Wie man sich bettet, so liegt man. Und mit der richtigen Matratze um einiges komfortabler. Wir verraten, worauf bei Kauf und Pflege zu achten ist.
Die entscheidende Frage beim Kauf von Matratzen ist immer jene nach dem richtigen Kern. Und nimmt man die Matratzen, die gewöhnlich gehandelt werden (und ignoriert Luftmatratzen und Wasserbetten sowie die Litanei von den Strohsäcken, auf denen man früher noch geschlafen hat), dann sind Matratzen mit einem Federkern sicher die Klassiker. Die einfache Form ist die der Matratzen mit Bonnellfederkern. Exklusiver sind Matratzen mit Taschenfederkern, die einzelnen Stahlfedern sind in Stofftaschen eingenäht, bieten eine bessere Körperlagerung und können, wenn mal eine Feder kaputt geht, sogar repariert werden. Der Maybach unter den Matratzen mit Federkern ist die Tonnentaschenfederkernmatratze. Die Federn sind bauchig und bieten eine flexiblere Lagerung. Viele Hersteller kombinieren Federkerne mit anderen Typen von Matratzen, um in allen Bereichen eine dem Körper ideal angepasste Form zu bekommen und mit teuren Polstermaterialien, die über den Federkernen angebracht sind.
Schaumstoff hatte lange einen derart schlechten Ruf, dass die Hersteller auch zur akustischen Abgrenzung und um auf die tatsächlichen Fortschritte bei der Entwicklung neuer Materialien hinzuweisen, lieber von Matratzen aus Kaltschaumstoff sprechen. Diese Matratzen gibt es in beeindruckender Qualität, können sehr stabil sein, sollten aber kleine Hohlräume haben, die die Luft besser zirkulieren lassen.
Matratzen aus Latex bestehen meist aus einer Mischung von synthetischem und natürlichem Latex. Die Qualität, etwa die Punktelastizität, steigt mit dem Anteil von natürlichem Latex in der Matratze, es werden auch Naturlatexmatratzen verkauft, und da das ein Naturmaterial ist, muss man es auch besonders pflegen. Die Matratzen brauchen eine bestimmte Temperatur, sollten zum Durchlüften regelmäßig aufgestellt werden und sind empfindlich bei direkter Sonneneinstrahlung.
Daneben gibt es auch heute noch sogenannte Naturmatratzen, sehr dünne, oft sehr harte Matratzen, in die Materialien verarbeitet sind, die direkt aus der Natur kommen, andere Matratzen heißen Futon, kommen aus Japan, sind praktisch, einfach zu verstauen, aber auch sehr hart. Es gibt viskoelastische Matratzen, die auf die Körperwärme des Liegenden reagieren, sich dann dem Körper anpassen und bei ausbleibender Körperwärme langsam in die Ursprungsform zurückkehren, dann noch Matratzen mit Luftkern …
Matratzen wenden, lüften, klopfen, austauschen. Vom richtigen Umgang
Matratzen haben Bedienungsanleitungen. Den Empfehlungen, die dort ausgesprochen werden, wird leider zu selten folge geleistet. Die Hersteller von Matratzen empfehlen, die Matratzen regelmäßig zu wenden, teilweise haben die Matratzen auch eine Sommer- und eine Winterseite, meist wird allerdings empfohlen, die Matratzen öfter als einmal im Halbjahr zu wenden. Milben, Hautpartikel, Schweiß, Hausstaub – es gibt gute Gründe, die Hüllen der Matratzen in regelmäßigen Abständen heiß zu waschen, den Schlafraum gut gelüftet zu halten, Matratzen sollten zur besseren Belüftung auf Lattenrosten liegen, und wenn das alles beherzigt wird, kann eine Matratze auch zehn Jahre genutzt werden. Nur zehn Jahre? Vielleicht auch 14.
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