährlich. 80 Millionen Euro davon fließen in den "Tatort" und den "Polizeiruf 110". 60 Millionen Euro kommen immer noch zusammen, wenn die ARD-Serien "Großstadtrevier", "Morden im Norden", "In aller Freundschaft" und "Familie Dr. Kleist" produziert werden. Damit auch Kinder ihren Serienspaß erleben, kümmert sich die ARD auch um Produktionen für die Kleinen. Für die "Pfefferkörner" kommen so pro Jahr 42,6 Millionen Euro für insgesamt 130 Folgen zusammen.

Der Sport schafft es mit seinen Ausgaben noch auf das Treppchen

Beim Sportsegment lässt sich der Sender nicht so einfach in die Karten blicken, wenn es darum geht, welche Produktion im Detail wie viel kostet. Die Zuschauer müssen wohl darauf vertrauen, dass die jährlich angesetzten 85,3 Millionen Euro sinnvoll verteilt werden.

Quizsendungen sind die viertgrößte Kostensäule unter den ARD-Produktionen

Bei "Hirschhausens Quiz des Menschen" oder "Gefragt – Gejagt XXL" etwa gibt es jede Menge Ratespaß. Da darf auch gleich einmal geraten werden, wie viel diese Produktionen an Budget benötigen: Pro Folge müssen allein 1,2 Millionen Euro zusammenkommen. Für alle Quizformate insgesamt gibt die ARD im Jahr 36,4 Millionen Euro aus.

Informationsformate bilden das Schlusslicht

Die "Tagesschau" läuft an jedem einzelnen Tag im Jahr, trotzdem kommt sie am Ende eines Jahres nur auf eine Gesamtsumme von 9,9 Millionen Euro. Für Magazine und Reportagen gibt der Sender am wenigsten aus, lediglich 4,6 Millionen Euro.

Übrigens macht die ARD zu Satiresendungen wie "extra3" sowie zu den Samstagabend-Shows, wozu beispielsweise "Klein gegen Groß – Das unglaubliche Duell" oder "Verstehen Sie Spaß?" zählen, keine Angaben. Dennoch erhält der Fernsehzuschauer durch die von der ARD insgesamt gewährte Transparenz einen guten Einblick, wo sein Geld hinfließt.

Für den "Tatort" geben die Macher viel Geld aus. Unter anderem geht dieses in die Gagen der Schauspieler. Bald bekommen drei neue Darsteller einen Teil der Vergütung ab. Denn der Bremer "Tatort" bekommt ein neues Trio-Ermittlerteam.

Neben der Unterhaltung "Tatort", "Polizeiruf 110" und "Großstadtrevier", von der Sie nun wissen, wie viel sie kostet, gibt es noch zahlreiche andere Fernseh-Highlights zu entdecken. Schauen Sie am besten mal auf unserer Themenseite TV-Sendungen vorbei.

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