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Acrylamid entsteht bei Temperaturen von über 100 Grad Celsius aus Zucker- und Eiweißbausteinen. Es bildet sich beim Bräunungsprozess während des Backens, Bratens, Grillens und Frittierens an der Oberfläche von Kartoffel- und Getreideprodukten. Beim Kochen und Dünsten entsteht kein Acrylamid.
Wissenschaftliche Untersuchungen sollen nun Aufschluss darüber geben, wie hoch dieses Risiko für den Menschen ist. Bis darüber Klarheit besteht, sollten Sie die Acrylamidmengen, die Sie zu sich nehmen, so gering wie möglich halten. Wie können Sie den Acrylamidgehalt niedrig halten?Eine acrylamidfreie Ernährung schafft niemand. Geringe Mengen davon befinden sich in vielen Lebensmitteln. Sie können aber einiges tun, um die Mengen möglichst gering zu halten:
* Die Grundregel für acrylamidarmes Braten, Backen, Frittieren und Rösten lautet: “Vergolden statt Verkohlen”. Vermeiden Sie eine zu starke Bräunung der Produkte. * Schaffen Sie optimale Lagerungsbedingungen für Kartoffeln. Verwenden Sie Kartoffeln, die möglichst frisch sind und keine grünen Stellen oder Keimansätze zeigen. Lagern Sie Kartoffeln, die gebraten oder frittiert werden sollen, nicht unter 8 °C. * Braten Sie Kartoffeln und Kartoffelprodukte bei mittleren Temperaturen möglichst mit Margarine, um eine Überhitzung zu vermeiden. * Bratkartoffeln enthalten weniger Acrylamid wenn sie aus gekochten Kartoffeln gemacht werden. * Auch für Backofen-Pommes gilt: Die Temperatur sollte beim Backen mit Umluft 180 °C und beim Backen ohne Umluft 200 °C nicht überschreiten. Das gilt auch dann, wenn auf der Verpackung höhere Temperaturen angegeben sind! * Verwenden Sie Backpapier, um eine zu starke Bräunung von unten zu vermeiden. * Dicke Pommes Frites sind besser als dünne, da sich Acrylamid vor allem an den Randschichten bildet. * Verteilen Sie die Pommes gleichmäßig und möglichst einlagig auf dem Backblech. Nehmen Sie mindestens 400 g pro Blech, damit die "Fritten" nicht zu schnell austrocknen und sich dadurch vermehrt Acrylamid bilden kann. Kennen Sie schon den BILD der FRAU Diät-Club?
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Veröffentlicht von der Kochen & Backen-Redaktion
am 07/09/2010 | |||||
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