Tiere verschenken




Große Kinderaugen und ein noch größerer Wunsch: ein Hund. Doch einen Vierbeiner unüberlegt zu verschenken geht meist auf Kosten der Tiere. Warum sich Tiere kaum als Geschenk eignen ...

Ein Tier bedeutet nicht nur Freude, sondern auch jede Menge Verantwortung. - Tiere verschenken
Ein Tier bedeutet nicht nur Freude, sondern auch jede Menge Verantwortung.
Wer ein Kind hat, dessen sehnlichster Wunsch ein eigenes Tier ist, der wird schnell in Versuchung geraten, einen kleinen Hund oder ein Katzenjunges unter den Weihnachtsbaum zu setzen. Doch während das doppelte Spielzeug oder der quietschgelbe Schlafanzug problemlos umgetauscht werden können, sind Tiere von der Rückgabe ausgeschlossen.

Trotzdem werden jedes Jahr Tausende von Heimtieren verschenkt. Besonders an Festtagen wie Weihnachten sind Mieze, Mops & Co. beliebte Geschenke. Anfangs ist die Freude über den Familienzuwachs groß und das Tier wird umsorgt und geschätzt. Doch sobald der Alltag einsetzt und die Pflichten lästig werden, der Vermieter Stress macht oder die Kinder nicht mit dem Hund Gassi gehen wollen, wird der kleine Vierbeiner plötzlich zur Last. Auch sieht der kleine Hundewelpe, wenn er ausgewachsen ist, gar nicht mehr so putzig aus. Leider gibt es viele Gründe, warum die einmal eingegangene Verantwortung für ein Lebewesen rückgängig gemacht werden will.

Wohin mit Mieze, Mops & Co.?

Doch wohin nun mit dem 'lästigen' Vierbeiner? Bestenfalls landen die einst so geliebten Geschenke im Tierheim. Schlimmstenfalls werden sie ausgesetzt oder anderweitig 'entsorgt' - trotz drohender Strafe. „Das Aussetzen von Tieren kann mit bis zu 25.000 Euro Bußgeld geahndet werden“, sagt Heimtierexpertin Birgitt Thiesmann von der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten". „Trotzdem passiert es immer wieder.“

Wer Tiere verschenken und dabei verantwortungsvoll handeln will, der sollte überlegter vorgehen: Statt des gewünschten Tieres sollte zunächst ein Ratgeberbuch geschenkt werden. So besteht die Möglichkeit, sich gründlich auf den Neuankömmling vorzubereiten und festzustellen, ob das Tier überhaupt in die Familie und zur beruflichen Situation passt. Unwissenheit schafft bisweilen nicht nur böse Überraschungen für den Halter, sondern auch großes Leid für das Tier. Birgitt Thiesmann sagt: „Die überfüllten Tierheime sprechen für sich.“

Tiere verschenken: Gründliche Vorüberlegungen

Geht der Wunsch nach einem Heimtier von Kindern aus, muss zusätzlich bedacht werden, dass viele Heimtiere für sie nicht geeignet sind. Kleinkinder haben noch keine Vorstellung davon, dass sie dem kleinen Lebewesen weh tun könnten oder dass es sich bei allzu wilden Spielen wehren könnte.


Eltern sollten ihrem Kind deshalb deutlich machen, dass ein Tier kein Spielzeug ist, das nach Belieben geknuddelt und gedrückt werden darf, sondern ein Lebewesen mit eigenen Bedürfnissen, die respektiert werden müssen. Wichtig ist es auch, dem Kind den respektvollen Umgang mit Tieren vorzuleben und ihm die artspezifischen Bedürfnisse des neuen Freundes zu erklären. Eltern sollten ihr Kind schrittweise Verantwortung übernehmen lassen, ohne diese jedoch ganz abzugeben.

Keine Tier-Schnäppchen

Wenn sich die Familie nach reiflicher Überlegung für die Anschaffung eines Heimtieres entschieden hat, sollte zunächst in den umliegenden Tierheimen nach einem passenden Gefährten Ausschau gehalten werden. Dort warten viele kleine und große Vierbeiner auf ein liebevolles Zuhause. Auch sollte niemals ein Tier aus Mitleid oder als "Schnäppchen" im Internet oder aus Zeitungsinseraten gekauft werden. Hinter vielen "Sonderangeboten", insbesondere für Rassewelpen, verbirgt sich oftmals ein grausames Geschäft.

„Denken Sie bitte daran, dass ein Tier ein fühlendes Wesen ist, das unseren Respekt und Schutz verdient“, so Thiesmann. „Wenn Sie ein Tier verschenken, verschenken Sie ein Leben.“ So lautet auch die aktuelle Kampagne der Tierschutzorganisation "Vier Pfoten", die jetzt in der Vorweihnachtszeit bundesweit startet. Ziel ist es, die Bürger zu sensibilisieren, da das Thema Tiere unterm Weihnachtsbaum jedes Jahr wieder für großes Leid sorgt.

Weitere Informationen finden Sie auf www.vier-pfoten.de


Lesen Sie auch auf bildderfrau.de: 
» Hundesprache: So verstehen Sie Ihren Hund richtig
» Hamster, Gecko & Co.: Tipps zur Kleintierhaltung




fr

  

Video: Wir basteln einen Plissee-Anhänger

  • Video: Wir basteln einen Plissee-Anhänger
  • Do It Yourself: So verschönern Sie Teller und Tassen
Veröffentlicht von der Menschen & Leben-Redaktion
am 13/12/2011

Diese Seite bewerten: 


Bubbleshooter

Gönnen Sie sich mal wieder eine entspannte Spiel-Pause. Spielen Sie mit und lassen Sie all die bunten Blubberblasen verschwinden.

zum Bubbleshooter-Spiel

Foren mit Expertenrat

Wolfgang Büser
Recht: Geld, Rente, Steuern


Dr. Susanne Elsner
Haustiere


Dr. Frauke Höllering
Beziehung & Ehe
Liebe & Sexualität

Test

BMI-Rechner
Ihr Geschlecht : Männlich Weiblich
Ihr Gewicht : in Kg
Ihre Größe : in cm
Ihr Alter :

Spiel mit Köpfchen

Spielen Sie eine Partie Sudoku in verschiedenen Schwierigkeitsstufen!

zum Spiel

Facebook

Meistgesuchte Begriffe

Bastelideen  Fenster putzen  Liebesspiele Cholesterin senken Verführungstipps Besenreiser 
® Bild der Frau 2014