Aktualisiert: 17.10.2020 - 12:02

Der Traum der grünen Oase Schrebergärten: Alles, was Sie vor der Pacht wissen sollten!

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Schrebergärten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit! Wir verraten Ihnen, was Sie dazu wissen müssen.

Foto: iStockphoto/Chris Price

Schrebergärten erfreuen sich immer größerer Beliebtheit! Wir verraten Ihnen, was Sie dazu wissen müssen.

Schrebergärten galten bis zuletzt noch als spießig und altmodisch – heute sind die grünen Oasen vor allem bei jungen Menschen total angesagt! Doch so ein Kleingarten kann ganz schön hohe Kosten und viel Arbeit mit sich bringen...

Kleingärten sind total im Trend und vor allem junge Leute aus Großstädten sehnen sich nach einer eigenen grünen Oase, um den engen Wohnungen und dem Trubel zu entfliehen. Denn was gibt es Schöneres als warme Sommertage unter der eigenen Gartenlaube zu verbringen und dabei Apfelkuchen aus selbst angebauten Äpfeln oder saftigeTomaten direkt vom Strauch zu essen?

Doch einen Garten zu finden ist gar nicht so einfach, denn die Nachfrage ist groß und sie hat vor allem während der Corona-Pandemie stark zugenommen. Und auch sonst gestaltet sich die Pacht eines Schrebergartens gar nicht so einfach: Viele Interessenten unterschätzen die Kosten und Arbeit, die ein Kleingarten mit sich bringt. Wir verraten Ihnen alles was Sie wissen müssen, damit sich der Traum vom Schrebergarten nicht in einen Albtraum verwandelt.

Kleingärten: Woher bekomme ich ihn und was für Kosten kommen auf mich zu?

In Deutschland gibt es laut Bundesverband Deutscher Kleingartenfreunde 950.000 Kleingärten, 71.000 davon in Berlin. Dennoch ist die Nachfrage überragend und die Wartezeit beträgt derzeit zwischen drei und fünf Jahre. Wer das in Kauf nehmen möchte, informiert sich am Besten auf der Internetseite des Bundesverbandes Deutscher Gartenfreunde, wendet sich an einen seiner nahegelegenen Gartenvereine und lässt sich direkt auf die Warteliste setzen.

Diese Regeln müssen Sie beachten!

Nachdem der Wunsch-Garten gefunden wurde, folgt ein Termin mit dem Vorstand des Kleingärternvereins, denn ein Fleckchen Erde bekommen nur Mitglieder. Erst wenn man dem Verein beigetreten ist, kann man einen Garten zur Pacht beantragen. Als Teil des Vereins müssen sich Kleingärtner an die verordneten Gartenregelungen und das Bundeskleingartengesetz halten. Dort ist genau festgehalten, was und wie angebaut werden darf: 1/3 des Kleingartens soll für Obst und Gemüse, 1/3 für Ziergewächse, wie Blumen und 1/3 für Erholung, einschließlich Rasenfläche, genutzt werden.

Wie viel kostet ein Schrebergarten?

Die jährliche Pacht ist sehr unterschiedlich: Je nach Stadt kann sie zwischen 7 und 50 Cent pro Quadratmeter betragen. Dies ist aber nur ein kleiner Teil der Kosten. Hinzu gehört auch noch der Pachtzins, die einmalige Aufnahmegebühr in einem Verein, der jährliche Mitgliedsbeitrag, die Abschlagszahlung für das Eigentum des Vorpächters sowie Pflichtversicherungen und Verbrauchskosten wie Wasser, Strom, Abwasser und Müllabfuhr. Am Teuersten ist hierbei die einmalige Abschlagssumme, welche sich durchschnittlich auf etwa 1.000 bis 5.000 Euro beläuft. In Städten mit hoher Nachfrage kann sie auch bis zu 10.000 Euro betragen. Im Folgenden haben wir Ihnen die Kosten für einen Schrebergarten am Beispiel des Heimgartenbunds Altona e.V. übersichtlich zusammengefasst:

  • einmalige Aufnahmegebühr (ca. 50 Euro)
  • Mitgliedsbeitrag (64 Euro)
  • Pachtzins (59 Euro)
  • Pflichtversicherungen (ca. 44 Euro)
  • anteilig Wassergeld, Strom (ca. 182 Euro)

Insgesamt muss man mit jährlichen Fixkosten von etwa 200 bis 400 Euro rechnen. In Großstädten wie Berlin können es aber auch über 500 sein.

Freude an der Gartenarbeit ist ein Muss!

Wer seinen Garten verkommen lässt, geht das Risiko ein, ihn vom Verein wieder abgenommen zu bekommen. Es ist also wichtig, regelmäßig Zeit und Arbeit in seine Grünfläche zu stecken. Neben der Pflege seines eigenen Gartens verlangen viele Kleingartenvereine zusätzlich, dass Arbeitsstunden für die Gartengemeinschaft geleistet werden. Dazu gehört zum Beispiel die Pflege der Wege oder das Rasenmähen in leeren Gartenparzellen. Wer keine Pflichtstunden leistet, muss stattdessen etwas in die Vereinskasse zahlen.

Und obwohl die Suche nach einem Kleingarten sowie die Kosten abschreckend sein können, ist es die Mühe doch allemal wert! Denn ein Schrebergarten ist perfekt für all diejenigen, die Freude an der Gartenarbeit haben, genug Zeit mitbringen und sich nach Erholung im Grünen sehnen!

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