Um sich im Beruf zu behaupten, muss man nur verstehen, wie Männer ticken. Dann liegt Ihnen der Chef zukünftig zu Füßen.  Verstehen Sie, wie Männer ticken. | Sie machen einen Vorschlag, und keiner hört Ihnen zu. Zwei Minuten später sagt Ihr Kollege das Gleiche, und alle schreien: "tolle Idee!" Das macht Sie wütend, und verstehen können Sie es schon gar nicht. Die Erklärung klingt altmodisch. Ist sie aber nicht: Sie müssen nach den Regeln der Männer spielen, so Marion Knaths.
Die Unternehmensberaterin gibt Coaching-Seminare für Frauen. Ihre Benimm-Regeln für mehr Erfolg:Rangordnung klären Ihr Chef hat eine Konferenz einberufen. Versuchen Sie in den ersten 10 bis 15 Minuten erst gar nicht, inhaltlich etwas beizutragen. Das interessiert noch niemanden, denn Männer posieren und trommeln erst mal, um die "Rangordnung" festzulegen. Falls Sie sich noch nicht zutrauen, diese Machtspielchen mitzumachen, nutzen Sie die Zeit für sich – schreiben Sie Tagespläne, Einkaufslisten. Nach dieser Aufwärmphase schlägt Ihre Stunde: "Sprechen Sie immer den Ranghöchsten an, dann hören Ihnen alle zu", so Knaths. Körpersprache einsetzen Körperliche Nähe ist ebenfalls ein starkes Zeichen von Macht. Wer einen anderen anfasst, dringt in dessen persönlichen Raum ein. Männer betrachten dies instinktiv als ihr Recht und neigen dazu, Frauen wie selbstverständlich zu berühren. Achten Sie auf solche Signale, und reagieren Sie sofort. Weichen Sie nicht aus, wenn sich die Kollegenhand auf Ihre Schulter senkt. Legen Sie stattdessen Ihre Finger auf seine. Und wenn Sie das nächste Mal Probleme mit einem jungen, forschen Kollegen haben – fassen Sie ihn ganz nebenbei am Arm oder an der Schulter an. Sie werden über das Ergebnis verblüfft sein. Ohne zu wissen, wieso, wird der junge Mann zukünftig Ihre Anweisungen fast selbstverständlich befolgen. Denn Sie haben ihm über die Körpersprache Ihre Führungsposition zu verstehen gegeben.
Fleißjobs vermeiden Machen Sie im Job ihre Zielstrebigkeit sichtbar. Frauen neigen dazu, Aufgaben zu übernehmen, die erledigt werden müssen, aber keine Anerkennung bringen. Verteilt der Chef also einen solchen Job, sagen Sie Nein. Notfalls auch mit dem Hinweis, dass Sie andere wichtige Dinge zu erledigen haben. Ein "Na gut, ich mach es" kann Ihnen leicht als Schwäche ausgelegt werden. Man wird dann künftig immer wieder versuchen, Ihnen diese Aufträge aufzudrücken. Für Eifer gibt es im Machtspiel eben keine Anerkennung. Das "fleißige Lieschen" ist und bleibt weiblich.
Noch mehr Anregungen finden Sie in Marion Knaths Ratgeber "Spiele mit der Macht. Wie Frauen sich durchsetzen" (Hoffmann und Campe).
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