Macht Hunden und Katzen die Kälte zu schaffen? Ist es schlimm, wenn Hunde Schnee fressen? Frieren Freigänger-Katzen? Wir haben mit Tierärztin Astrid Behr gesprochen und alle wichtigen Informationen zusammengestellt, damit Sie mit Hund und Katze gut durch den Winter kommen.
Damit wir bei Kälte nicht frieren, hüllen wir uns in warme Winterkleidung. Unser Auto bekommt Winterreifen, damit es uns bei Schnee und Eis sicher ans Ziel bringt. Aber was ist eigentlich mit unseren Haustieren? Worauf muss man bei Katze und Hund im Winter achten?
Wir haben mit Astrid Behr gesprochen. Die Tierärztin und Pressesprecherin des Bundesverbands Praktizierender Tierärzte erklärt, wie man mit seinem Haustier gut durch den Winter kommt.
Spaziergänge mit Hund im Winter: Das ist zu beachten
Egal, ob es stürmt oder schneit - wenn Sie einen Hund als Haustier halten, dann wissen Sie, dass das Tier bei jedem Wetter Auslauf braucht. Nicht nur, damit es sein Geschäft erledigen kann, sondern auch, um sich zu bewegen. Wenn Sie mit Ihrem Hund im Winter spazieren gehen, sollten Sie nicht nur darauf achten, dass Sie warm eingepackt sind, sondern auch, dass Ihr Vierbeiner sich wohl fühlt. „Wenn Hunde zittern, ist dies ein Zeichen dafür, dass sie frieren. Dies betrifft meistens Hund mit kurzem Fell, die keine Unterwolle haben, wie zum Beispiel ein Dobermann oder ein Boxer. Auch kleine Hunde mit kurzen Beinen frieren schneller, weil sie mit ihrem Bauch sehr nah am Boden sind“, erklärt Astrid Behr.
Um seinen Hund im Winter zu schützen, kann man auf einen Hundemantel oder Pullover zurückgreifen. „Grundsätzlich gilt, dass Hunde eigentlich keine Kleidung brauchen. Ob es sinnvoll ist, muss man abhängig machen von dem Tier, das man hält. Nicht jeder Kurzhaarhund friert und nicht jeder Langhaarhund friert nicht“, so die Expertin. Entscheidet man sich dazu, seinem Tier im Winter ein Hundemäntelchen anzuziehen, sollte man aber darauf achten, dass es funktional ist und nicht nur schön aussieht. „Das Kleidungsstück sollte den Bauch schützen, das Tier nicht einengen und leicht an- und auszuziehen sein“, betont Behr.
Damit die Hunde im Winter nicht anfangen zu frieren, ist es zudem sinnvoll, mehrere kleine Spaziergänge am Tag zu unternehmen, statt stundenlang in der Kälte unterwegs zu sein. Dabei sollte das Tier immer in Bewegung bleiben. „Nicht ratsam ist es natürlich, wenn das Tier über einen längeren Zeitraum irgendwo angebunden wird und auf kaltem Boden sitzt“, sagt die Expertin.
Gefahren für Hunde bei Schnee und Eis
Besondere Vorsicht ist auch bei Spaziergängen im Schnee geboten. Gerade bei langhaarigen Hunden können sich Eisklumpen zwischen den Zehen bilden, so dass die Hunde anfangen, zu lahmen. „Die Haare zwischen den Zehen und den Ballen sollten deshalb möglichst kurz gehalten werden“, rät Behr.
Aber nicht nur Schnee, auch Streusalz und Splitt sind häufig ein Problem für die Pfoten. So trocknet Salz die Ballen aus, was sie in der Folge einreißen lässt. „Sehr empfindliche Pfoten sollten vor dem Spaziergang mit Vaseline oder Melkfett eingeschmiert werden“, empfiehlt Behr. Splitt kann den Tieren dagegen weh tun, weil sich die Körnchen in die Ballen drücken. Aus diesem Grund ist es sinnvoll, ab und zu mal die Pfoten hochzunehmen und sofort zu säubern. „Nach dem Spaziergang sollte man auf jeden Fall die Pfoten mit warmem Wasser abspülen und das Fell mit einem Tuch trocknen.“
Darüber hinaus muss man als Halter unbedingt darauf achten, dass sein Hund im Winter keine großen Mengen Schnee frisst. Zum einen ist dieser sehr kalt, was zu einer Magenschleimhautentzündung führen kann. Zum anderen kann im Schnee Streusalz enthalten sein. Die Folge ist im schlimmsten Fall eine blutige Entzündung.
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kl
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