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British Kurzhaar Katzen haben eine lange und wechselvolle Geschichte. Es waren vermutlich römische Legionäre, die diese Katzen vor rund 2000 Jahren mit nach Großbritannien gebracht haben, aber erst im 19. Jahrhundert wurde daraus eine Rassekatze.
Da es aber nicht genug Katzen dieser Rasse gab, begann man damit, andere Rassen einzukreuzen. Das ist der Grund, warum heute viele British Kurzhaar einem Perser und besonders einer Kartäuserkatze so ähnlich sehen. Trotzdem sollte man nicht den Fehler machen und eine Katze mit blauem Fell automatisch einen Kartäuser zu nennen, denn es kann sich dabei auch um eine British Kurzhaar handeln.
Aussehen: Die äußeren Merkmale der British Kurzhaar
Der erste Eindruck, der entsteht, wenn man eine British Kurzhaar sieht, ist, dass an dieser Katze alles irgendwie rund ist. Ihr Kopf ist rund, die weit auseinander stehenden Ohren auch und selbst die Pfoten haben eine rundliche Form.
British Kurzhaar wirken durch ihren stämmigen Körperbau und die relativ kurzen Beine, immer ein bisschen tapsig und unbeholfen, aber gerade das macht den Charme dieser Katzen aus. Besonders faszinierend sind aber die Augen. Bei den meisten Tieren leuchten die Augen orange oder kupferrot, nur bei Silbervarianten sind die Augen grün.
Das Fell ist wie der Name vermuten lässt, sehr kurz, aber sehr dicht und nicht so weich wie bei anderen Katzen. Ausgewachsen sind British Kurzhaar erst nach gut zwei Jahren. Kater erreichen dann ein Gewicht zwischen sieben und acht Kilogramm, Katzen bringen maximal sechs Kilogramm auf die Waage.
Charakter: Ruhige Familienmitglieder
Wer sich für eine British Kurzhaar Katze entscheidet, der bekommt einen ausgesprochen ruhigen Hausgenossen. Man könnte diese Katzen auch als ein wenig phlegmatisch bezeichnen, denn schnelle Bewegungen oder wilde Hetzjagden durch die Wohnung sind nicht ihr Ding. Sie sucht sich lieber ein ruhiges Plätzchen in erhöhter Position und beobachtet von dort das Geschehen.
British Kurzhaar sind ideale Familienkatzen, die auch mit Kindern sehr gut zu Recht kommen. Man muss ihnen allerdings ihre Ruhe lassen und sollte sie nach Möglichkeit nicht stören, wenn sie sich zurückziehen. Wird sie zum Beispiel bei ihrem Mittagsschläfchen gestört, dann kann sie sehr ungehalten werden.
British Kurzhaar sind gutmütig und spielen gerne. Wenn man sich die Zeit nimmt und sich mit ihnen beschäftigt, dann können sie kleine Kunststücke erlernen, wie zum Beispiel einen Ball zu apportieren. Wenn es eine „Senioren Katze“ gäbe, dann wäre die British Kurzhaar die perfekte Katze, denn besonders mit älteren Menschen kommen diese Katzen sehr gut klar.
Das mag auch am zurückhaltenden und liebenswerten Charakter der Katze liegen. Sie „fühlt“ wenn Menschen einsam sind, und lässt sich dann gerne auf eine Schmusestunde ein.
Pflege und Krankheiten: Die Besonderheiten der British Kurzhaar
Auch was die Pflege angeht, sind British Kurzhaar einfach in der Handhabung. Sie sind sehr reinlich, mögen aber Wasser nicht so gerne. Es reicht, das Fell einmal in der Woche mit einer weichen Bürste durchzubürsten, um die losen Haar zu entfernen.
Anders als bei anderen Rassekatzen, sind British Kurzhaar nicht so sehr mit Erbkrankheiten behaftet. Was sie allerdings nicht so gut vertragen ist Hitze, denn das kann zu einem gefährlichen Hitzschlag führen.
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