|
Wenn die Katzenmutter die Katzenbabys in der Wurfkiste, in der Kommodenschublade oder auch im Bett zur Welt gebracht hat, dann werden sich alle in der Familie, sehr wahrscheinlich auf den ersten Blick, in den noch hilflosen Katzennachwuchs verlieben.
Katzenbabys sind ohne Zweifel sehr süß, aber man sollte einige Verhaltensregeln beachten, wenn es um den Katzennachwuchs geht.
Katzenbabys kommen mit geschlossenen Augen und Ohren zur Welt. Was sie allerdings schon sehr gut können, ist riechen. Sie nehmen automatisch den Geruch der Mutter auf, und wenn es um den ersten Kontakt mit Menschen geht, dann ist das immer wieder ein Diskussionsthema.
Katzenbabys - die ersten Tage im neuen Zuhause
Viele Katzenliebhaber sind der Ansicht, dass man den Katzennachwuchs in den ersten beiden Lebenswochen nicht anfassen sollte, andere plädieren darauf, dass man Katzenbabys sehr früh an den menschlichen Geruch gewöhnen sollte.
Wer eine professionelle oder auch eine Hobbykatzenzucht hat, der wird seine Katzenbabys sehr wahrscheinlich schon in der ersten Lebenswoche aus der Wurfkiste nehmen, um sie zu wiegen.
Voraussetzung für einen solch frühen Kontakt ist natürlich, dass die Katzenmutter die Berührung der Babys durch einen Menschen zulässt. Katzen sind sehr fürsorgliche Mütter und wer zu forsch an die Sache rangeht, der bekommt unter Umständen die scharfen Krallen der Katzenmama zu spüren.
Nur wenn zwischen Katzenmutter und Mensch ein sehr enges Vertrauensverhältnis besteht, dann wird sie es auch ohne weiteres zulassen, dass der Mensch eines ihrer Katzenbabys aus der Wurfkiste nimmt.
Charakter vom Katzennachwuchs - mutige Draufgänger und schüchterne Leistetreter
Die meisten Katzenbabys verlassen erst nach vier Wochen die Wurfkiste, um sich ihre neue Umgebung einmal aus der Nähe anzusehen. Es gibt aber auch besonders neugierige Katzenbabys, die schon nach zwei Wochen auf noch wackeligen Beinchen unterwegs sind.
Es kommt immer darauf an, um welche Rasse es sich handelt und welchen Charakter das Katzenkind hat. Es gibt mutige Draufgänger, aber auch schüchterne Leisetreter, die eben einen längeren Anlauf brauchen.
Obwohl der Katzennachwuchs in den ersten vier bis fünf Lebenswochen noch die meiste Zeit schläft oder bei der Mutter säugt, sollte er doch nicht ganz allein im Zimmer bleiben. Man kann die Wurfkiste auch dort aufstellen, wo sich die Familie aufhält.
Pflege der Katzenbabys – weniger ist mehr
Katzenbabys brauchen noch keine besondere Pflege, denn die wird ausschließlich von der Mutter übernommen. Man sollte nicht auf die Idee kommen, den Katzennachwuchs vielleicht zu baden, denn das kann schlimme Folgen haben. Katzenbabys sind sehr empfindlich, wenn es zum Zugluft geht.
Bekommen sie Zugluft, dann kann das unter Umständen zu schmerzhaften Ohrenentzündungen und auch zu Lungenentzündungen führen. Der Organismus und auch das Immunsystem ist bei Katzenbabys, wie auch bei Menschenkindern, noch nicht ausgereift und deshalb sind kleine Katzen auch deutlich anfänglicher für Bakterien und Viren. Ideal ist es, wenn der Tierarzt in den ersten Wochen ins Haus kommt und die Kleinen untersucht und auch impft.
Ab der zwölften Woche wird der Katzennachwuchs dann richtig mobil und ist für jeden Unsinn zu haben. Je nach dem wie groß der Wurf ist, wünscht man sich mehr als zwei Arme und Augen, um die wilde Meute immer im Blick zu behalten.
|