Mondkalender für den Garten: Sinn oder Unsinn?

Mondkalender für den Garten: Sinn oder Unsinn?




Heute Blumen pflanzen, morgen düngen und übermorgen gießen - der Mondkalender hält viele hilfreiche Tipps für die Arbeit im Garten parat. Doch was ist tatsächlich dran an diesen Ratschlägen? Wir haben nachgeforscht und Erstaunliches herausgefunden.
  

Gärtnern nach dem Mondkalender - erfolgreich oder reiner Aberglaube? - Mondkalender für den Garten: Sinn oder Unsinn?
Gärtnern nach dem Mondkalender - erfolgreich oder reiner Aberglaube?
Seit vielen hundert Jahren schon richten sich Landwirte nach dem Mond und beackern ihre Felder nach dem Mondkalender. Auch viele Hobbygärtner werfen einen Blick gen Himmel, wenn es um Gartenarbeit geht. Die Wissenschaft bestreitet jedoch weitestgehend, dass es einen Zusammenhang zwischen der Mondstellung und dem Pflanzenwachstum gibt. Was ist tatsächlich dran am Mondkalender? Sollten wir die Arbeit im Garten danach ausrichten oder ist doch alles nur Humbug?

So funktioniert der Mondkalender

Laut dem Mondkalender eignet sich der eine Tag gut zum Pflanzen gießen, der andere zum Umtopfen und der nächste für die Aussaat. Doch woher kommen diese Ratschläge? Eine zentrale Rolle spielt der Mond. Denn der Mond hat eine Anziehungskraft auf die Erde, die sich beispielsweise in den Gezeiten Ebbe und Flut zeigt. Menschen, die an die Kraft des Mondes glauben, gehen davon aus, dass nicht nur große Wassermassen vom Mond beeinflusst werden sondern auch kleine. Und darunter fallen dann auch Pflanzensäfte, sodass es in ihren Augen Sinn macht, Gartenarbeit nach dem Mondkalender zu planen.

Dabei ist es gut zu wissen, dass es nicht den einen Mondkalender gibt, sondern verschiedene. Der bekannteste ist der Synodische Mondkalender, der sich nach den Mondphasen richtet und 29,5 Tage dauert. Daneben gibt es den Siderischen Kalender, der sich nach der Position des Mondes am Himmel orientiert und 27,3 Tage benötigt. Er richtet sich nach den Tierkreiszeichen.

Viele Empfehlungen im Mondkalender sind wissenschaftlich nicht bewiesen.
Viele Empfehlungen im Mondkalender sind wissenschaftlich nicht bewiesen.
Der Mondkalender und die Arbeit im Garten

Damit Blumen länger blühen, Gemüse besser gedeiht, schlagen die diversen Mondkalender die besten Tage für die Arbeit im Garten vor. In manchen werden die verschiedenen Pflanzen den Tierkreiszeichen zugeordnet. Beeren und Fruchtpflanzen wie Bohnen, Tomaten, Kürbis gehören zu den Feuerzeichen Widder, Löwe und Schütze. Wurzelpflanzen wie Möhren zu den Erdzeichen Stier, Jungfrau und Steinbock, Blütenpflanzen wie Löwenzahn oder Brokkoli zu den Luftzeichen Zwilling, Waage und Wassermann. Und Blattpflanzen wie Salat zu den Wasserzeichen Krebs, Skorpion und Fische. Tritt der Mond während seiner Erdumdrehung beispielsweise in das Tierkreiszeichen Widder, dann soll das den Anbau oder die Ernte von Beeren begünstigen.

Der Agrarwissenschaftler Dr. Hartmut Spieß, Institut für Biologisch-Dynamische Forschung (IBDF) in Darmstadt, kann diese Theorien aus dem Mondkalender jedoch so nicht bestätigen. Er beschäftigt sich im Rahmen seiner Forschungsarbeiten am Dottenfelderhof in Bad Vilbel seit Jahren mit den Auswirkungen des Mondes auf die Landwirtschaft. Zusammen mit seinem Team hat er die verschiedensten Versuche durchgeführt und einige interessante Entdeckungen gemacht, die durchaus positive Kräfte des Mondes nachweisen, aber eben nicht für die klassischen Mondkalender. „Für viele Ratschläge aus Mondkalendern gibt es keinerlei wissenschaftliche Belege. So ist es ganz egal, wann Sie beispielsweise den Rasen mähen. Darauf hat der Mond keinen Einfluss. Entscheidend ist hierbei eher, wie scharf die Klinge Ihres Rasenmähers ist“, so der Experte. „Sind die Klingen stumpf, dann wird mehr Gras ausgerissen, und es wächst langsamer nach“. Auch was Ratschläge zur Entfernung von Unkraut und Ungeziefer in der abnehmenden Mondphase angeht, bestätigt er, dass es dazu keine wissenschaftlichen Erkenntnisse gibt. Seine Forschungsergebnisse zeigen jedoch deutlich, dass es durchaus einige Bereiche gibt, auf die der Mond Einfluss nimmt.

» Lesen Sie weiter: So nutzen Sie die Kraft des Mondes doch in Ihrem Garten




db

 
  

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Veröffentlicht von der Menschen & Leben-Redaktion
am 15/02/2012

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