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Der Name Kartäuser ist selbst katzenunerfahrenen Menschen geläufig. Fast jeder kennt die wunderschönen blauen Katzen, die trotz ihrer imposanten Größe voller Eleganz durch die Studio-Inszenierungen weltberühmter Werbefilmer schreiten.
Die FIFe führt auch Chartreux als eigenständige Rasse, die von manchen als die echten Kartäuser bezeichnet werden. Allerdings sind sie sehr selten und weitaus weniger populär als die blauen Briten. Die Wiege der Britisch Kurzhaar Blau steht in England - wie der Name unschwer vermuten lässt . Dort kannte und schätzte man die kompakt gebauten, kurzhaarigen Vierbeiner bereits seit über 100 Jahren. Es dauerte nicht lange und schon begeisterten sich auch deutsche und holländische Katzenliebhaber für die liebenswerte Rasse. Sie setzten besonders schöne blaue Hauskatzen und Perser zur Zucht ein und importierten typvolle Rassevertreter aus England, die ebenfalls für Zuchtprogramme herangezogen wurden. Die Einkreuzung von Persern sollte den Typ verbessern und eine edlere, orange Augenfarbe erzielen. Heutzutage werden keine Perser mehr eingekreuzt und manch einer will partout nicht mehr an diese Zeit erinnert werden. Dennoch läuten die Glocken der Vergangenheit von Zeit zu Zeit unüberhörbar, wenn mal wieder ein langhaariges Kartäuserchen in der Wurfkiste liegt. Dies kann geschehen, wenn beide Elterntiere das Langhaar-Gen tragen und die perserhafte Eigenschaft an ihren Nachwuchs weitergeben. Auch wenn dieses Merkmal keinerlei gesundheitliche Nachteile mit sich bringt, sollten langhaarige Kitten aus verständlichen Gründen nicht zur Kartäuser-Zucht eingesetzt werden, weil sie die spezifische Textur des standardgemäßen Haarkleids gefährden könnten. Typvolles Fell sollte kurz und dicht sein. Aufgrund der guten Unterwolle darf es nicht dicht anliegen und muss fest im Griff sein. BKH oder Chartreux?Wenn Sie sich ernsthaft für die Anschaffung eines Kartäusers interessieren, werden Sie recht schnell bemerken, dass die ganze Angelegenheit für Laien verwirrend ist. Während es für den Katzenliebhaber - ohne züchterische Ambitionen - vor allem das attraktive blaue Fell und die ausdrucksvollen, leuchtenden Augen sind, die einen Kartäuser ausmachen, ziehen Britisch Kurzhaar Blau- und Chartreux-Züchter klare Grenzen. Sie betonen die Eigenständigkeit der Rassen, die auch über spezifische Stammbäume verfügen.
Alles begann damit, dass die FIFe die Rassen Chartreux und Britisch Kurzhaar Blau 1967 aufgrund ihrer offensichtlichen Ähnlichkeit zusammenfasste. Zu diesem Zeitpunkt erfolgten tatsächlich häufig Verpaarungen zwischen Chartreux und BKH. Heute ist dies nicht mehr erlaubt. 1977 beschloss die FIFe, beide Rassen wieder voneinander zu trennen und versah die Stammbäume der blauen Britisch Kurzhaar-Katzen mit dem Zusatz „Kartäuser“. 1991 erfolgte die Streichung des Zusatzes und die offizielle Bezeichnung für die „blauen Bärchen“ lautete von nun an Britisch Kurzhaar Blau. Dies gilt allerdings ausschließlich für die FIFe. Zahlreiche andere Katzenverbände bezeichnen die blauen Briten heute noch als Kartäuser und führen die Chartreux als eigenständige Rasse. Gestalt und FarbeAn erster Stelle sind es natürlich die phänotypischen Merkmale, die dem Betrachter auffallen und sein Herz zukünftig für Kartäuser schlagen lassen. Der runde, massive Kopf mit dem erstaunlich breiten Schädel, das kurze, breite Näschen mit einer sanften Einbuchtung und das kräftige Kinn verleihen der Britisch Kurzhaar Blau ein zugleich imposantes und püppchenhaftes Aussehen.
Die großen, runden und stets weit geöffneten Augen bestechen mit einem leuchtenden Kupferton oder einem herrlichen Dunkelorange und sind von außergewöhnlicher Expressivität. Die kleinen, an den Spitzen leicht abgerundeten Ohren sind weit gestellt und passen vorzüglich zu dem hübschen Kopf der bärenhaften, blauen Stubentiger. Typ: groß, schwer, behäbig Kopf: rund, massiv, breiter Schädel, kräftiges Kinn; kurze, breite Nase mit leichter Einbuchtung Augen: groß, rund, weit geöffnet, weit auseinander gesetzt, kupferfarben oder dunkelorange Körper: muskulös, gedrungen, breite Brust und Schultern; starker, kräftiger Rücken Schwanz: kurz und dick, leicht gerundete Spitze Fell: kurz, dicht, nicht flach anliegend, gute Unterwolle, fest im Griff Farbe: Blau; jedes Haar sollte bis zur Wurzel einheitlich in der Farbe sein Quelle: Katzenrassen Gabriele Metz Fotograf: Gabriele Metz ISBN 978-3-440-102657 KOSMOS Verlag |
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Veröffentlicht von der Familie & Leben-Redaktion
am 14/10/2010 | |||||
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