Schimmel in der Wohnung ist ein Problem, das gerade in der kalten Jahreszeit zum großen Thema wird. Wir haben für Sie nachgefragt und erklären, wie Schimmel entsteht und was Sie tun können, um Schimmelbildung zu verhindern.
Modriger Geruch liegt in der Luft, schwarze oder grüne Flecken zieren die Wände hinter Schränken - die klassischen Anzeichen von Schimmel in der Wohnung. Laut einer Untersuchung der Arbeitsgruppe Raumklimatologie der Uni-Klinik Jena ist fast jeder zehnte Haushalt von Schimmel betroffen. Dabei lässt sich in den meisten Fällen die Entstehung durch kleine Änderungen im Alltag vermeiden.
So entsteht Schimmel in der Wohnung
An kalten Wänden, feuchten Stellen, doch auch hinter Vorhängen oder Fußbodenbelägen kann sich Schimmel verstecken. Das Problem: Pilzsporen sind nicht gerade wählerisch, was ihre Umgebung angeht. Zwar lieben sie feuchte, kalte Stellen, dennoch überleben sie auch in einem breiten Temperaturfenster von Null bis 60 Grad - auch wenn sie angenehme 15 bis 30 Grad bevorzugen.
Schimmel ist also ein ganzjähriges Thema, das laut Verbraucherzentrale NRW jedoch gerade während der Wintermonate zum Problem wird: Kalte Räume, zu wenig frische Luft und zu hohe Luftfeuchtigkeit verstärken die Bildung von Schimmel in der Wohnung. Besonders dann, wenn steigende Energiekosten dazu führen, dass weniger geheizt wird.
Die Entstehung von Schimmelpilzen hängt eng mit den Temperatur- und Feuchtigkeitsverhältnissen einer Wohnung zusammen. Feuchte Räume, gepaart mit Kälte, bieten den idealen Nährboden für die Pilzsporen, die sich ungehindert vermehren können. Was viele nicht wissen: Feuchtigkeit kann viele Ursachen haben. Undichte Stellen, die mit dem bloßen Auge sichtbar sind, machen nur einen Teil davon aus. Achim Fischer, Umweltexperte bei der Verbraucherzentrale NRW, betont: "Beim Duschen, Kochen, Wäsche trocknen und sogar beim Atmen produzieren wir Feuchtigkeit." Auch wenn viele Pflanzen in der Wohnung sind, sorgt das für eine höhere Luftfeuchte. Liegt diese dauerhaft über 60 Prozent, dann kann das Schimmel in der Wohnung begünstigen.
Die Schimmelpilze wachsen an kalten Oberflächen, an denen sich feuchte Luft niederschlägt. Besonders hinter Schränken, Vorhängen und anderen Gegenständen, die eng an der Wand stehen und hinter denen die Luft nicht zirkulieren kann.
Schimmel in der Wohnung – eine Gefahr für die Gesundheit
Nicht nur hässlich sondern auch ungesund: Schimmel in der Wohnung kann insbesondere älteren Menschen, Säuglingen und Kindern zu schaffen machen, sagt die Verbraucherzentrale. Denn die Schimmelsporen verteilen sich in der ganzen Wohnung und gelangen durch Atmen oder Anfassen in den Körper. Dort führen sie meist zu allergischen Reaktionen wie geröteten, brennenden Augen, Husten, Schnupfen aber auch Müdigkeit und Kopfschmerzen. Etwa sechs Prozent der Deutschen leiden laut Aussage des Allergie- und Asthmabundes an einer Schimmelpilzallergie.
Neben Husten und laufender Nase kann Schimmel in der Wohnung jedoch weit unangenehmere Auswirkungen haben. Bei alten und kranken Menschen mit einem geschwächten Immunsystem kann es zu Ekzemen auf der Haut kommen, und auch Lungeninfektionen können die Folge von Schimmelpilzsporen sein.
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db
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