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Dass unsere tägliche Nahrung krank machen kann, beweisen etliche Studien. Bisher ging die Wissenschaft ebenfalls fest davon aus, dass unsere Ernährungsweise sich positiv oder eben auch negativ auf die Entstehung von Krebs auswirkt.
In der Krebsprävention wird Obst und Gemüse eine besondere Rolle nachgesagt, aber handelt es sich dabei um wissenschaftlich gesicherte Aussagen und kann eine schwere Krankheit wie Krebs tatsächlich nur durch die richtige Ernährung vermieden werden?
Einige Fakten zu KrebserkrankungenEs gibt weit über 100 verschiedene Krebsarten, die alle unter dem Begriff Krebs zusammengefasst werden. In Deutschland erkranken jährlich etwa 168.000 Männern und ca. 179.000 Frauen neu an Krebs. Männer sind dabei im Durchschnitt 65 und Frauen 67 Jahre alt.
Die Ursachen von Krebs sind vielfältig, Infektionen, genetische Dispositionen und Umwelteinflüsse können verantwortlich sein. Zu den wichtigsten Ursachen zählt jedoch ein ungesunder Lebensstil mit einem hohen Zigarettenkonsum und falscher Ernährung. Laut des Robert Koch Instituts verursacht Zigarettenrauch ca. 25 bis 30 Prozent aller Krebstodesfälle.
Falsche Ernährung, wie eine zu hohe Zufuhr an tierischen Fetten und Alkohol und eine zu geringe Zufuhr an Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen sollen je nach Literatur ca. 20 bis 40 Prozent der Krebserkrankungen in Deutschland auslösen.
KrebsentstehungTumorzellen entstehen durch einen Fehler in der Zellteilung, wodurch eine gesunde Zelle mutiert. Die Zelle teilt sich weiter und wächst zu einem Geschwulst heran. Kommt es zur Bildung von Metastasen dringt die mutierte Zelle in benachbartes Gewebe ein und/ oder befällt entfernte Organe über die Blut- oder Lymphbahn.
Die Rolle der Ernährung bei der KrebsentstehungGing man lange standhaft davon aus, dass ein hoher Obst und Gemüseverzehr sich stark minimierend auf das Krebsrisiko auswirkt, können neue Studien das so nicht nachweisen.
Hervorzuheben ist hier das seit 1992 laufende Europäische Forschungsprojekt EPIC (European Prospective Investigation into Cancer and Nutrition). Wissenschaftler aus zehn verschiedenen Ländern untersuchen dabei an 519.000 Probanden den Einfluss von Ernährung auf die Krebsrate.
Obwohl die Untersuchung noch nicht vollständig abgeschlossen ist, scheint deutlich, dass der Einfluss von Obst und Gemüse auf das Krebsrisiko bisher überschätzt wurde. EPIC stellte zwar durchaus fest, dass bei einem Obst- und Gemüseverzehr von ca. 300 g pro Tag das Krebsrisiko an den oberen Verdauungswegen wie Mundhöhle und Speiseröhre sank, dass jedoch ein höherer Verzehr keinen weiteren Nutzen bringt.
Im LaborIn Vitro konnten bestimmte Pflanzeninhaltsstoffe wie Antioxidantien, Flavonoide und Lykopine die Tumorzellen bekämpfen und so theoretisch die Entstehung von Krebs verhindern, allerdings sind diese Versuche nicht eins zu eins auf den Organismus zu übertragen.
Unter anderem scheint die Dosierung ein wesentlicher Faktor zu sein. Um zum Beispiel von der positiven Wirkung des Brokkolis zu profitieren, müssten wir täglich mehr als ein Pfund des Gemüses verzehren. Zudem verhält sich eine Substanz wie das Antioxidanz Vitamin E im Körper nicht genauso wie im Reagenzglas, wo es mit freien Radikalen reagiert und diese so unschädlich macht.
Positive Wirkung eines hohen Obst- und GemüseverzehrsWissenschaftlich ist nicht exakt gesichert, in welchem Ausmaß das Krebsrisiko durch den Verzehr von Obst und Gemüse verringert werden kann, fest steht jedoch, dass eine gesunde Ernährung das Erkrankungsrisiko mindert.
Die Schutzeffekte von Lebensmitteln sind je nach Krebsart unterschiedlich. Für die Prävention von bestimmten Krebsarten wie beispielweise Dickdarmkrebs wird eine hohe Aufnahme an Ballaststoffen, die besonders in Obst und Gemüse stecken empfohlen.
Gleichzeitig geht ein hoher Verzehr von Obst und Gemüse häufig mit einer niedrigeren Aufnahme von energiereichen und nährstoffarmen Lebensmitteln wie Fast Food und Fertigprodukten einher die im Verdacht stehen die Entstehung von Krebs zu fördern.
FazitIn der Krebsprävention kommt man zur Zeit immer mehr davon ab, den Blick auf einzelne Lebensmittel oder Lebensmittelgruppen zu richten. Der Schwerpunkt wird auf einen gesunden Lebensstil gelegt, zu dem eine ausgewogene, energieangepasste und nährstoffreiche Kost mit einem hohen Anteil an frischem Obst und Gemüse gehört.
Der Zusammenhang zwischen Körpergewicht, Körperfettverteilung und der Krebsentstehung rückt immer mehr in Vordergrund.
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Veröffentlicht von der Kochen & Backen-Redaktion
am 07/09/2010 | |||||
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