|
Kaum ein Schmuckstück lässt sich so vielseitig einsetzen wie Ketten. Mal verführerisch funkelnder Blickfang, mal lässig verspielter Inbegriff von Leichtigkeit und dann wieder der elegante Chic einer Jacqueline Kennedy - Ketten erlaubt es der Trägerin blitzschnell in verschiedene Rollen zu schlüpfen. Und das Beste: Der Halsschmuck passt immer.
Audrey Hepburn alias Holly Golightly drückt sich die Nase am Schaufenster von Tiffany’s die Nase platt und in „Blondinen bevorzugt“ sang Marilyn Monroe: „Diamonds are a girl’s best friend“.
Zugegeben: Besonders tiefgründig waren die Filmcharaktere nicht angelegt, dafür umso materieller. Daraus allerdings zu schließen, dass Schmuck nur etwas für oberflächliche Gemüter ist, wäre falsch. Ketten, Ringe, Broschen, Amulette und sonstige Schmuckstücke üben seit jeher einen großen Reiz auf die Menschen aus. Ob als Schmuck, Glücksbringer, Heilmittel oder zum Schutz - antike Funde zeigen, dass Ketten, Ringe und Schutzamulette schon von den alten Ägyptern getragen wurden. Im Grab des Tutanchamun wurden prachtvolle Ketten, Diademe und Armbänder entdeckt. Die als „Reisebegleitung“ beigelegten Schmuckstücke stammen schätzungsweise aus dem Jahr 1323 v. Chr. und sind von beeindruckender Handwerksqualität.
Ketten – wie trägt man sie richtig?So unendlich groß die Vielfalt an Ketten ist, so schwierig ist es manchmal, die richtige zu finden und ohne Fingerspitzengefühl geht es nicht. Ideal ist es, wenn die Kette dem Outfit den letzten Schliff verleiht.
Die prächtige Hippie-Kette verträgt sich nur selten mit dem Business-Outfit oder dem romantischen Blümchenkleid. Zu viel der Harmonie kann allerdings auch langweilig werden. Elegante Perlenkette und dazu ein edles Cashmere-Twinset mit knielangem Rock? Das kann schnell bieder aussehen. Raffinierter sind gekonnt inszenierte Stilbrüche: Die Perlenkette zur Jeans oder das funkelnde Erbstück von der Oma - das hat Klasse.
Sie können sich partout nicht zwischen der Goldkette und dem Modell aus Silber entscheiden? Dann tragen Sie beide. Damit der Stilbruch gekonnt wirkt, sorgt ein zweifarbiger Eyecatcher wie Uhr oder Ring für die nötige Harmonie. Ketten & Co – kann es auch zu viel sein?Vorweg: Natürlich kann eine Frau nie genug Ketten und andere Schmuckstücke haben, denn so hat sie immer den passenden Schmuck zur Hand. Allerdings gibt es auch ein Zuviel an Schmuck - nämlich dann, wenn die Schmuckstücke miteinander um die Aufmerksamkeit des Betrachters wetteifern oder die Trägerin gar hinter ihren funkelnden Ketten verblasst. Ketten & Co sollen die Trägerin zum Strahlen bringen, sie ins rechte Licht rücken oder raffinierter Hingucker sein.
Auch Rapper wie die von Run DMC zeigen mit protzigen Goldketten - die eher an vergoldete Schiffstaue denn an edlen Schmuck erinnern - und dicken Klunkern, dass Schmuck zwar nicht nur Frauensache ist, dass man es damit aber sehr wohl übertreiben kann. Und was auch immer einen guten Stil auszeichnet: Übertreibungen gehören nicht dazu. Und das bezieht sich nicht nur auf die Ketten. | ||||||
|
Veröffentlicht von der Mode & Schönheit-Redaktion
am 24/02/2011
Inhaltsverzeichnis Ketten – ein modisches Accessoire für jeden Rollenwechsel
|
» (0) |