Was tun, wenn es im Bett nicht klappt, weil ER nicht kann? Ein Problem, das viele Männer im Laufe ihres Lebens irgendwann kennenlernen. Und etwas, das auch uns Frauen angeht. Denn bei Impotenz, egal wie stark sie auftritt, hilft vor allem eins: Viel Verständnis und ein gemeinsamer Lösungsweg.
Wenn es plötzlich im Bett nicht mehr klappt, weil er nicht "kann", ist das häufig ein Schock. Und zwar für beide Seiten. ER wird Versagensängste spüren, wenn er plötzlich mit dem Thema Impotenz konfrontiert wird. Ein Problem, von dem bislang doch höchstens die anderen betroffen waren ...
Doch auch für die Frau ist es ein Hin und Her zwischen Frust und Selbstzweifeln. Schließlich denken nicht wenige Frauen, dass sie nicht mehr begehrenswert sind, sobald ihr Partner auf einmal Schwierigkeiten im Bett hat.
Impotenz: Gemeinsam handeln
Da es hier um eine sehr intime, gemeinsame Sache geht, sollte auch der Lösungsweg nicht vom Mann allein zu beschreiten sein. Einfach mal schnell zum Urologen und das Thema ansonsten totschweigen, ist leider kaum die beste Lösung für das Problem Impotenz.
Schließlich spielt auch der Kopf eine nicht zu unterschätzende Rolle. Ist der Partner beim Sex angespannt, weil er Angst hat, nicht "seinen Mann stehen zu können", so wird es erst recht nicht klappen. Denn Anspannung und Stress sind Gift bei Problemen mit der Potenz. Die Erwartungshaltung des Mannes, immer funktionieren zu müssen, führt nicht selten zu einer zusätzlichen Verspannung. Das verhindert, was für eine Erektion enorm wichtig ist, nämlich Entspannung und Gelassenheit.
Den Teufelskreis durchbrechen
Kommt es erneut zu einem "Versagen" im Bett, entsteht schnell ein Teufelskreis. Die Angst, dass es beim letzten Mal nicht geklappt hat, beschäftigt den Mann so sehr, dass er noch mehr unter Druck steht. Und das muss nicht sein. Letztendlich kann fast jedem Mann in dieser Situation geholfen werden.
Und ein Mann, der sich mit dem Thema Impotenz auseinander setzen muss, ist weiß Gott nicht allein. Sieht man auf die Zahlen, so zeigt sich, dass in Deutschland etwa sechs Millionen Männer an Potenzproblemen leiden. Vorwiegend ab dem 40. Lebensjahr, viele sind jedoch auch jünger. Meist sind organische Erkrankungen Schuld an den Potenzproblemen, aber auch Stress und gesellschaftlicher Erwartungsdruck tragen dazu bei.
Reden hilft
Den meisten Männern kann jedoch geholfen werden. Wichtig ist, das Problem Impotenz nicht zu ignorieren und zu hoffen, dass es sich von selbst löst. Um Irritationen bei der Partnerin vorzubeugen, sollte auf jeden Fall ein Gespräch stattfinden. Schließlich kann die Partnerin enorm helfen. Zum einen, indem sie Verständnis zeigt und ihren Mann nicht unter Druck setzt.
Ein gut gemeintes "Ist nicht so schlimm" wird dem Mann auf Dauer allerdings nicht wirklich die Zweifel und Ängste nehmen. Wir lange wird sie so reagieren? Vielleicht sucht sie irgendwann einen anderen, potenteren Partner? Ein offenes Gespräch über Sex ist vielleicht nicht jedermans Sache, aber in diesem Fall Gold wert.
Sex neu entdecken
Zudem kann gemeinsam überlegt werden, was beiden Spaß macht, was dem Partner fehlen könnte und was geändert werden kann, damit beide zufrieden sind. Schließlich ist Erotik nicht nur der Geschlechtsakt an sich, sondern kann noch viel mehr beinhalten. Zärtlichkeiten, Streicheln, orale und manuelle Stimulation und Befriedigung können den Spaß im Bett erhalten und den Geschlechtsakt selbst aus dem Fokus nehmen. In vielen Fällen wirkt das schon Wunder.
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