Cocker Spaniel: Treuer Freund mit Beschützerinstinkt

Cocker Spaniel: Treuer Freund mit Beschützerinstinkt




 - Cocker Spaniel: Treuer Freund mit Beschützerinstinkt
Der Cocker Spaniel ist hauptsächlich als Familienhund vertreten. Ursprünglich wurde er als Jagdhund gezüchtet.
Der Cocker Spaniel teilt sich in zwei unterschiedliche Rassen auf: Zum Einen den englischen Cocker Spaniel, welcher auch meist mit dem abgekürzten Namen Cocker Spaniel gemeint ist, und seinen etwas kleineren Bruder, den American Cocker Spaniel.

Aussehen und Charakter

Der englische Cocker Spaniel besitzt ein weiches, dicht anliegendes, aber seidiges Fell, welches meist an Ohren, Bauch, der Brust und am Schwanz etwas länger gehalten wird. Den richtigen "Cocker Schnitt" erhält er erst im Alter von etwa einem Jahr. Vorher ist sein Erscheinungsbild eher das eines kleinen Teddybären. Vom Körperbau sind Cocker Spaniel kompakt, die Schnauze ist eckig gehalten, seine Läufe besitzen starke Muskeln, die Rute bildet eine gerade Linie.

Bei seinem kleineren Bruder, dem American Cocker Spaniel ist das Fell sehr dicht gehalten, der Rücken ist abfallend gezüchtet worden, die Hinterläufe sind sehr stark, die Schnauze kürzer. Im Gegensatz zu seinem Verwandten ist der amerikanische Vetter eher darauf getrimmt worden, als Showhund ausgestellt zu werden, denn sein Fellkleid ist deutlich dichter und auch länger.

Größe und Farben

Beide Rassen gehören zur Gruppe der mittelgroßen Hunde. Der englische Cocker Spaniel erreicht eine Schulterhöhe von etwa 39 bis 41 Zentimetern, während der American Cocker Spaniel nur bis 38 Zentimeter groß wird.

Was die Farbe des Fells angeht, so ist für jeden Hundefreund etwas dabei: Cocker Spaniel gibt es einfarbig oder mehrfarbig. Beim englischen Cocker Spaniel sind häufig die Farben Rot oder Schwarz vertreten, ebenso in Kombination mit etwas Loh, was sich in bräunlichen Tönen an Schnauze und Augen abzeichnet. Blauschimmel oder Orangeschimmel gibt es auch, wobei die Fellfarbe hier gestromte Konturen annimmt, die sich allerdings erst im Alter von ein paar Monaten zeigen.

Der Cocker Spaniel gehört übrigens zu den Rassen, denen bis zum Verbot von 1998 noch die Rute kupiert wurde. Mittlerweile sieht man aber fast nur noch Cocker mit langer Rute. Was das Alter angeht, so erreicht ein Cocker Spaniel problemlos das Alter von 12 Jahren. Aber auch ältere Hunde dieser Rasse sind bekannt.

Haushund oder Jagdhund?

Im Grunde ist der Cocker Spaniel ein Jagdhund und besitze einen ausgeprägten Jagdtrieb in Richtung Wühlen und Aufspüren. Der Cocker Spaniel besitzt jedoch auch Eigenschaften, die ihn als Familienhund ideal machen, da er zwar auf der einen Seite einen starken Beschützerinstinkt besitzt, gleichzeitig aber auch sehr anpassungsfähig ist. Zudem ist er immerzu fröhlich, was sich an seinem lebhaften Rutenspiel zeigt, aber auch sehr sensibel und anhänglich. Negative Punkte, was seinen Charakter betrifft gibt es jedoch auch: Hierbei wären sein großes Temperament und sein Eigensinn hervorzuheben. Sein "Will to please" (der Wille zu gefallen) ist jedoch so groß, dass seine Erziehung relativ leicht fällt und er auch als Anfängerhund recht gut geeignet ist.

Bei Spaziergängen oder Unternehmungen ist ein Cocker Spaniel nur glücklich, wenn er ohne Leine laufen kann. Ein Garten ist für ihn ideal zum Spielen und Toben, ersetzt aber nicht die gemeinsamen Spaziergänge mit seiner ausgewählten Bezugsperson.

Ein Problem, welches beide Rassen vorweisen können, ist ihre unsterbliche Liebe zu allem, was essbar ist. Dementsprechend haben die meisten Vertreter ihrer Rasse auch mit Gewichtsproblemen zu kämpfen, was die Spaziergänge umso wichtiger macht. So sollte der zukünftige Besitzer sich auch ein wenig mit verschiedenen Ernährungsmöglichkeiten beschäftigen, um dem Hund ein ausgewogenes Dasein zu ermöglichen. Oder sich einfach nicht durch den berühmten Berge versetzenden „Cocker-Blick“ erweichen lassen. Dann bleibt der Hund auch schlank.

Richtige Pflege

Die Pflege ist bei der Haltung eines Cocker Spaniels sehr wichtig. Schon in der Welpenzeit sollte der Hund deshalb an die Bürste gewöhnt werden. So lässt er sich später im Alter ohne Mucken kämmen. Dann ist es nämlich umso wichtiger. Tägliche Bürstenstriche sind speziell an seinen Behängen anzuwenden, da diese leicht verfilzen. Hinzu kommt das Trimmen: Der Cocker Spaniel besitzt einen ganz besonderen Schnitt, der beim American und beim Englischen Cocker Spaniel jedoch noch einmal unterschiedlich ist. Zu beachten ist jedoch bei beiden Rassen die Aufmerksamkeit beim Innenohr, da diese Rasse auch häufig mit Ohrenentzündungen zu kämpfen hat, wenn es an Pflege mangelt.

Ein Mythos, welcher sich um den englischen Cocker Spaniel dreht, ist übrigens die sogenannte "Cockerwut", welche angeblich nur bei roten Exemplaren auftreten soll. Beschrieben wird sie mit einer plötzlichen und vollkommen grundlosen Aggression, welche vererbbar sein soll. Häufiger soll sie angeblich bei Rüden auftreten. Wissenschaftliche Untersuchungen jedoch haben ergeben, dass diese Eigenschaft weder farbabhängig, noch bei jedem Tier vorhanden ist. Innerhalb vieler Zuchten gilt das "Problem" als ausgerottet, da Cocker Spaniel mit vorhandener Eigenschaft ausgesondert und von der Zucht ausgeschlossen worden sind.

Krankheiten

Krankheitstechnisch ist der Cocker Spaniel relativ robust, solange er der richtigen Zuchtlinie unterliegt. So sind bei manchen Cocker Spaniels Voraussetzungen für die Krankheiten Epilepsie, progressive Netzhautatrophie und die Familial Nephoropathy (kurz FN - eine tödlich verlaufende Nierenerkrankung) vorhanden. Speziell bei einfarbigen Cocker Spaniels kann die Epilepsie auftreten, während die beiden anderen Krankheiten erblich bedingt sind. Mittlerweils gibt es hierzu medizinische Tests, denen sich jeder Zuchthund aus einer verantwortungsvollen Zucht unterziehen muss. Somit konnte das Krankheitsrisiko auf ein Minimum beschränkt werden.

Insgesamt ist der Cocker Spaniel, ob englisch oder amerikanisch, ein wunderbarer Hund, der viel Liebe zu verschenken hat, sich für Familien mit Kindern eignet und auch natürlich auch als Jagd- und Begleithund.





  

Veröffentlicht von der Familie & Leben-Redaktion
am 20/04/2010

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