04.11.2019

Gefahr für Vierbeiner "Norwegische Hundekrankheit" nun auch in Deutschland?

Die Norwegische Hundekrankheit forderte bereits Todesopfer unter den Vierbeinern – scheinbar auch in Deutschland.

Foto: imago images / epd

Die Norwegische Hundekrankheit forderte bereits Todesopfer unter den Vierbeinern – scheinbar auch in Deutschland.

Die "Norwegische Hundeseuche" ängstigt seit Wochen norwegische Hundebesitzer. Aufgrund von Verdachtsfällen in Mecklenburg-Vorpommern haben nun auch deutsche Hundehalter Grund zur Sorge. Jetzt ist es wichtiger denn je, den besten Freund des Menschen zu schützen und im Ernstfall schnell zu handeln.

Noch vor kurzem waren Fälle der heimtückischen Krankheit, an der Hunde innerhalb weniger Stunden sterben können, nur aus Norwegen bekannt. Nun scheint das grausame Hundesterben auch Deutschland erreicht zu haben.

Rätselhafte "Norwegische Hundekrankheit": Erste Fälle scheinbar jetzt auch in Deutschland

Seit August 2019 erkrankten in Norwegen 170 Hunde an der noch ungeklärten Magen-Darm-Erkrankung. 40 von ihnen starben. Bis jetzt ist über die Krankheit mit der schnellen Todesfolge aktuell noch wenig bekannt. Offensichtlich ist derzeit nur, dass betroffene Hunde innerhalb von 24 Stunden an der Krankheit sterben können. Vermutet wird, dass zwei Keime, die eigentlich natürlicherweise im Darm vorkommen, dafür verantwortlich sein könnten.

Was bisher nur im Ausland vorkam, betrifft nun auch deutsche Hundebesitzer. Denn in Mecklenburg-Vorpommern hat es drei ähnliche Fälle gegeben, bei denen durch eine bakteriologische Untersuchung nachgewiesen wurde, dass es sich um die gleichen Keime wie in Norwegen handelt. Ob die Todesursache aber wirklich darauf zurückzuführen ist, ist derzeit noch nicht sicher.

Symptome der Hundekrankheit – bei diesen Anzeichen sofort zum Tierarzt

Deutsche Hundebesitzer werden derzeit zur Vorsicht aufgerufen. Am besten sollte der kleine Liebling nur noch an der Leine geführt und der Kontakt zu anderen Hunden vorerst reduziert werden. Erst einmal so lang bis es Entwarnung gibt oder Genaueres über die mysteriösen Magen-Darm-Keime bekannt wird. Derzeit wird im Eiltempo daran gearbeitet, herauszufinden, um welchen gefährlichen Erreger es sich handelt und was gegen diesen wirkt. Wer erst kürzlich mit seinem Hund in Norwegen im Urlaub war, sollte seinen Hund genaustens beobachten. Bei folgenden Symptomen ist umgehend ein Tierarzt aufzusuchen:

  • Blutiger oder wässriger Durchfall
  • Erbrechen
  • Ermüdung

Hundehalter, die mit ihren Vierbeinern mit diesen Symptomen zum Tierarzt gehen, sollten unbedingt beim Betreten der Arztpraxis den Zustand ihres Tieres schildern. Denn um die Ansteckungsgefahr zu minimieren, werden die betroffenen Tiere meist anderen Wartenden vorgezogen.

Eine schnelle Behandlung kann Hundeleben retten

Hunde, bei denen die Symptome schnell erkannt und behandelt werden, können gerettet werden. Bei der Behandlung wird der Flüssigkeitsverlust ausgeglichen, und je nach Fall wird ein Antibiotikum verabreicht. Für ältere oder vorerkrankte Hunde ist das Sterberisiko besonders hoch, weil das Immunsystem bereits geschwächt ist. Ein angegriffenes Immunsystem hatten auch die Hunde aus Mecklenburg-Vorpommern, denen traurigerweise nicht mehr geholfen werden konnte.

Die Sorge um den kleinen Liebling ist groß, wenn eine solch schlimme Krankheit grassiert. Aber auch andere Gefahrenquellen lauern. Lesen Sie, welche Lebensmittel für Hund und Katze tabu sind..

Auf unserer Themenseite Haustier finden Sie viele schöne Geschichte rund um den besten Freund des Menschen und zahlreiche Tipps zur Haltung und Gesundheit Ihres Hundes.

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