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Die in Kompost enthaltenen Nährstoffe in organisch gebundener Form und die wertvollen Humussubstanzen sind für ein gesundes Pflanzenwachstum unersetzlich.
Der richtige PlatzDer Kompostplatz sollte gut zugänglich und gegen Sonne und Regen etwas abgeschirmt sein. Behälter sind vor allem bei beengten Platzverhältnissen zu empfehlen. In geschlossenen Behältern ist das Material vollständig den Blicken entzogen; die Rotte darin ist allerdings schwieriger zu lenken. Grundsätzlich jedoch reicht eine offene Miete völlig aus. Damit sie nicht so rasch austrocknet, aber trotzdem bis in den Kern gut durchlüftet ist, hat sich die Trapezform mit einem Höhen- und Breitenmaß von 1,50 m bewährt. Frische Abfälle kann man bis zum Aufschichten auf einem getrennten Sammelplatz zwischenlagern.
Vorbehandeln und aufsetzenJe feiner das Material, desto rascher kann es rotten. Größere Pflanzenteile sollte man auf 5 bis 10 cm Länge zerkleinern. Holzige Abfälle verrotten nur in gehäckselter Form. Als Unterlage jedoch darf man sperrige Teile einbauen, so dass der Kern von unten belüftet wird.
Eine einseitige Materialzusammensetzung lässt sich mit Hilfe von Zusätzen ausgleichen. Bei überwiegend strohigem Material kann man Mist oder andere stickstoffhaltige Stoffe beigeben. Ersatzweise werden auch organische Stickstoffdünger wie Hornspäne beigemischt. Es lohnt sich, den Kompost mindestens einmal umzusetzen. Durch die nochmalige Vermischung geht die Rotte gleichmäßiger und rascher vonstatten. Damit sie auch im Winter weiterläuft, kann man den Kompost gegen Frost abdecken. Kompost ernten und einsetzenGeerntet werden kann unter günstigen Umständen bereits nach wenigen Monaten. In diesem Stadium ist das Material noch stark belebt und gibt in großem Umfang Nährstoffe frei. Man spricht daher vom Nähr- oder Rohkompost. Nach einer mindestens halbjährigen Rotte sind die Nährstoffe stabiler gebunden. Ein solcher Reifkompost eignet sich vor allem zur Strukturverbesserung des Bodens.
Man weiß heute, dass auch mit Kompost überdüngt werden kann. Deswegen sind auch die meisten Gartenböden mit Kalium und vor allem Phosphor überfrachtet. Infolgedessen wird empfohlen, in allen Gartenbereichen den Kompost jährlich nicht mehr als 1 cm hoch auszubringen.
Arbeiten: GemüsegartenEs wird wieder geheizt
In beheizten Gewächshäusern lassen sich Radieschen oder Spinat aussäen, die man den ganzen Winter über ernten kann. Für den Anbau von geeigneten Salat-Sorten, Kohlrabi oder Winterrettich, ist ein Gewächshaus mit mindestens 15 °C erforderlich.
Die Letzten auf dem Beet
Die Aussaat von Feldsalat, Winterportulak, Löffelkraut und Salatrauke ist abzuschließen.
Grün- und Rosenkohl sowie Lauch werden am besten eingeschlagen.
Ernten und lagern
Wurzelgemüse, wie Möhren, Sellerie und Rote Bete, sind vor den starken Frösten abzuernten. Man lagert sie am besten in feuchtem Sand. Als Miete eignet sich ein luftfeuchter Kellerraum, ein geschütztes Frühbeet oder eine Erdmiete.
Arbeiten: KräutergartenKräuter ernten und schützen
Starkwüchsige Arten wie die Zitronenmelisse kann man ein letztes Mal abernten.
Meerrettich und andere Wurzelkräuter werden jetzt geerntet.
Frostempfindliche Arten lassen sich mit Reisig oder ähnlichen Materialien bedecken. Rosmarin wird am besten wie eine Kübelpflanze in einem hellen, kühlen Raum überwintert.
Nur robuste Kräuterstauden sollte man noch pflanzen. Salbei und Thymian sind dafür zu empfindlich. Arbeiten: ObstgartenHerbstzeit
In diesen Wochen reifen unter anderem die Äpfel ‘Boskoop’, ‘Elstar’, ‘Goldparmäne’ und ‘Jonagold’ sowie die Birnen ‘Gräfin von Paris’ und ‘Madame Verté’.
Die Wurzelscheiben der Obstgehölze sollten mit Kompost und einer Mulchschicht versorgt werden.
Was mache ich wann im Garten? Robert Sulzberger ISBN 978-3-440-12319-5 KOSMOS Verlag » Mehr Infos zum Buch |
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Veröffentlicht von der Familie & Leben-Redaktion
am 01/02/2011 | |||||
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