KaffernlimetteKapernKardamomKarotte
Kartoffel Beschreibung: Kartoffeln sind die in der Erde wachsenden Knollen der Kartoffelpflanze (Solanum tuberosum, aus der Familie der Nachtschattengewächse). Sie sind oft kugelförmig bis oval geformt, je nach Sorte mit ebener oder unebener Oberfläche und haben einen Durchmesser von bis zu 15 cm. Es gibt Kartoffeln mit hellgelber, ockerfarbener, brauner, hellroter bis beinahe violetter Schale mit weißem bis gelbem Fleisch. Unterschieden wird zum einen nach der Reifezeit (sehr frühe, frühe, mittelfrühe, mittelspäte und späte Sorten) und nach Kocheigenschaften (fest, vorwiegend fest und mehlig kochende Kartoffeln). Die oberirdisch wachsenden Beerenfrüchte, Stiele und Blätter der Kartoffelpflanze sind ungenießbar. Extra Tipp: Kartoffeln sollten Sie stets kochen, braten, backen oder anders garen, da die enthaltene Kartoffelstärke in rohem Zustand schlecht verdaulich ist. Außerdem wird beim Kochen das giftige Solanin aus der Kartoffel gespült. Das Kochwasser sollten Sie deshalb nicht weiterverwenden. Frühkartoffeln sollten rasch verbraucht werden. Mittelfrühe, mittelspäte und späte Kartoffeln eignen sich auch zur Einkellerung und Vorratshaltung über den Winter. Achten Sie darauf, dass die Kartoffeln keine Druckstellen haben, kühl und dunkel lagern und gut belüftet werden. Herkunft: Die Kartoffel hat ihren Ursprung in den Anden in Südamerika und wurde dort schon vor 2000 Jahren kultiviert. Funde von Überresten der Wilden Kartoffel deuten auf ein Alter von etwa 13.000 Jahren hin. Erst im frühen 16. Jahrhundert gelangte die Kartoffel durch die spanischen Eroberer nach Europa. Dort konnte sie sich aber erst im späteren 18. Jahrhundert durchsetzen. Geschmack: Kartoffeln schmecken je nach Sorte mehlig bis speckig und süß bis leicht bitter. Verwendung: Gegarte Kartoffeln können auf sehr vielfältige Weise verwendet werden: Frühkartoffeln (z.B. ""Sieglinde"") können gekocht und mit ihrer zarten Schale gegessen werden. Mittelfrühe Sorten (z.B. ""Hansa"") eignen sich für Pell-, Grill- und Backkartoffeln oder für Kartoffelsalat. Mittel- bis späte Sorten (z.B. ""Aula"") werden gekocht oder gebraten. Fest kochende Kartoffeln eignen sich für Bratkartoffeln, Gratins und Salate. Vorwiegend fest kochende für Salz-, Pell- oder auch Bratkartoffeln sowie als Beilage mit einer Soße. Mehlig kochende Kartoffeln haben einen besonders hohen Stärkegehalt und sind daher ideal für Klöße, Suppen und Pürees. Der Großteil der Kartoffelproduktion landet aber nicht direkt in der heimischen Küche, sondern wird für Fertigprodukte, zur Herstellung von Stärkemehl, alkoholischer Getränke (z.B. Wodka) und Tierfutter verwendet. Gut für: Kartoffeln haben viele Nährstoffe, da sie der Nährstoffspeicher der Kartoffelpflanze sind. Neben fast 15 % Stärke (Kohlenhydrate) enthalten sie über 2 % hochwertiges Eiweiß und praktisch kein Fett. Kalorienreich werden Kartoffeln erst durch zugegebenes Fett und Soßen bei der Zubereitung. Sie sind zudem reich an Mineralstoffen (v. a. Kalium, Magnesium und Kupfer) und Vitamin C und weiteren Vitaminen. Damit sind sie für eine ausgewogene Ernährung unerlässlich und helfen als (salzarmer) Kartoffelbrei auch bei Übersäuerung des Magens. Unreife Kartoffeln und alle grünen Anteile und Stellen enthalten das giftige Solanin (so wie die meisten Nachtschattengewächse). Solanin bildet sich auch, wenn Kartoffeln Wärme und Licht ausgesetzt werden. Grüne Kartoffeln sollten weggeworfen, grüne Stellen großzügig entfernt werden. Symptome einer ""Überdosis"" sind Halskratzen, Durchfall und Übelkeit sowie Benommenheit, Angstzustände, Atemnot und Krämpfe. In modernen Züchtungen sind nur sehr geringe Mengen Solanin vorhanden.
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