Streifenhörnchen als Haustier: Haltung, Ernährung & Co




Hund, Katze, Wellensittich, Goldfische - Tiere, die viele Menschen zu Hause halten. Wie wäre es aber mal mit einem Tier, das nicht jeder hat? Zum Beispiel mit einem niedlichen Streifenhörnchen. Wir informieren Sie darüber, was Sie bei der Haltung beachten sollten.

Das Streifenhörnchen als Haustier

Streifenhörnchen sind sehr temperamentvolle Tiere. - Streifenhörnchen als Haustier: Haltung, Ernährung & Co
Streifenhörnchen sind sehr temperamentvolle Tiere.
Streifenhörnchen zählen zur Gattung der Hörnchen innerhalb der Gruppe der Nagetiere. Sie werden auch als Backenhörnchen oder Chipmunks bezeichnet. Es gibt etwa 25 verschiedene Arten. Die meisten stammen aus Nordamerika. Kennzeichen jedes Tieres ist die Streifung des graubraunen bis rotbraunen Fells. Über den Rücken ziehen sich fünf schwarze Längsstreifen. Sie haben außerdem einen buschigen Schwanz. Dazwischen liegen weiße oder graue Streifen. Streifenhörnchen können bis zu acht Jahre alt werden. Sie sind – je nach Art - etwa 20 bis 25 Zentimeter lang (mit Schwanz) und wiegen etwa 80 bis 120 Gramm.

Streifenhörnchen: Infos rund um die Haltung 

Streifenhörnchen sind Einzelgänger. In der Natur kennen Sie keine feste Paarbindung. Am besten hält man deshalb erstmal nur ein Tier. Dann ist man auf der sicheren Seite und muss nicht mit Revierkämpfen rechnen. 

Streifenhörnchen klettern und springen gerne. Deshalb brauchen sie viel Platz, um sich ausreichend bewegen zu können. Ein sehr großer Käfig ist ein absolutes Muss. Die Mindestgröße liegt bei einer Breite und Tiefe von einem Meter und einer Höhe von zwei Metern. Der Käfig sollte zudem mit ausreichend Klettermöglichkeiten versehen werden. Hierfür eignet sich zum Beispiel ein ganz normaler Ast.

Auch ein Seil, das von der Decke baumelt, mögen Streifenhörnchen sehr. Weiteres Plastikspielzeug brauchen die Hörnchen bei ausreichenden Klettermöglichkeiten nicht. Sie sollten allerdings daran denken, kleine Häuschen in die Unterkunft zu stellen. Das Tier kann hier zur Ruhe kommen und schlafen.

Den Boden des Käfigs bedecken Sie am besten mit Kleintierstreu oder Rindenmulch. Dass man den Käfig regelmäßig säubert und auch sauber hält, ist selbstverständlich!

Der Käfig sollte an einem Ort platziert werden, an dem die Sonne nicht den ganzen Tag scheint. Das Streifenhörnchen muss die Möglichkeit haben, sich an einen schattigen Platz zurückzuziehen. Zugluft ist ebenfalls nicht gut für das Tier.

Streifenhörnchen brauchen auch regelmäßig Auslauf im Zimmer oder im Haus. Dabei sollten Sie immer darauf achten, dass sich die kleinen Tierchen nicht verletzten. 

Futter und Kosten

Um ein Streifenhörnchen zutraulich zu machen, braucht man viel Geduld!
Um ein Streifenhörnchen zutraulich zu machen, braucht man viel Geduld!
Eine ausgewogene Ernährung ist für Streifemhörnchen sehr wichtig. Als Hauptfutter eigent sich eine spezielle Futtermischung, die auf den Bedarf der Tiere abgestimmt ist. Zudem sollte man Streifenhörnchen Obst, Grünfutter, Nüsse und Baumsaaten anbieten. Auf dem Speiseplan steht außerdem Lebendfutter, wie Mehlwürmer. Die Tiere brauchen darüber hinaus täglich frisches Wasser.

Ein Streifenhörnchen kostet in der Anschaffung etwa 60 Euro. Bei der Auswahl der Käfige sind dem Preis keine Grenzen gesetzt. Hier muss jeder selbst entscheiden, was er ausgeben möchte. Eine Alternative wäre, die Hörnchen-Unterkunft selbst zu bauen. Kosten sind zudem für Futter und Kleintierstreu einzuplanen.

Generell ist die Haltung eines Streifenhörnchen als preisgünstig einzustufen.

Streifenhörnchen: Unbedingt beachten!

Da Streifenhörnchen gerne klettern und springen, sind sie nicht gerade die leisesten Tiere. Sie verursachen zudem auch Schmutz, weil Sie ständig durch ihren Käfig toben. Für kleine Kinder sind Streifenhörnchen auf keinen Fall als Haustier zu empfehlen! Die Tiere sind sehr temperamentvoll und anfänglich auch nicht handzahm. Man benötigt sehr viel Geduld, um ein Streifenhörnchen zutraulich zu machen. Außerdem ist ihr Schwanz  sehr empfindlich. Wenn man zu fest an ihm zieht, kann er sogar abfallen. Er wächst übrigens nicht mehr nach.

Fazit

Streifenhörnchen sind zwar zuckersüß, aber leider keine Schmusetiere! Um ein Streifenhörnchen zu halten, brauchen Sie viel Platz und Geduld! Haben Sie beides nicht, dann schaffen Sie sich besser einen kleinen Hamster an.

Hier finden Sie eine Züchterliste für Streifenhörnchen.

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Ganz wichtig:
Egal, für welches Haustier Sie sich entscheiden, Sie sollten sich immer im Klaren darüber sein, dass Sie sich ein Lebewesen nach Hause holen, um das sie sich kümmern müssen. Sie müssen es versorgen und idealerweise auch genügend Zeit aufbringen, um sich ausreichend mit ihm zu beschäftigen. Erfüllen Sie diese Anforderungen nicht, dann tun sie dem Tier und sich selbst keinen Gefallen!
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kl

  

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Veröffentlicht von der Menschen & Leben-Redaktion
am 19/06/2011

Die Lesernote:5/5 
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