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Der Mensch kommt ohne Nahrung mehrere Wochen aus, aber ohne Flüssigkeit sieht es da schon wesentlich schlechter aus. Besonders wer sportlich aktiv ist, sollte ausreichend trinken. Kann Molke da gute Dienste leisten und auch tatsächlich zur Flüssigkeitszufuhr beitragen?
FlüssigkeitszufuhrAm Tag benötigt der Körper ca. 2,5 Liter Flüssigkeit bzw. Wasser, wobei ca. 1 Liter aus der Nahrung aufgenommen wird und 1,5 bis 2 Liter in Form von Getränken zugeführt werden sollte.
Bei sportlicher Aktivität, so besagt eine Faustregel, sollten pro Stunde etwa 1/2 bis 1 Liter mehr getrunken werden, je nachdem wie viel man schwitzt.
Erst nach ca. einem Prozent Flüssigkeitsdefizit bekommen wir bewusst das Signal "Durst" des Körpers. Damit wir merken, dass wir Nachschub benötigen. Deshalb ist es besser, vor dem Durst zu trinken, denn mit dem Signal "Durst" wird uns schon ein Defizit angezeigt.
Bei einer zu geringen Flüssigkeitszufuhr kommt es zur Verminderung der Leistungsfähigkeit, Konzentrationsschwächen, Müdigkeit, Kreislaufproblemen und Kopfschmerzen.
Bei starkem Flüssigkeitsdefizit kommt es zu Sprachstörungen, Einschränkung der Bewegungsfähigkeit bis hin zur Gehunfähigkeit und schließlich über Krämpfe und Delirium zum Tod durch Verdursten.
Auch auf die Qualität kommt es an!Es kommt jedoch nicht nur auf die Quantität, sondern auch auf die Qualität der zugefügten Flüssigkeit an. Generell ist Leitungswasser oder Mineralwasser, Rotbusch-, Grüner-, Kräuter-, Früchtetee und Saftschorle (im Verhältnis 1:2 oder 1:3 gemixt) für die Flüssigkeitszufuhr gut geeignet.
Limonaden, Energiedrinks, Fertigtees, Instantgetränke und Cola enthalten viel Zucker, liefern aber keine wertvollen Nährstoffen, die durch die Ausscheidung von Schweiß verloren gehen. Sie sind somit nicht als Durstlöscher geeignet.
Molke Bei Molke handelt es sich um ein "Abfallprodukt" bei der Käseherstellung, das sogenannte Käsewasser.
Molke enthält kaum Fett, da dieses im Käse verbleibt. Dafür enthält sie aber hochwertiges Eiweiß (Protein), Vitamine, Mineralstoffe und Spurenelemente. Reine Molke besteht zu 95 Prozent aus Wasser und liefert nur 25 kcal pro 100 ml.
Sport und MolkeVor allem beim Sport kommt es durch das Schwitzen zu Flüssigkeits- und Mineralstoffverlusten. Um die Leistungsfähigkeit aufrecht zu erhalten und das Verletzungsrisiko zu verringern, müssen diese Verluste ausgeglichen werden.
Dies kann am besten durch Wasser oder Saftschorlen geschehen. Nach dem Sport kann Molke die Regeneration fördern, indem sie dazu beiträgt die leeren Speicher wieder aufzufüllen.
KohlenhydrateDer in Molke ausschließlich enthaltene Milchzucker fördert eine gesunde Darmflora, in der ein ausgewogenes Verhältnis zwischen den Mikroorganismen herrscht, indem der Milchzucker den positiven wirkenden Milchsäurebakterien als Nahrung dient.
Molkepulver, die man selbst anrühren kann, enthalten aber auch jede Menge Industriezucker, der das Getränk zur Mahlzeit macht.
Proteine In 100 ml Molke ist zwar weniger als 1 g Eiweiß enthalten, dies ist aber in der Kombination der enthaltenen Aminosäuren besonders hochwertig, da es dem menschlichen Bedarf sehr ähnlich ist.
Mineralstoffe Molke ist besonders reich an den Mineralstoffen Natrium, Kalium, Calcium und Phosphor und trägt somit zum Ausgleich der Mineralstoffverluste durch den Schweiß bei. Außerdem sind die Mineralstoffe mitverantwortlich für das intakte Zusammenspiel von Muskeln, Organen und Nerven.
Vitamine Besonders die B-Vitamine sind reichlich in Molke enthalten. Sie sorgen für einen funktionierenden Energiestoffwechsel als Bestandteile vieler Enzyme.
FazitNaturmolke mit Fruchtgeschmack ist - insbesondere für die Regeneration nach dem Sport - ein ideales Sportgetränk. Bei vergleichbar wenig Kalorien punktet Molke mit hohem Vitamin- und Mineralstoffgehalt. Molke kann es also durchaus mit den Klassikern unter den Sportgetränken wie Mineralwasser oder Apfelschorle aufnehmen. Bei Sport bis zu einer Stunde Dauer reicht allerdings ein mineralstoffreiches Mineralwasser als Ausgleichsgetränk.
Von Molkepulver hingegen ist wegen des hohen Zuckergehaltes eher abzuraten. Der versteckte Zucker löst eventuell einen Teufelskreis aus: Der Blutzuckerspiegel steigt an, Insulin wird ausgeschüttet, der Blutzuckerspiegel sinkt unter das normale Niveau und der Heißhunger auf mehr Zucker ist da. Kennen Sie schon den BILD der FRAU Diät-Club? »Schauen Sie mal vorbei. |
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Veröffentlicht von der Kochen & Backen-Redaktion
am 25/08/2010 | |||||
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