05.06.2016

Tabu-Thema: Graues Haar 4 Anzeichen, dass Sie aufhören sollten Ihr graues Haar zu färben

Kemara Pol

Foto: ©imago

Irgendwann trifft es jeden von uns: unser Haar ergraut. Aber sollte es gleich Anlass dafür zu sein zum Frisör zu laufen? Wir packen das Problem an der Wurzel.

In einer Gesellschaft, in der man meinen könnte, dass jugendliches Aussehen, Anti-Aging und Hyaluron die Welt regieren, braucht es oftmals ganz schön viel Mut zu seinem ergrautes Haupthaar zu stehen.

Letztendlich sollte es jedoch jedem erlaubt sein, sich in seiner seiner Haut (samt Haar) einfach wohl zu fühlen, aber das Streben nach ewiger Jugend, für das nicht zuletzt die Werbeindustrie verantwortlich ist, macht die Situation nicht leichter.

Grauer Ansatz, was nun?

Ab dem Alter, in dem man graue Haare bekommt, kennen viele das Problem: der graue Ansatz, der je nachdem früher oder später ganz still und leise den vergangenen Friseurbesuch obsolet macht. Nichts gegen einen netten Friseurbesuch, bei dem man sich entspannt zurücklehnen kann und sein Käffchen genießt. Schluss mit lustig ist jedoch dann, wenn sich der graue Haarwuchs gefühlt schneller verbreitet als man das Wort Melaninmangel aussprechen kann. Spätestens dann ist es eindeutig an der Zeit, die eigene Haarpflegeroutine neu zu überdenken.

Zurück zur Natürlichkeit

Wirft man einen genaueren Blick auf die Thematik, so lässt sich feststellen, dass die grauen Haare, die ein Teil unseres natürlichen Alterungsprozesses sind, tatsächlich nicht das eigentliche Problem darstellen. Viel mehr sind es die gesellschaftlichen Assoziationen, die damit verbunden werden.

Oftmals überwiegt die eigene Unzufriedenheit, die Angst als „alt“ zu gelten, die letztendlich zu Selbstunsicherheiten führen. In der Hoffnung diese negativen Gefühle seinem eigenen Körper gegenüber im wahrsten Sinne des Wortes übermalen zu können, laufen wir zum nächsten Friseurtermin und lassen uns den Ansatz färben, um dann wieder von unserer Außenwelt als vitales Mitglied der Gesellschaft wahrgenommen zu werden.

Graues Haar, wunderbar!

Haare färben ist eine wunderbare Sache. Es ist ein vielseitiges Gestaltungsmittel, seinen persönlichen Stil nach außen zu tragen, um auf nonverbale Art und Weise seine Identität zu kommunizieren. Kritisch wird es jedoch dann, wenn Personen egal welchen Alters einen derartigen Gesellschaftsdruck verspüren, sodass sich der regelmäßige Friseurbesuch den Ansatz zu färben, nicht mehr wie ein Vergnügen anfühlt, sondern regelrecht zum reinsten Spießrutenlauf wird.

Wenn Sie also ohnehin schon mit dem Gedanken spielen in Ehre zu ihrer silber-grauen Haarpracht zu stehen, dann unterziehen Sie sich jetzt dem Selbsttest! Überprüfen Sie ganz für sich selbst, ob die folgenden Zeichen auf Sie zutreffen:

1) Ihr Haar ist trocken und beschädigt

Es ist allgemein bekannt, dass Haare färben das Haar beschädigen kann. Vor allem Blondierungen trocknen das Haar oftmals aus und machen es spröde. Zu häufiges färben, kann das Haar ausdünnen, denn der chemische Färbeprozess kann im schlimmsten Fall die Haarwurzel irreparabel beschädigen. Spliss, abgebrochenes Haar oder Haarausfall können die Folgen sein.

2) Ihr grauer Haaransatz ist innerhalb von 2 Wochen sichtbar

Wenn Sie das Gefühl haben, Ihr Leben findet nur mehr zwischen den Friseurterminen des Ansatzfärbens statt, dann sollten Sie sich überlegen, ob es nicht an der Zeit ist zu Ihren grauen Haaren zu stehen. Ständiges färben beschädigt nicht nur Ihr Haar, sondern kostet auch viel Zeit und Geld und sollte Sie keines Falls in Ihrem alltäglichen Leben einschränken.

3) Ihre Kopfhaut ist beschädigt

Sie neigen ohnehin schon zu trockener oder gereizter Kopfhaut? Dann ist das letzte, das Ihre Kopfhaut braucht, ein weiterer chemischer Färbeprozess! Gönnen Sie sich und Ihrem Geldbeutel eine Erholungspause.

4) Ihre Haarfarbe sieht unnatürlich aus

Im besten Fall sollte eine schöne Haarfarbe den eigenen Typ unterstreichen, dem Hautton schmeicheln und umgekehrt. Es gibt nichts Schlimmeres als seinem Haar einen Farbton zu verpassen, der unnatürlich wirkt. Dies hat nämlich den ungewünschten Umkehrschluss zufolge, dass es einen erst recht viel älter erscheinen lässt.

Lösung in Sicht?

Wer sich nicht von seiner ehemals natürlichen Haarfarbe trennen kann, kann als Alternative zum Ansatz färben auf helle Strähnchen auszuweichen – vorausgesetzt Ihnen stehen hellere Haarfarben. Diese Methode schont immerhin die Haarwurzel und die Kopfhaut. Wer jedoch endgültig genug von der zeitaufwändigen Färberei genug hat, kann sich von unserer Bildergalerie für graues Haar inspirieren lassen. Für eine optimale Typberatung sprechen Sie am besten mit dem Friseur Ihres Vertrauens.

Die schönsten Haarschnitte für graues Haar

Wie stehen Sie zu dem Thema graues Haar färben? Färben Sie sich Ihren grauen Ansatz regelmäßig? Teilen Sie Ihre Meinung mit uns und hinterlassen Sie uns einen Kommentar!

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