Ist Rotwein gesund?

Ist Rotwein gesund?



Hippokrates hat 400 v. Chr. den Wein als Heilmittel empfohlen. Er diente den Erkrankten als Beruhigungs- und Schlafmittel, darüber hinaus wurde er als Schmerzmittel eingesetzt. Doch wenig später wurden die Gefahren des Weins deutlich. Es galt, dass Wein nur mit Wasser verdünnt oder nur noch in Maßen getrunken werden sollte.


 - Ist Rotwein gesund?
Wie gesund beziehungsweise schädlich Wein tatsächlich ist, hängt anscheinend von der jeweiligen Quelle ab. Laut Wein und Vinos "ist bei einem mäßigen regelmäßigen Weinkonsum mit positiven gesundheitlichen Auswirkungen zu rechen".

Der Advent-Verlag hingegen behauptet: "Wissenschaftliche Untersuchungen machen mehr negative als positive Aussagen über den Konsum von Wein und anderen alkoholischen Getränken, auch wenn sie in geringen Mengen getrunken werden.... Das Verhältnis von Risiko und Nutzen des Weins ist weitaus geringer, als allgemein gern behauptet wird."

Sekundäre Pflanzenstoffe fördern die Durchblutung

Fest steht, dass Rotwein in Maßen eine gefäßerweiternde Wirkung hat. So kann eine verbesserte Durchblutung stattfinden, die das Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen senkt. Diese Wirkung wird durch sekundäre Pflanzenstoffe erreicht. Sie wirken hoch antioxidativ im Körper. Das bedeutet, dass sie Zellschädigungen durch freie Radikale verhindern und dadurch die Krebsentstehung hemmen können. Rotwein enthält wesentlich mehr sekundäre Pflanzenstoffe als Weißwein. Allerdings wurde kürzlich herausgefunden, dass die Pflanzenstoffe des Weißweins wesentlich effektiver sind. Da der Wein seine wertvollen Inhaltsstoffe aus den Trauben erhält, besitzt Traubensaft übrigens dieselbe schützende Eigenschaft - ganz ohne Alkohol.
Aber Wein ist kein Wunderheilmittel! Nur im Zusammenhang mit einer hochwertigen Ernährung und einer gesunden Lebensweise kann Wein seine Wirkung entfalten. Er sollte langsam und möglichst beim Essen getrunken werden, damit der Alkohol langsamer verstoffwechselt wird.

Was heißt eigentlich in Maßen?

Eine Frau mittleren Alters sollte nicht mehr als 20 g Alkohol am Tag zu sich nehmen (das entspricht einem Glas Wein) und ein Mann mittleren Alters nicht mehr als 30 g Alkohol am Tag (zwei Gläser Wein). Trinkt man jedoch täglich und/oder überschreitet regelmäßig diese Empfehlung, steigt das Risiko für eine Erkrankung. Außerdem besteht die Gefahr, in die Abhängigkeit zu geraten.
Über die Grenze zwischen normalem Alkoholkonsum und der Alkoholsucht gibt es kaum wissenschaftlich eindeutige Aussagen. Es gilt jedoch als erwiesen, dass bei einer täglichen Aufnahme von 30 g Alkohol bei Männern mit schweren gesundheitlichen Folgeerkrankungen zu rechnen ist. Laut der Weltgesundheitsorganisation (WHO) gelten 7 g Alkohol pro Tag als unbedenklich. Allerdings empfehlen Mediziner, jede Woche 3 bis 4 Abstinenztage einzuhalten.

Fazit

Abschließend kann gesagt werden, dass 2 bis 3 Gläser Wein pro Woche, verbunden mit gesunder Ernährung und ausreichend Bewegung, durchaus einen positiven Effekt auf die Gesundheit haben.

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Veröffentlicht von der Kochen & Backen-Redaktion
am 25/08/2010
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